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4F_3/2022 KI-generiert

Insurance contract dispute: revision of federal court decision sought on grounds of insufficiently reasoned appeal—revision request dismissed for failure to substantiate statutory revision grounds under Articles 121–123 BGG.

Geschäftsnummer 4F_3/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court declined to enter into the merits of the applicant's revision request and thereby dismissed it, leaving the prior decision of 5 January 2022 (case 4D_65/2021) in force, in which the Court had refused to consider the applicant's appeal against a cantonal appellate ruling due to insufficient reasoning. The applicant sought revision of that non-entry decision in the context of an insurance contract dispute, challenging both the federal judgment and the conduct of the lower regional court. The Court held that revision under Articles 121–123 BGG is available only on exhaustively enumerated grounds and that the applicant, despite citing these provisions, failed to substantively demonstrate any specific revision ground; mere criticism of the earlier decision does not suffice. The request was therefore dismissed as inadequately reasoned, with the Court also denying the applicant’s implicit request for legal aid because the revision was deemed hopeless, and imposing court costs of CHF 500 on the applicant.

Legislator-Regeste

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 42 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 Satz, Art. 127 BGG, Art. 64 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Insurance contract dispute: revision of federal court decision sought on grounds of insufficiently reasoned appeal—revision request dismissed for failure to substantiate statutory revision grounds under Articles 121–123 BGG: The applicant sought revision of that non-entry decision in the context of an insurance contract dispute, challenging both the federal judgment and the conduct of the lower regional court. The Court held that revision under Articles 121–123 BGG is available only on exhaustively enumerated grounds and that the applicant, despite citing these provisions, failed to substantively demonstrate any specific revision ground; mere criticism of the earlier decision does not suffice. The request was therefore dismissed as inadequately reasoned, with the Court also denying the applicant’s implicit request for legal aid because the revision was deemed hopeless, and imposing court costs of CHF 500 on the applicant.

Schlagwörter

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Revision eines Entscheids Verfahrenskosten unentgeltliche Rechtspflege Prozessrecht Einrede der Verfassungswidrigkeit Beschwerdelegitimation

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 64 al. 1 BGG

Denial of legal aid because the revision request was hopeless.

Art. 66 al. 1 BGG

Imposition of court costs on the applicant.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

4F_3/2022

Urteil vom 11. Februar 2022

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,

Bundesrichterinnen Kiss, May Canellas,

Gerichtsschreiber Leemann.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Gesuchsteller,

gegen

Regionalgericht Bern-Mittelland,

Gesuchsgegner,

Obergericht des Kantons Bern, 1. Zivilkammer,

B.________ AG,

vertreten durch Fürsprecher Franz Müller,

Verfahrensbeteiligte.

Gegenstand

Versicherungsvertrag, Rechtsverzögerungsbeschwerde,

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 5. Januar 2022 (4D_65/2021).

Erwägungen:

1. Mit Urteil 4D_65/2021 vom 5. Januar 2022 trat das Bundesgericht auf eine von A.________ (Gesuchsteller) gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern vom 17. November 2021 erhobene Beschwerde mangels hinreichender Begründung im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht ein.

Mit Eingabe vom 4. Februar 2022 beantragt der Gesuchsteller dem Bundesgericht die Revision des Urteils 4D_65/2021 vom 5. Januar 2022.

Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.

2. Die Revision eines Entscheids des Bundesgerichts kann nur aufgrund der in den Art. 121-123 BGG abschliessend aufgezählten Gründe verlangt werden.

Rechtsschriften müssen die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten ( Art. 42 Abs. 1 BGG ), ansonsten darauf nicht eingetreten werden kann (vgl. BGE 147 III 238 E. 1.2.1). In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt ( Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG ).

In einem Revisionsgesuch ist dementsprechend unter Angabe der Beweismittel der Revisionsgrund im Einzelnen darzulegen. Dabei genügt es nicht, das Vorliegen eines solchen einfach zu behaupten; vielmehr muss dargetan werden, weshalb dieser gegeben und inwiefern gestützt darauf das Urteilsdispositiv abzuändern ist (siehe etwa Urteil 4F_14/2021 vom 2. Dezember 2021 E. 3 mit Hinweisen).

3. Der Gesuchsteller erwähnt zwar Art. 121, 122 und 123 BGG , macht jedoch keine Revisionsgründe im Sinne dieser Bestimmungen geltend, geschweige denn legt er einen solchen im Einzelnen dar. Vielmehr kritisiert er frei das bundesgerichtliche Urteil 4D_65/2021 vom 5. Januar 2022 sowie die Verfahrensleitung des Regionalgerichts. Das Revisionsgesuch ist somit nicht rechtsgenügend begründet, weshalb darauf - ohne Durchführung eines Schriftenwechsels ( Art. 127 BGG ) - nicht einzutreten ist.

4. Es ist unklar, ob der Gesuchsteller auch für das Revisionsverfahren (sinngemäss) um unentgeltliche Rechtspflege ersucht. Jedenfalls könnte einem solchen Antrag nicht entsprochen werden, weil das Revisionsgesuch aussichtslos war ( Art. 64 Abs. 1 BGG ). Die Gerichtskosten sind gemäss Art. 66 Abs. 1 BGG dem Gesuchsteller aufzuerlegen. Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen ( Art. 68 Abs. 2 und 3 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, und der Verfahrensbeteiligten schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. Februar 2022

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Leemann