Mootness of Judicial Delay Complaint Following Resolution of Compulsory Institutionalization Appeals
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual, A.________, who was forcibly placed in a psychiatric clinic by multiple doctors following police reports. The proceedings began on March 28, 2021, at a clinic in Glarus and later involved transfers and additional forced placements at clinics in Aargau and Graubünden. A.________ challenged these actions by filing complaints with the administrative courts of the cantons involved, contesting the legality and delays in processing these complaints. Despite numerous legal filings and a temporary reduction in his legal capacity by the child and adult protection authority (KESB) in Glarus, A.________ escaped from the institution but was later re-committed. Legal proceedings in relation to these events ensued, including a complaint filed for legal delay against the Aargau Administrative Court, which was ultimately declared moot after the completion of proceedings and A.________'s release following a court decision favoring outpatient measures.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 66 Abs. 1 BGG, Art. 32 Abs. 1 und 2 BGG; Mootness of Judicial Delay Complaint Following Resolution of Compulsory Institutionalization Appeals: The proceedings began on March 28, 2021, at a clinic in Glarus and later involved transfers and additional forced placements at clinics in Aargau and Graubünden. A.________ challenged these actions by filing complaints with the administrative courts of the cantons involved, contesting the legality and delays in processing these complaints. Despite numerous legal filings and a temporary reduction in his legal capacity by the child and adult protection authority (KESB) in Glarus, A.________ escaped from the institution but was later re-committed. Legal proceedings in relation to these events ensued, including a complaint filed for legal delay against the Aargau Administrative Court, which was ultimately declared moot after the completion of proceedings and A.________'s release following a court decision favoring outpatient measures.
Schlagwörter
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KI-generiertCited as the basis for the President's authority to strike the case from the record because the appeal regarding delay had become moot.
Cited as the basis for waiving court costs due to the specific circumstances of the case.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5A_265/2021
Verfügung vom 12. Mai 2021
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Herrmann, Präsident,
Gerichtsschreiber Möckli.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
verbeiständet durch Rechtsanwalt B.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Verwaltungsgericht des Kantons Aargau,
1. Kammer, Obere Vorstadt 40, 5000 Aarau,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Rechtsverweigerung / Rechtsverzögerung (fürsorgerische Unterbringung).
Sachverhalt:
Nach diversen Rückmeldungen der Polizei wurde A.________ am 28. März 2021 von den Dres. C.________, D.________ und E.________ (Kantonsspital Glarus) in der psychiatrischen Klinik F.________ (Psychiatrische Dienste Aargau) fürsorgerisch untergebracht. Die hiergegen eingereichte Beschwerde leitete das Bundesgericht zuständigkeitshalber an das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus weiter. Eine gleiche Unterbringungsanordnung traf am 30. April 2021 Dr. G.________, wogegen A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau Beschwerde erhob. Ebenfalls am 30. April 2021 ordnete Dr. H.________ (Oberärztin Klinik F.________) eine Verlegung in die Klinik I.________ (Psychiatrische Dienste Graubünden) an, wogegen A.________ wiederum Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau erhob. Noch vor der Verlegung entwich er am 2. April 2021 aus der Klinik F.________. Am 6. April 2021 fand ihn die Polizei bei sich zuhause und gleichentags wurde er von Dr. J.________ (Glarus) in der Klinik I.________ fürsorgerisch untergebracht. Dagegen erhob er Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Glarus. Daneben reichte er bei verschiedenen Behörden bzw. Instanzen zahlreiche weitere Eingaben ein und bedient auch das Bundesgericht bis heute fast täglich mit neuen Eingaben. Am 9. April 2021 errichtet die KESB Glarus für A.________ vorsorglich eine Vertretungsbeistandschaft und schränkte vorsorglich seine Handlungsfähigkeit betreffend Prozessführung ein.
Vorliegend geht es um die am 6. April 2021 gegen das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau eingereichte Rechtsverzögerungbeschwerde.
Mit Verfügungen bzw. Entscheiden vom 7. April 2021, 9. April 2021 und 3. Mai 2021 hat das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau die drei hängigen Beschwerdeverfahren als gegenstandslos erklärt bzw. ist auf sie nicht eingetreten.
Mit Urteil vom 12. April 2021 hat das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus die Beschwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung vom 6. April 2021 gutgeheissen und diese zugunsten ambulanter Massnahmen aufgehoben (dazu Verfahren 5A_264/2021).
Erwägungen:
1. Die diversen Ausstandsbegehren betreffen Richter und Gerichtsschreiber anderer Abteilungen des Bundesgerichtes. Darauf ist mithin nicht näher einzugehen.
2. Kurz nach Einreichung der Rechtsverzögerungsbeschwerde hat das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau sämtliche bei ihm hängigen Verfahren abgeschlossen. Zudem wurde der Beschwerdeführer am 12. April 2021 aus der fürsorgerischen Unterbringung entlassen. Damit ist die Rechtsverzögerungsbeschwerde gegenstandslos und das Verfahren 5A_265/2021 abzuschreiben, wofür der Präsident zuständig ist ( Art. 32 Abs. 1 und 2 BGG ). Auf die weiteren Begehren und die laufend erfolgenden Eingaben wird im Parallelverfahren 5A_264/2021 eingegangen.
3. Auf die Erhebung von Gerichtskosten ist angesichts der konkreten Umstände zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach verfügt der Präsident:
1. Das Beschwerdeverfahren Nr. 5A_265/2021 wird als gegenstandslos geworden vom Protokoll abgeschrieben.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. Diese Verfügung wird den Parteien und dem Beistand schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 12. Mai 2021
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Herrmann
Der Gerichtsschreiber: Möckli