Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_310/2025 KI-generiert

Divorce Jurisdiction and Procedural Challenge Appeal

Geschäftsnummer 5A_310/2025
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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Divorce Jurisdiction and Procedural Challenge Appeal A complainant sought divorce directly from the Cantonal High Court in English, which the High Court declined to address due to lack of functional jurisdiction (it being an appellate instance) and local requirements for submissions to be in German, forwarding the claim to the competent District Court. The complainant then appealed to the Federal Supreme Court seeking to overturn the transfer and have the case sent to a "specialized or impartial court," while also requesting legal aid, arguing the District Court was biased and offered no procedural guarantees. The Federal Supreme Court dismissed the appeal for failing to meet the legal requirement for a well-reasoned submission, as the arguments raised (concerning bias and family circumstances) did not engage with the reasoning of the High Court's decision on jurisdiction, and instead amounted to an institutional challenge (motion for recusal) which is not within the Federal Supreme Court's original competence; thus, since the appeal was deemed obviously unmeritorious, the court denied legal aid and imposed court costs on the complainant.

Legislator-Regeste

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Art. 114 ZGB, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 64 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Divorce Jurisdiction and Procedural Challenge Appeal: The complainant then appealed to the Federal Supreme Court seeking to overturn the transfer and have the case sent to a "specialized or impartial court," while also requesting legal aid, arguing the District Court was biased and offered no procedural guarantees. The Federal Supreme Court dismissed the appeal for failing to meet the legal requirement for a well-reasoned submission, as the arguments raised (concerning bias and family circumstances) did not engage with the reasoning of the High Court's decision on jurisdiction, and instead amounted to an institutional challenge (motion for recusal) which is not within the Federal Supreme Court's original competence; thus, since the appeal was deemed obviously unmeritorious, the court denied legal aid and imposed court costs on the complainant.

Schlagwörter

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Zuständigkeit (Scheidung) Ausstandsbegehren sachliche Unzuständigkeit unentgeltliche Rechtspflege Scheidungsverfahren Prozessvoraussetzung Vorabentscheidungsverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Used to decide not to enter on the merits (non-admission) because the appeal was obviously insufficiently substantiated.

Art. 64 Abs. 1 BGG

Used to reject the motion for free legal aid because the appeal could not succeed from the outset.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to impose court costs on the appellant.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5A_310/2025

Urteil vom 29. April 2025

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Bovey, Präsident,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

*gegen*

Obergericht des Kantons Zürich,

*I. Zivilkammer, Hirschengraben 13/15, 8001 Zürich.*

Gegenstand

Zuständigkeit (Scheidung),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 1. April 2025 (PZ250019-O/U).

Sachverhalt:

Mit Schreiben vom 21. März 2025 beantragte die Beschwerdeführerin beim Obergericht des Kantons Zürich in englischer Sprache die Scheidung gemäss

Art. 114 ZGB

.

Mangels funktioneller Zuständigkeit (Rechtsmittelinstanz) trat das Obergericht mit Beschluss vom 1. April 2025 auf die Scheidungsklage nicht ein und leitete diese an das erstinstanzlich zuständige Bezirksgericht Meilen weiter, verbunden mit dem Hinweis, dass Eingaben an Gerichte des Kantons Zürich in deutscher Sprache zu erfolgen haben.

Mit Eingabe vom 23. April 2025 wendet sich die Beschwerdeführerin an das Bundesgericht mit den Begehren, die Überweisung des Verfahrens an das Bezirksgericht Meilen sei aufzuheben und der Fall an ein spezialisiertes oder unparteiisches Gericht zu überweisen. Ferner verlangt sie die unentgeltliche Rechtspflege.

Erwägungen:

1. Die Beschwerde hat eine Begründung zu enthalten, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (

Art. 42 Abs. 2 BGG

), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Erwägungen erfordert (

BGE 140 III 115

E. 2;

142 III 364

E. 2.4).

2. Eine solche Begründung enthält die Beschwerde nicht. Die Beschwerdeführerin äussert sich zu ihrer Rolle als Mutter und zu den familiären Umständen und macht geltend, das Bezirksgericht Meilen habe sich als befangen gezeigt, biete keine Verfahrensgarantien und übe Toleranz gegenüber dem betrügerischen Verhalten der Gegenpartei. Damit stellt sie sinngemäss ein Ausstandsgesuch. Hierfür ist aber nicht das Bundesgericht als Erstgericht zuständig. Vielmehr wäre ein solches Gesuch erstinstanzlich beim Bezirksgericht Meilen zu stellen, an welches die Scheidungsklage zuständigkeitshalber überwiesen worden ist. Die Beschwerdeführerin wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass Ausstandsbegehren nicht institutionell, d.h. nicht gegen ein Gericht oder eine Abteilung erhoben werden können, sondern substanziiert vorgetragene Ausstandsgründe in Bezug auf konkrete Personen vorzubringen wären, vorliegend also gegen diejenigen Gerichtspersonen, welche erstinstanzlich mit ihrer Scheidungsklage befasst sein werden (vgl.

BGE 105 Ib 301

E. 1a; zuletzt Urteil 5A_217/2025 vom 27. März 2025 E. 2).

3. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (

Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

).

4. Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, konnte der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt (

Art. 64 Abs. 1 BGG

) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist.

5. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (

Art. 66 Abs. 1 BGG

).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, mitgeteilt.

Lausanne, 29. April 2025

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Bovey

Der Gerichtsschreiber: Möckli