Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_1019/2021 KI-generiert

Appeal Dismissed Due to Mootness and Lack of Legal Merit in Compulsory Treatment Case

Geschäftsnummer 5A_1019/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A woman suffering from paranoid schizophrenia was repeatedly subjected to compulsory hospitalization and forced medication in a psychiatric clinic, along with restrictions on her freedom of movement through isolation. Following several decisions including an emergency medical admission on October 11, 2021, and subsequent orders for treatment without her consent and isolation, she filed complaints against these decisions. The Administrative Court of the Canton of Aargau rejected her appeals on October 25, 2021. After being discharged from the clinic on December 3, 2021, she brought her case to the Swiss Federal Tribunal on December 8, 2021, contesting the previous rulings.

Legislator-Regeste

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Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG; Appeal Dismissed Due to Mootness and Lack of Legal Merit in Compulsory Treatment Case: Following several decisions including an emergency medical admission on October 11, 2021, and subsequent orders for treatment without her consent and isolation, she filed complaints against these decisions. The Administrative Court of the Canton of Aargau rejected her appeals on October 25, 2021. After being discharged from the clinic on December 3, 2021, she brought her case to the Swiss Federal Tribunal on December 8, 2021, contesting the previous rulings.

Schlagwörter

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Zwangsmedikation paranoide Schizophrenie Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids begründeter Entscheid materielle Beurteilung psychiatrische Unterbringung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG

The Federal Tribunal decided not to enter into the merits of the appeal based on this simplified procedure provision.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The Tribunal waived the collection of court fees based on this provision.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5A_1019/2021

Urteil vom 15. Dezember 2021

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Herrmann, Präsident,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

1. B.________,

2. C.________ AG.

Gegenstand

Fürsorgerische Unterbringung, Zwangsmedikation, Einschränkung der Bewegungsfreiheit,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 1. Kammer, vom 25. Oktober 2021 (WBE.2021.383, WBE.2021.384, WBE.2021.385, WBE.2021.386, WBE.2021.392).

Sachverhalt:

A.________ leidet an einer paranoiden Schizophrenie und muss regelmässig psychiatrisch hospitalisiert werden.

Am 11. Oktober 2021 wurde sie mit ärztlicher Einweisung fürsorgerisch untergebracht. Noch gleichentags wurden eine Behandlung ohne Zustimmung im Notfall (Zwangsmedikation) sowie eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit (Isolation in der Klinik) angeordnet. Sodann wurden am 12. Oktober 2021 erneut eine Behandlung ohne Zustimmung (Zwangsmedikation) und am 18. Oktober 2021 eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit (Isolation in der Klinik) angeordnet.

Gegen alle fünf Entscheide erhob A.________ Beschwerde. Mit Urteil vom 25. Oktober 2021 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau alle Beschwerden ab.

Am 3. Dezember 2021 wurde A.________ aus der Klinik entlassen.

Am 8. Dezember 2021 erhob sie gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts beim Bundesgericht eine Beschwerde.

Erwägungen:

1. Nach Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG ist zur Beschwerde in Zivilsachen nur berechtigt, wer ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides hat. Es ist erforderlich, dass das aktuelle und praktische Interesse an der Gutheissung der Beschwerde auch im Zeitpunkt des bundesgerichtlichen Urteils noch vorhanden ist ( BGE 143 III 578 E. 3.2.2.2). Vorliegend ist ein solches Interesse nicht ersichtlich, nachdem die Beschwerdeführerin bereits vor Einreichung ihrer Beschwerde aus der Klinik entlassen worden ist.

2. Im Übrigen könnte auf die Beschwerde auch mangels hinreichender Begründung nicht eingetreten werden. Die inhaltlich nur der Spur nach verständlichen Zeilen, mit welchen sinngemäss ein Schwächezustand bestritten werden dürfte, nehmen keinen Bezug auf die ausführlichen Erwägungen des 30-seitigen angefochtenen Entscheides und erfüllen die Begründungsvoraussetzungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht.

3. Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht einzutreten.

4. Angesichts der konkreten Umstände wird auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. Dezember 2021

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Herrmann

Der Gerichtsschreiber: Möckli