Appeal Against Involuntary Placement Rejected for Lack of Legal Substantiation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual who was placed under forced social care (fürsorgerische Unterbringung) by a medical order on January 17, 2022, and subsequently by a decision from the Child and Adult Protection Authority (KESB) of Northern Graubünden on February 24, 2022. The individual appealed against this decision, but the Cantonal Court of Graubünden dismissed the appeal on March 18, 2022. On April 1, 2022, the individual submitted a document to KESB titled "Entlassungsgesuch" expressing a desire to appeal against the compulsory care decision to the Swiss Federal Tribunal. KESB forwarded the document to the Federal Court, interpreting it as a challenge to the Cantonal Court's decision. However, the submission lacked the necessary reasoning to contest the decision, as required by federal procedure, resulting in procedural issues for the case.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 450e Abs. 1 ZGB, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Appeal Against Involuntary Placement Rejected for Lack of Legal Substantiation: The individual appealed against this decision, but the Cantonal Court of Graubünden dismissed the appeal on March 18, 2022. On April 1, 2022, the individual submitted a document to KESB titled "Entlassungsgesuch" expressing a desire to appeal against the compulsory care decision to the Swiss Federal Tribunal. KESB forwarded the document to the Federal Court, interpreting it as a challenge to the Cantonal Court's decision. However, the submission lacked the necessary reasoning to contest the decision, as required by federal procedure, resulting in procedural issues for the case.
Schlagwörter
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KI-generiertUsed to refuse to enter upon the appeal because it was insufficiently reasoned (simplified procedure).
Used to waive the imposition of court costs.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (1)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5A_246/2022
Urteil vom 6. April 2022
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Herrmann, Präsident,
Gerichtsschreiber Möckli.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde
Nord bünden,
Gäuggelistrasse 1, 7000 Chur.
Gegenstand
Fürsorgerische Unterbringung,
Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts von Graubünden, I. Zivilkammer, vom 18. März 2022 (ZK1 22 41).
Sachverhalt:
A.________ wurde am 17. Januar 2022 mit ärztlicher Verfügung und sodann am 24. Februar 2022 mit Entscheid der KESB Nordbünden fürsorgerisch untergebracht. Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht von Graubünden mit Entscheid vom 18. März 2022 ab (Versand am 30. März 2022).
Am 1. April 2022 ging bei der KESB Nordbünden ein mit "28.08.20221" datiertes und mit "Entlassungsgesuch" betiteltes Schreiben ein, in welchem A.________ festhielt, sie "möchte eine Beschwerde gegen die KESB-FU einreichen". Die KESB ging davon aus, dass es sich um eine Reaktion auf den Entscheid des Kantonsgerichtes handle und A.________ diesen anfechten möchte, weshalb sie die Eingabe dem Bundesgericht weiterleitete, wo sie am 4. April 2022 eintraf.
Erwägungen:
1. Die Eingabe enthält widersprüchliche Hinweise; aufgrund des zeitlichen Geschehens ist aber davon auszugehen, dass sich A.________ gegen den Entscheid des Kantonsgerichtes wenden möchte.
2. Anders als im kantonalen Verfahren, in welchem die Beschwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung nicht begründet werden muss (vgl. Art. 450e Abs. 1 ZGB ), gelten im bundesgerichtlichen Verfahren die Begründungsanforderungen nach Art. 42 Abs. 2 BGG . Das bedeutet, dass in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt ( Art. 42 Abs. 2 BGG ), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Erwägungen erfordert ( BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 142 III 364 E. 2.4 S. 368).
3. Indem die Eingabe eine blosse Beschwerdeerklärung enthält, bleibt sie unbegründet. Mithin ist auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten.
4. Angesichts der konkreten Umstände wird auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der KESB Nordbünden und dem Kantonsgericht von Graubünden, I. Zivilkammer, mitgeteilt.
Lausanne, 6. April 2022
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Herrmann
Der Gerichtsschreiber: Möckli