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5A_336/2025 KI-generiert

Denial of Legal Aid for Modification of Divorce Judgment Appeal Due to Insufficient Constitutional Argumentation

Geschäftsnummer 5A_336/2025
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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Denial of Legal Aid for Modification of Divorce Judgment Appeal Due to Insufficient Constitutional Argumentation The case concerns the denial of a request for legal aid (unentgeltliche Rechtspflege) for proceedings seeking the modification of a divorce judgment and related super-provisional and provisional measures, originally due to the applicant's failure to document their asserted indigence. The Federal Supreme Court dismissed the appeal against the cantonal court's denial of legal aid, ruling that since the appeal primarily challenged a decision regarding provisional measures (Art. 98 SBP), the appellant was restricted to alleging the violation of constitutional rights, which requires specific and detailed substantiation (Art. 106 para. 2 SBP); the appellant failed to meet this requirement, relying instead on generalized, appellatory arguments without raising any specific constitutional claims, rendering the appeal inadmissible due to insufficient reasoning and leading to the rejection of the legal aid request for the federal proceedings on the ground of apparent lack of success.

Legislator-Regeste

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Art. 93 Abs. 1 Bst, Art. 75 Abs. 1 BGG, Art. 98 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 64 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Denial of Legal Aid for Modification of Divorce Judgment Appeal Due to Insufficient Constitutional Argumentation: The Federal Supreme Court dismissed the appeal against the cantonal court's denial of legal aid, ruling that since the appeal primarily challenged a decision regarding provisional measures (Art. 98 SBP), the appellant was restricted to alleging the violation of constitutional rights, which requires specific and detailed substantiation (Art. 106 para. 2 SBP); the appellant failed to meet this requirement, relying instead on generalized, appellatory arguments without raising any specific constitutional claims, rendering the appeal inadmissible due to insufficient reasoning and leading to the rejection of the legal aid request for the federal proceedings on the ground of apparent lack of success.

Schlagwörter

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Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege vorsorgliche Massnahmen bei Scheidung verfassungsrechtliche Rüge Widerstand gegen die Scheidung Leitverfahren Nothilfe nach BV

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 106 Abs. 2 BGG

Cited in the reasoning to establish that only constitutional rights violations can be reviewed under the strict requirement for properly substantiated grounds (Rügeprinzip), but not used in the final orders.

Art. 64 Abs. 1 BGG

The application for legal aid (unentgeltliche Rechtspflege) was dismissed because the appeal had no prospect of success due to insufficient reasoning, removing the material prerequisites for granting it.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The court decided to waive the imposition of court costs (Gerichtskosten) due to the specific circumstances of the case.

Art. 72 Abs. 1 BGG

Cited in the reasoning to establish the admissibility of the appeal in civil matters, but not used in the final orders.

Art. 75 Abs. 1 BGG

Cited in the reasoning to establish the admissibility of the appeal in civil matters, but not used in the final orders.

Art. 93 Abs. 1 Bst. a BGG

Cited in the reasoning to establish that the decision under appeal was a reviewable interlocutory decision, although this article did not form the basis for the final order (non-entry), and thus is excluded based on strict interpretation (only applied in dispositive).

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5A_336/2025

Urteil vom 9. Mai 2025

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Bovey, Präsident,

Bundesrichter Hartmann, Josi,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

vertreten durch Rechtsanwalt Luzi Stamm,

Beschwerdeführerin,

*gegen*

Bezirksgericht Zurzach,

Hauptstrasse 50, 5330 Bad Zurzach,

Obergericht des Kantons Aargau,

Obere Vorstadt 38, 5000 Aargau,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Unentgeltliche Rechtspflege (superprovisorische bzw. vorsorgliche Massnahmen betreffend Abänderung des Scheidungsurteils),

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 4. Kammer, vom 27. März 2025 (ZSU.2025.56).

Sachverhalt:

A. A.________ (Beschwerdeführerin) machte beim Bezirksgericht Zurzach ein Verfahren auf Abänderung des Ehescheidungsurteils des Bezirksgerichts Brugg vom 11. September 2018 anhängig und sie stellte diesbezüglich auch ein Gesuch um (superprovisorische) vorsorgliche Massnahmen. Für dieses verlangte sie die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.

Mit Verfügung vom 17. Februar 2025 wies das Bezirksgericht Zurzach das Gesuch mangels Darlegung bzw. Dokumentierung der behaupteten Prozessarmut ab.

B. Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 27. März 2025 ab. Ferner wies es auch das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das obergerichtliche Verfahren ab.

C. Mit Beschwerde vom 1. Mai 2025 verlangt die Beschwerdeführerin die Aufhebung des obergerichtlichen Entscheides sowie die Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege für das erst- und zweitinstanzliche kantonale Verfahren, unter Einsetzung des sie vertretenden Rechtsanwaltes als unentgeltlichen Rechtsvertreter. Ferner verlangt sie auch für das bundesgerichtliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege.

Erwägungen:

1. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid über die unentgeltliche Rechtspflege in einem Verfahren um Erlass superprovisorischer bzw. vorsorglicher Massnahmen im Zusammenhang mit einem Abänderungsverfahren betreffend ein Scheidungsurteil. Dabei handelt es sich um einen Zwischenentscheid, der einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinn von Art. 93 Abs. 1 Bst. a BGG bewirken kann bzw. unabhängig von einem solchen anfechtbar ist (

BGE 135 III 127

E. 1.3;

138 IV 258

E. 1.1

;

143 I 344

E. 1.2). Der Rechtsweg folgt demjenigen in der Hauptsache (

BGE 137 III 380

E. 1.1). Die Beschwerde in Zivilsachen steht demnach offen (

Art. 72 Abs. 1 und

Art. 75 Abs. 1 BGG

).

Weil es allerdings bei der Hauptsache um eine vorsorgliche Massnahme im Sinn von Artikel 98 BGG geht, bei welcher einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden kann, sind auch im Zusammenhang mit der Frage der unentgeltlichen Rechtspflege nur Verfassungsrügen zulässig. Hierfür gilt das strenge Rügeprinzip im Sinn von

Art. 106 Abs. 2 BGG

. Das bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und soweit möglich belegte Rügen prüft, während es auf ungenügend begründete Rügen und appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid nicht eintritt (

BGE 142 III 364

E. 2.4;

149 III 81

E. 1.3).

2. Die Beschwerdeführerin beschränkt sich durchgängig auf appellatorische Ausführungen. Es werden keine verfassungsmässigen Rechte als verletzt gerügt und die Vorbringen enthalten auch keine sinngemässen Verfassungsrügen.

3. Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten. Vor diesem Hintergrund konnte der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt (

Art. 64 Abs. 1 BGG

) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist, soweit es nicht gegenstandslos ist (dazu E. 4).

4. Angesichts der Aussage des Rechtsvertreters, unter den gegebenen Umständen sei es völlig klar, dass er die Interessen der Beschwerdeführerin wahrnehmen und deshalb Beschwerde an das Bundesgericht erheben müsse (Beschwerde, S. 3), ist nicht klar, ob die Beschwerdeführerin einen eigenen Beschwerdewillen hat. Aus diesem Grund rechtfertigt es sich, ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (

Art. 66 Abs. 1 BGG

). Somit ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege in Bezug auf die Gerichtskosten gegenstandslos.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen, soweit es nicht gegenstandslos ist.

4. Dieses Urteil wird den Parteien mitgeteilt.

Lausanne, 9. Mai 2025

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Bovey

Der Gerichtsschreiber: Möckli