Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_110/2020 KI-generiert

Mother Challenges Grant of Joint Parental Custody Following Relocation Plans

Geschäftsnummer 5A_110/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A parental dispute over custody arrangements for two children led to a legal battle that reached the Swiss Federal Tribunal. The parents, who initially contested the custody decision in 2016, were involved in multiple legal proceedings regarding custody, visitation rights, and guardianship from 2018 onwards. Specifically, the father had applied for joint parental responsibility, which was granted in 2019 by the KESB Münchwilen on the grounds that parental relationships had improved and a father-child contact was established. The mother intended to relocate with the children to a different canton, which prompted a new decision on visitation rights. Despite her objections, the Thurgau High Court upheld the joint parental responsibility decision in December 2019. Dissatisfied, the mother filed an appeal with the Federal Tribunal in February 2020, arguing that the relations had not improved. However, her appeal lacked adequate legal grounds, leading the Tribunal to dismiss it.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 105 Abs. 1 BGG, Art. 97 Abs. 1 i.V.m, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Mother Challenges Grant of Joint Parental Custody Following Relocation Plans: The parents, who initially contested the custody decision in 2016, were involved in multiple legal proceedings regarding custody, visitation rights, and guardianship from 2018 onwards. Specifically, the father had applied for joint parental responsibility, which was granted in 2019 by the KESB Münchwilen on the grounds that parental relationships had improved and a father-child contact was established. The mother intended to relocate with the children to a different canton, which prompted a new decision on visitation rights. Despite her objections, the Thurgau High Court upheld the joint parental responsibility decision in December 2019. Dissatisfied, the mother filed an appeal with the Federal Tribunal in February 2020, arguing that the relations had not improved. However, her appeal lacked adequate legal grounds, leading the Tribunal to dismiss it.

Schlagwörter

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Regelung der elterlichen Sorge gemeinsame elterliche Sorge minderjähriges Kind Wechsel des Kindesaufenthaltsorts Kindeswohlgefährdung volljährige Kinder Obhutsentzug

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The Tribunal decided not to enter upon the appeal because it was obviously insufficiently substantiated, applying the simplified procedure based on this article.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The Tribunal waived the imposition of court costs, citing this article in the dispositive.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5A_110/2020

Urteil vom 11. Februar 2020

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Herrmann, Präsident,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

B.________,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Regelung der elterlichen Sorge,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 5. Dezember 2019 (KES.2019.65).

Sachverhalt:

A.________ und B.________ sind die Eltern von C.________ (geb. 2011) und D.________ (geb. 2009). Mit Entscheid vom 9. Juni 2016 wies die KESB der Bezirke Winterthur und Andelfingen den Antrag des Vaters auf Erteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge ab. Im Jahr 2018 ergingen verschiedene Entscheide betreffend Obhut, Besuchsrecht und Besuchsrechtsbeistandschaft. Im Jahr 2019 erfolgten Gefährdungsmeldungen der Beiständin und des Vaters im Zusammenhang mit der Absicht der Mutter, mit den Kindern in den Tessin zu ziehen. Mit Entscheid vom 29. August 2019 beschloss die KESB Münchwilen schliesslich die Erteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge mit der Begründung, nach dem neuen Recht gelte dies als Regel und das Verhältnis zwischen den Eltern habe sich seit dem Jahr 2016 gebessert, namentlich bestehe auch ein Vater-Kind-Kontakt und ein grosses Bemühen des Vaters; ferner regelte es das Besuchsrecht zufolge des Wegzuges neu. Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 5. Dezember 2019 ab (expediert am 9. Januar 2020). Hiergegen erhob die Mutter am 8. Februar 2020 beim Bundesgericht eine Beschwerde.

Erwägungen:

1. Die Beschwerde hat ein Rechtsbegehren und in rechtlicher Hinsicht eine Begründung zu enthalten ( Art. 42 Abs. 1 BGG ), in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt ( Art. 42 Abs. 2 BGG ), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Begründung erfordert ( BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 142 III 364 E. 2.4 S. 368). Zu beachten ist weiter, dass der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich ist ( Art. 105 Abs. 1 BGG ). Diesbezüglich kann nur eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung gerügt werden, für welche das strenge Rügeprinzip gilt (Art. 97 Abs. 1 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG ). Das heisst, dass klare Willkürrügen zu erheben sind und appellatorische Ausführungen nicht genügen ( BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266).

2. Die Beschwerde enthält kein Rechtsbegehren. In Bezug auf den Sachverhalt wird einfach die eigene Sicht der Dinge geschildert und namentlich behauptet, entgegen den Ausführungen der KESB bzw. des Obergerichtes habe sich das Verhältnis nicht gebessert und sei der Kontakt schlecht; all diese Ausführungen werden aber in appellatorischer Form vorgetragen und können somit nicht gehört werden. Als rechtlich kann das Vorbringen angesehen werden, der Vater bezahle keinen Unterhalt; indes ist diese Frage für die Erteilung der gemeinsamen Sorge oder der Belassung der Alleinsorge nicht relevant.

3. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet ( Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ).

4. Angesichts der konkreten Umstände wird auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. Februar 2020

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Herrmann

Der Gerichtsschreiber: Möckli