Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_296/2020 KI-generiert

Inadmissibility of Appeal Against Unreasoned Interlocutory Psychiatric Treatment Order

Geschäftsnummer 5A_296/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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An individual was involuntarily committed to a psychiatric clinic, where a non-consensual treatment was ordered on April 9, 2020. The individual filed an appeal against this decision, but on April 21, 2020, the court responsible for protective placements in Basel-Stadt upheld the decision, allowing the psychiatric clinic to medicate the individual without consent based on a treatment plan. The individual subsequently filed an appeal with the Swiss Federal Tribunal on April 27, 2020, contesting the decision, which was only available in its dispositive form, meaning the detailed reasoning was pending. However, the Federal Tribunal indicated that an appeal can only be lodged against a fully reasoned decision, and thus the complaint was not accepted.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Inadmissibility of Appeal Against Unreasoned Interlocutory Psychiatric Treatment Order: The individual filed an appeal against this decision, but on April 21, 2020, the court responsible for protective placements in Basel-Stadt upheld the decision, allowing the psychiatric clinic to medicate the individual without consent based on a treatment plan. The individual subsequently filed an appeal with the Swiss Federal Tribunal on April 27, 2020, contesting the decision, which was only available in its dispositive form, meaning the detailed reasoning was pending. However, the Federal Tribunal indicated that an appeal can only be lodged against a fully reasoned decision, and thus the complaint was not accepted.

Schlagwörter

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Fürsorgerische Unterbringung vereinfachtes Verfahren psychiatrische Behandlung Zwischenentscheid medizinische Gründe Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids begründeter Entscheid

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

Used to declare that the appeal will not be entertained under the simplified procedure because the decision was not fully reasoned.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to waive the collection of court fees given the specific circumstances.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5A_296/2020

Urteil vom 30. April 2020

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Herrmann, Präsident,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Gericht für fürsorgerische Unterbringungen des Kantons Basel-Stadt.

Gegenstand

Fürsorgerische Unterbringung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Gerichts für fürsorgerische Unterbringungen des Kantons Basel-Stadt vom 21. April 2020 (35/2020).

Sachverhalt:

A.________ befindet sich in den Psychiatrischen Kliniken U.________, welche am 9. April 2020 eine Behandlung ohne Zustimmung angeordnet haben.

Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das Gericht in fürsorgerischen Unterbringungen des Kantons Basel-Stadt mit Entscheid vom 21. April 2020 ab und es hielt fest, A.________ dürfe bezüglich ihrer psychischen Störung gemäss Behandlungsplan ohne Zustimmung medikamentös behandelt werden. Der Entscheid liegt vorerst nur im Dispositiv vor; in Ziff. 3 wird festgehalten, dass die Begründung nachfolge.

Gegen diesen Entscheid hat A.________ am 27. April 2020 beim Bundesgericht eine Beschwerde eingereicht, in welcher sie ihre Situation schildert.

Erwägungen:

1. Der Entscheid vom 21. April 2020 liegt bislang wie gesagt nur im Dispositiv vor. Beim Bundesgericht angefochten werden kann jedoch erst der vollständig ausgefertigte, d.h. begründete Entscheid ( Art. 112 Abs. 1 und 2 BGG ), wie dies im Übrigen in der Rechtsmittelbelehrung auch erwähnt ist. Die Beschwerdeführerin wird mit anderen Worten mit einer neuen Eingabe an das Bundesgericht gelangen müssen. Dabei wird auch zu beachten sein, dass in der Beschwerde darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt ( Art. 42 Abs. 2 BGG ), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Begründung erfordert ( BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 142 III 364 E. 2.4 S. 368).

2. Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten.

3. Angesichts der konkreten Umstände wird auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 30. April 2020

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Herrmann

Der Gerichtsschreiber: Möckli