Appeal Moot Due to Appellant's Death: Costs and Legal Aid Decision
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a dispute concerning the modification of a divorce judgment related to parental custody arrangements. The appellant had filed an appeal against a previous ruling by the Court of Appeals concerning joint custody and child support for two children. However, after the appellant's passing, the legal representative notified the court of the withdrawal of the appeal, stating that the estate was likely insolvent and the heirs were unprepared to proceed without clarity on the implications. Consequently, the court considered the appeal moot, leading to its dismissal and the decision not to impose any court costs, while also granting legal aid to the appellant's attorney for previous work done.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 32 Abs. 2 BGG, Art. 71 BGG, Art. 73 BZP, Art. 5 Abs. 2 BZP, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG; Appeal Moot Due to Appellant's Death: Costs and Legal Aid Decision: The appellant had filed an appeal against a previous ruling by the Court of Appeals concerning joint custody and child support for two children. However, after the appellant's passing, the legal representative notified the court of the withdrawal of the appeal, stating that the estate was likely insolvent and the heirs were unprepared to proceed without clarity on the implications. Consequently, the court considered the appeal moot, leading to its dismissal and the decision not to impose any court costs, while also granting legal aid to the appellant's attorney for previous work done.
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KI-generiertCited as the basis for the departmental president to close the proceedings due to circumstances like the death of a party.
Cited for granting the request for free legal aid and ordering the compensation of the lawyer from the Federal Tribunal's treasury.
Cited in conjunction with Art. 71 BGG for the decision to waive court costs.
Cited in conjunction with procedural rules for declaring the case closed due to withdrawal and for cancelling court costs.
Cited in conjunction with Art. 71 BGG for the decision to waive court costs.
Cited in conjunction with Art. 71 BGG for the decision to close the proceedings following the withdrawal.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5A_269/2016
Urteil vom 20. März 2017
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter von Werdt, Präsident,
Gerichtsschreiber Möckli.
Verfahrensbeteiligte
A.________ selig,
vertreten durch Rechtsanwalt Julian Burkhalter,
Beschwerdeführer,
gegen
B.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Stephan Hinz,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Abänderung des Scheidungsurteils (elterliche Sorge),
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 2. Kammer, vom 2. März 2016.
Nach Einsicht
in das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 2. März 2016, mit welchem die auf Erteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge und Reduktion der Unterhaltsbeiträge betreffend die Kinder C.________ und D.________ gerichtete Berufung von A.________ sowie dessen Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen wurden,
in die mit Bezug auf die elterliche Sorge und die Kosten erhobene Beschwerde in Zivilsachen vom 11. April 2016 und das gleichzeitig gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege,
in das Schreiben von Rechtsanwalt Burkhalter vom 2. September 2016, wonach der Beschwerdeführer in der Nacht auf den 30. August 2016 verstorben sei und deshalb die Beschwerde protestando Kosten zurückgezogen werde,
in die mit einer Aufforderung zur Einreichung einer Erbenbescheinigung und der Vollmachten der Erben verbundene Sistierungsverfügung vom 2. September 2016,
in das nach mehrmaliger Fristverlängerung von Rechtsanwalt Burkhalter eingereichte Schreiben vom 9. März 2017, wonach ein Sicherungsinventar erstellt worden sei und sich die Ausschlagungsfrist entsprechend verlängere, wobei die Erbschaft überschuldet sein soll und mit einer Ausschlagung gerechnet werden müsse, weshalb voraussichtlich gar nie eine Erbenbescheinigung ausgestellt werde, und wonach die Kinder nicht bereit seien, eine Vollmacht zu unterschreiben, solange sie nicht wüssten, wozu das diene,
in Erwägung,
dass die Beschwerde unter Vorbehalt der Kostenfrage seit dem Versterben des Beschwerdeführers gegenstandslos geworden und mit Schreiben des Rechtsvertreters vom 2. September 2016 zurückgezogen worden ist,
dass die angeforderten Dokumente mit grosser Wahrscheinlichkeit nie werden eingereicht werden können,
dass das Beschwerdeverfahren daher durch den Abteilungspräsidenten ( Art. 32 Abs. 2 BGG ) abzuschreiben ist ( Art. 71 BGG i.V.m. Art. 73 BZP ),
dass angesichts der konkreten Umstände auf Gerichtskosten zu verzichten ist ( Art. 71 BGG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 BZP , Art. 66 Abs. 1 BGG ),
dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gutzuheissen und Rechtsanwalt Burkhalter aus der Bundesgerichtskasse zu entschädigen ist ( Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG ),
dass der Gegenseite keinerlei entschädigungspflichtiger Aufwand entstanden ist,
erkennt der Präsident:
1. Das Verfahren wird als durch Rückzug der Beschwerde erledigt abgeschrieben.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen und Rechtsanwalt Julian Burkhalter aus der Bundesgerichtskasse mit Fr. 4'000.-- entschädigt.
4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 2. Kammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 20. März 2017
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: von Werdt
Der Gerichtsschreiber: Möckli