Swiss Federal Supreme Court Upholds Compulsory Psychiatric Detention
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual who contested a ruling by a cantonal administrative court that upheld her involuntary hospitalization in a psychiatric clinic due to her mental health condition. The administrative court determined that she lacked insight into her illness, refused necessary medication, and posed a danger to herself and others if released, especially as she had no stable accommodation outside the hospital. The individual's appeal to the Federal Tribunal addressed the legality of her continued involuntary treatment, but the court noted that the underlying facts as assessed by the lower court were not disputed, leading to the conclusion that the hospitalization was justified under the relevant legal provisions.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG, Art. 397a ZGB, Art. 105 Abs. 1 BGG, Art. 9 BV, Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG; Swiss Federal Supreme Court Upholds Compulsory Psychiatric Detention: The administrative court determined that she lacked insight into her illness, refused necessary medication, and posed a danger to herself and others if released, especially as she had no stable accommodation outside the hospital. The individual's appeal to the Federal Tribunal addressed the legality of her continued involuntary treatment, but the court noted that the underlying facts as assessed by the lower court were not disputed, leading to the conclusion that the hospitalization was justified under the relevant legal provisions.
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KI-generiertMentioned in the reasoning regarding the standard for challenging factual findings (arbitrariness).
Mentioned in the reasoning regarding the binding nature of the factual findings of the lower court.
Mentioned in the reasoning concerning the requirement to challenge constitutional violations in the appeal brief.
Not explicitly cited in the dispositive (only Art. 72 ff. BGG is mentioned in the preamble to the ruling section, which likely refers to admissibility criteria, but not explicitly in the operative orders 1-3).
The Federal Supreme Court decision was rendered in the procedure according to this provision.
The court referred to the relevant reasons in the judgment of the lower court pursuant to this provision.
No mention of legal aid in the operative orders.
No imposition of court costs in operative order 2, therefore no citation of cost allocation provision.
Mentioned in the description of the appeal lodged, but was used to establish inadmissibility for part of the requests in the reasoning, not in the operative part for the final decision on admissibility or merit.
Mentioned in the reasoning regarding the possibility of overturning factual findings based on a breach of law.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
5A_125/2012
Urteil vom 8. Februar 2012
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Bundesrichter L. Meyer, Herrmann,
Gerichtsschreiber Füllemann.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
Departement des Innern.
Gegenstand
Fürsorgerische Freiheitsentziehung,
Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil
des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn
vom 31. Januar 2012.
Nach Einsicht:
in die (gestützt auf Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG erhobene) Beschwerde gegen das Urteil vom 31. Januar 2012 des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn, das eine Beschwerde der Beschwerdeführerin gegen ihre am 18. Januar 2012 in Anwendung von Art. 397a ZGB angeordnete, bis zum 15. Februar 2012 befristete Zurückbehaltung in der Psychiatrischen Klinik Solothurn abgewiesen hat,
in Erwägung:
dass das Verwaltungsgericht - auf Grund ärztlicher Berichte und nach Anhörung der Beschwerdeführerin - erwog, die seit Jahren leidende Beschwerdeführerin habe keine Krankheitseinsicht, verweigere deshalb die dringend notwendigen Medikamente und müsse daher weiterhin stationär in der dafür geeigneten Psychiatrischen Klinik behandelt werden, weil sie bei sofortiger Entlassung sowohl sich selbst wie auch andere gefährden würde, zumal sie ausserhalb der Klinik über keine Wohnung verfüge,
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG zum Vornherein unzulässig ist, soweit die Beschwerdeführerin die Aufhebung der Vormundschaft beantragt, weil dieses Begehren nicht Gegenstand des kantonalen Verfahrens bildete und auch nicht Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens sein kann,
dass sodann das Bundesgericht seinem Beschwerdeentscheid den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zu Grunde zu legen hat ( Art. 105 Abs. 1 BGG ), es sei denn, die für den Verfahrensausgang entscheidenden Feststellungen sind offensichtlich unrichtig, d.h. unhaltbar und damit willkürlich nach Art. 9 BV ( BGE 133 III 393 E. 7.1 S. 398) oder beruhen auf einer anderweitigen Rechtsverletzung ( Art. 97 Abs. 1 BGG ),
dass die bundesgerichtliche Überprüfung eines verfassungswidrig festgestellten Sachverhalts voraussetzt, dass in der Beschwerdeschrift die Verfassungsverletzung gerügt ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen, 133 IV 286 E. 1.4 S. 287f.), d.h. neben der Erheblichkeit der gerügten Tatsachenfeststellungen dargelegt wird, inwiefern diese verfassungswidrig, namentlich unhaltbar sind, weil sie den Tatsachen klar widersprechen, auf einem offenkundigen Versehen beruhen oder sich sachlich nicht vertreten lassen ( BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252),
dass die Beschwerdeführerin in ihren Eingaben an das Bundesgericht keine Sachverhaltsrügen erhebt,
dass somit das Bundesgericht von den tatsächlichen Feststellungen des Verwaltungsgerichts über den Krankheitszustand der Beschwerdeführerin, ihre Behandlungsbedürftigkeit und die drohende Selbst- sowie Fremdgefährdung auszugehen hat,
dass auf Grund des vom Verwaltungsgericht festgestellten Sachverhalts die gestützt auf Art. 397a Abs. 1 ZGB verfügte Zurückbehaltung der Beschwerdeführerin in der Psychiatrischen Klinik Solothurn bundesrechtskonform ist,
dass nämlich gemäss dieser Bestimmung eine Person wegen Geisteskrankheit in eine geeignete Anstalt eingewiesen und darin zurückbehalten werden darf, wenn ihr die nötige persönliche Fürsorge nicht anders zuteil werden kann,
dass im vorliegenden Fall der zufolge des Krankheitszustandes der Beschwerdeführerin nötige Schutz vor Selbst- und Fremdgefährdung nur durch die angeordnete stationäre Behandlung gewährleistet werden kann,
dass im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen im Urteil des Verwaltungsgerichts verwiesen wird ( Art. 109 Abs. 3 BGG ),
dass sich somit die Beschwerde, soweit sie zulässig ist, als offensichtlich unbegründet erweist,
dass keine Gerichtskosten erhoben werden,
dass das bundesgerichtliche Urteil im Verfahren nach Art. 109 BGG ergeht,
erkennt das Bundesgericht:
1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Departement des Innern des Kantons Solothurn und dem Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 8. Februar 2012
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Hohl
Der Gerichtsschreiber: Füllemann