Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_299/2022 KI-generiert

Debtor's Appeal Dismissal for Unpaid Advance and Insufficient Argumentation

Geschäftsnummer 5A_299/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, an individual filed a complaint with the Federal Supreme Court of Switzerland regarding a refusal of free legal aid by the Thurgau Cantonal Court. The lower court had issued a debt attachment order against the individual for a claim of CHF 295,259.45, which was challenged unsuccessfully. Subsequently, the individual sought free legal aid but was denied on grounds of the appeal being deemed hopeless, with the court requiring a cost advance of CHF 1,500. The individual appealed this decision to the Federal Supreme Court and requested the suspension and free legal support, but failed to submit the required cost advance for the federal case. Consequently, the Federal Supreme Court did not proceed with the complaint.

Legislator-Regeste

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Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 62 Abs. 3 i.V.m, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 98 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Debtor's Appeal Dismissal for Unpaid Advance and Insufficient Argumentation: The lower court had issued a debt attachment order against the individual for a claim of CHF 295,259.45, which was challenged unsuccessfully. Subsequently, the individual sought free legal aid but was denied on grounds of the appeal being deemed hopeless, with the court requiring a cost advance of CHF 1,500. The individual appealed this decision to the Federal Supreme Court and requested the suspension and free legal support, but failed to submit the required cost advance for the federal case. Consequently, the Federal Supreme Court did not proceed with the complaint.

Schlagwörter

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Unentgeltliche Rechtspflege (Arresteinsprache) Kostenvorschuss Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege Zahlungsbefehl verfassungsrechtliche Rüge Recht zur Hinterlegung nachträglicher Rechtsvorschlag

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Used as an alternative ground for declaring non-admission of the appeal in simplified procedure due to insufficient reasoning.

Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

Used to declare non-admission of the appeal in simplified procedure because the required cost deposit was not paid.

Art. 62 Abs. 3 BGG

Cited in conjunction with Art. 108 BGG regarding the consequence of non-payment of the cost deposit.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to order the appellant to bear the court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5A_299/2022

Urteil vom 20. Juni 2022

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Zingg.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Thurgau, Vizepräsident, Promenadenstrasse 12A, 8500 Frauenfeld,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Unentgeltliche Rechtspflege (Arresteinsprache),

Beschwerde gegen die Verfügung des Vizepräsidenten des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 5. April 2022 (BR.2022.13).

Erwägungen:

1. Auf Gesuch von B.________ (Arrestgläubiger) erliess das Bezirksgericht Frauenfeld am 3. Februar 2022 gegen den Beschwerdeführer (Arrestschuldner) einen Arrestbefehl über eine Forderungssumme von Fr. 295'259.45. Am 9. Februar 2022 erhob der Beschwerdeführer Einsprache, die das Bezirksgericht mit Entscheid vom 18. März 2022 abwies.

Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 27. März 2022 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Thurgau. Am 1. April 2022 beantragte er die unentgeltliche Rechtspflege, gegebenenfalls unter Beiordnung von Rechtsanwalt C.________ als unentgeltlichem Rechtsbeistand. Mit Verfügung vom 5. April 2022 wies das Obergericht das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde ab und hielt an der Kostenvorschussforderung von Fr. 1'500.-- fest.

Dagegen hat der Beschwerdeführer am 22. April 2022 (Postaufgabe) Beschwerde an das Bundesgericht erhoben. Er ersucht um Aufhebung der Verfügung vom 5. April 2022 und um unentgeltliche Rechtspflege, gegebenenfalls unter Beiordnung von Rechtsanwalt C.________, für das obergerichtliche Beschwerdeverfahren. Da der Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren nicht um unentgeltliche Rechtspflege ersucht hat, hat ihm das Bundesgericht mit Verfügung vom 25. April 2022 Frist angesetzt zur Zahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 1'000.--. Mit Verfügung vom 20. Mai 2022 hat das Bundesgericht dem Beschwerdeführer Nachfrist bis zum 2. Juni 2022 zur Leistung des Kostenvorschusses angesetzt (unter Androhung des Nichteintretens auf das Rechtsmittel bei nicht rechtzeitiger Bezahlung; Art. 62 Abs. 3 BGG ). Der Beschwerdeführer hat den Kostenvorschuss nicht bezahlt.

Androhungsgemäss ist demnach durch das präsidierende Mitglied im vereinfachten Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten (Art. 62 Abs. 3 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG ). Im Übrigen enthält die Beschwerde offensichtlich auch keine genügende Begründung, womit auch aus diesem Grund auf sie im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten wäre ( Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ). Arresteinspracheentscheide - und damit auch die dazugehörigen Zwischenentscheide - sind Entscheide über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG , womit vor Bundesgericht nur die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden kann ( BGE 135 III 232 E. 1.2). Der Beschwerdeführer nennt jedoch keine verfassungsmässigen Rechte, die das Obergericht verletzt haben soll.

2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Gerichtskosten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien mitgeteilt.

Lausanne, 20. Juni 2022

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Zingg