Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_258/2009 KI-generiert

Extension of Involuntary Confinement for Mentally Ill Appellant Upheld

Geschäftsnummer 5A_258/2009
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case involves an appeal concerning the forced psychiatric detention of an individual suffering from chronic paranoid schizophrenia who had been repeatedly hospitalized due to severe mental health crises. The appellant challenged the decision of the psychiatric appeals commission, which had denied her request for discharge from a psychiatric facility where she had been detained following a legal provision that allows for the involuntary retention of individuals due to mental illness. The commission determined that the appellant posed a significant risk of self-harm and could not adequately care for herself outside the facility. The situation was further complicated by her history of non-compliance with medication and the potential burden her condition posed to the community. The appeal was subsequently rejected.

Legislator-Regeste

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Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG, Art. 397a ZGB, Art. 105 Abs. 1 BGG, Art. 9 BV, Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG; Extension of Involuntary Confinement for Mentally Ill Appellant Upheld: The appellant challenged the decision of the psychiatric appeals commission, which had denied her request for discharge from a psychiatric facility where she had been detained following a legal provision that allows for the involuntary retention of individuals due to mental illness. The commission determined that the appellant posed a significant risk of self-harm and could not adequately care for herself outside the facility. The situation was further complicated by her history of non-compliance with medication and the potential burden her condition posed to the community. The appeal was subsequently rejected.

Schlagwörter

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psychiatrische Unterbringung psychische Erkrankung medizinische Zwangsbehandlung Verlängerung der Untersuchungshaft Anstaltsaufenthalt ärztlicher Bericht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 105 Abs. 1 BGG

Cited to establish the factual findings of the lower court that the Federal Tribunal must use as a basis for its decision.

Art. 105 Abs. 2 BGG

Cited when confirming that the Federal Tribunal saw no reason to correct or supplement the facts ex officio.

Art. 106 Abs. 2 BGG

Cited regarding the requirement for the appellant to challenge factual findings by alleging constitutional violations.

Art. 109 BGG

Cited as the procedural basis for the deliverance of the Federal Tribunal's judgment.

Art. 109 Abs. 3 BGG

This procedural article was cited to refer to the correct reasoning provided in the judgment of the lower court.

Art. 64 LTF

Although not explicitly cited in the dispositive, Article 2 of the dispositive states that no court fees are levied (which often implicates Art. 64 regarding legal costs/fees.)

Art. 66 al. 1 LTF

Although not explicitly cited in the dispositive, Article 2 of the dispositive states that no court fees are levied (which often references Art. 66).

Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG

Cited as the basis upon which the appeal was brought concerning the forsolgerische Freiheitsentziehung.

Art. 97 Abs. 1 BGG

Cited in relation to the conditions under which the Federal Tribunal can review factual findings for potential legal errors.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

5A_258/2009/bnm

Urteil vom 29. April 2009

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,

Bundesrichterin Escher, Bundesrichter Marazzi,

Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien

X.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Ärztliche Leitung der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel, Wilhelm-Klein-Strasse 27, 4025 Basel, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Fürsorgerische Freiheitsentziehung.

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 16. April 2009 der Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt.

Nach Einsicht

in die (gestützt auf Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG erhobene) Beschwerde gegen den Entscheid vom 16. April 2009 der Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt, die einerseits einen Rekurs der Beschwerdeführerin gegen die Abweisung ihres Gesuchs um Entlassung aus dem (am 11. November 2008 in Anwendung von Art. 397a ZGB angeordneten) fürsorgerischen Freiheitsentzug in den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel sowie anderseits eine Beschwerde der Beschwerdeführerin gegen die (am 4. April 2009 zufolge akuter Psychose durchgeführte) medikamentöse Zwangsbehandlung abgewiesen und die Klinikleitung (in Gutheissung deren Verlängerungsgesuchs) ermächtigt hat, die Beschwerdeführerin ohne neuen Entscheid längstens bis zum 12. Juni 2009 in der Klinik zurückzubehalten,

in Erwägung,

dass die Psychiatrie-Rekurskommission - auf Grund ärztlicher Berichte und nach Anhörung der Beschwerdeführerin an der Verhandlung - erwog, die seit Jahren an einer chronischen paranoiden Schizophrenie leidende, wiederholt (allein im Jahr 2008 sieben Mal) wegen agitiert gereizter und wahnhafter Dekompensationen hospitalisierte Beschwerdeführerin müsse stationär behandelt werden, weil sie bei sofortiger Entlassung die Medikamente nicht mehr einnehmen, sich selbst in erheblicher Weise gefährden und eine unzumutbare Umgebungsbelastung darstellen würde,

dass das Bundesgericht seinem Beschwerdeentscheid den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zu Grunde zu legen hat ( Art. 105 Abs. 1 BGG ), es sei denn, die für den Verfahrensausgang entscheidenden Feststellungen sind offensichtlich unrichtig, d.h. unhaltbar und damit willkürlich nach Art. 9 BV ( BGE 133 III 393 E. 7.1 S. 398) oder beruhen auf einer anderweitigen Rechtsverletzung ( Art. 97 Abs. 1 BGG ),

dass die bundesgerichtliche Überprüfung eines verfassungswidrig festgestellten Sachverhalts voraussetzt, dass in der Beschwerdeschrift die Verfassungsverletzung gerügt ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen, 133 IV 286 E. 1.4 S. 287f.), d.h. neben der Erheblichkeit der gerügten Tatsachenfeststellungen dargelegt wird, inwiefern diese verfassungswidrig, namentlich unhaltbar sind, weil sie den Tatsachen klar widersprechen, auf einem offenkundigen Versehen beruhen oder sich sachlich nicht vertreten lassen ( BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252),

dass im vorliegenden Fall die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht keine Sachverhaltsrügen erhebt,

dass somit das Bundesgericht von den tatsächlichen Feststellungen der Psychiatrie-Rekurskommission über den Krankheitszustand der Beschwerdeführerin, ihre Behandlungsbedürftigkeit und die drohende Selbstgefährdung auszugehen hat, zumal auch kein Grund besteht, den Sachverhalt von Amtes wegen zu berichtigen oder zu ergänzen ( Art. 105 Abs. 2 BGG ),

dass auf Grund des von der Psychiatrie-Rekurskommission festgestellten Sachverhalts die gestützt auf Art. 397a Abs. 1 ZGB verfügte Zurückbehaltung der Beschwerdeführerin in den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel bundesrechtskonform ist,

dass nämlich gemäss dieser Bestimmung eine Person wegen Geisteskrankheit in eine geeignete Anstalt eingewiesen und darin zurückbehalten werden darf, wenn ihr die nötige persönliche Fürsorge nicht anders zuteil werden kann,

dass im vorliegenden Fall der zufolge des Krankheitszustandes der Beschwerdeführerin nötige Schutz vor Selbstgefährdung nur durch die angeordnete stationäre Behandlung gewährleistet werden kann, zumal beim Entscheid auch die Belastung zur berücksichtigen ist, welche die Beschwerdeführerin für ihre Umgebung bedeutet ( Art. 397a Abs. 2 ZGB ),

dass im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen im Entscheid der Psychiatrie-Rekurskommission verwiesen wird ( Art. 109 Abs. 3 BGG ),

dass sich somit die Beschwerde, soweit sie zulässig ist, als offensichtlich unbegründet erweist,

dass keine Gerichtskosten erhoben werden,

dass das bundesgerichtliche Urteil im Verfahren nach Art. 109 BGG ergeht,

erkennt das Bundesgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und der Psychiatrie-Rekurskommission schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 29. April 2009

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann