Remission of Court Costs Refused Due to Insufficient Argumentation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a party who requested the waiver of court costs amounting to CHF 1,400 in connection with four legal proceedings. The court of appeal did not consider this request, as the individual failed to provide justification within the specified timeframe. Subsequently, the party submitted a complaint against this decision to the Federal Court but was informed that the minimum dispute value requirement was not met, thus preventing a civil appeal. The Federal Court treated the submission as a constitutional complaint, requiring the appellant to specify any constitutional rights violations, a requirement that was not fulfilled. Consequently, the Federal Court chose not to proceed with the complaint and dismissed the request for legal aid due to the unlikelihood of success, imposing court costs on the complainant.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 116 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 i.V.m, Art. 117 BGG, Art. 118 Abs. 2 BGG; Remission of Court Costs Refused Due to Insufficient Argumentation: The court of appeal did not consider this request, as the individual failed to provide justification within the specified timeframe. Subsequently, the party submitted a complaint against this decision to the Federal Court but was informed that the minimum dispute value requirement was not met, thus preventing a civil appeal. The Federal Court treated the submission as a constitutional complaint, requiring the appellant to specify any constitutional rights violations, a requirement that was not fulfilled. Consequently, the Federal Court chose not to proceed with the complaint and dismissed the request for legal aid due to the unlikelihood of success, imposing court costs on the complainant.
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KI-generiertUsed to declare that the appeal cannot be entertained due to obvious failure to meet the grounds for appeal requirements.
Used to reject the application for legal aid because the appeal was hopeless.
Used to impose court costs on the appellant due to the outcome of the proceedings.
Used to deny compensation for the respondent.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
4D_87/2012
Urteil vom 25. Oktober 2012
I. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Leemann.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Obergericht des Kantons Bern,
Zivilabteilung, 2. Zivilkammer,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Erlass der Gerichtskosten,
Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Zivilabteilung, 2. Zivilkammer, vom 31. August 2012.
In Erwägung,
dass A.________ (Beschwerdeführer) das Obergericht des Kantons Bern mit Gesuch vom 7. August 2012 sinngemäss um Erlass der ihm in vier Verfahren auferlegten Gerichtskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 1'400.-- ersuchte;
dass das Obergericht des Kantons Bern auf das Erlassgesuch des Beschwerdeführers mit Entscheid vom 31. August 2012 nicht eintrat, nachdem er sein Gesuch auch innert der ihm gesetzten Nachfrist in keiner Weise begründet hatte;
dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht mit Eingabe vom 23. September 2012 erklärte, den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern vom 31. August 2012 mit Beschwerde anfechten zu wollen;
dass die Beschwerde in Zivilsachen nach Art. 72 ff. BGG im vorliegenden Fall nicht erhoben werden kann, weil der erforderliche Mindeststreitwert von Fr. 30'000.-- nicht gegeben ist ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG );
dass die Eingabe des Beschwerdeführers unter diesen Umständen als subsidiäre Verfassungsbeschwerde im Sinne der Art. 113 ff. BGG zu behandeln ist;
dass mit der subsidiären Verfassungsbeschwerde nur die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden kann ( Art. 116 BGG );
dass in den Rechtsmitteln an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des kantonalen Entscheids dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind ( Art. 42 Abs. 2 BGG ), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Grundrechte oder kantonaler verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 i.V.m. Art. 117 BGG );
dass sich der Beschwerdeführer nicht mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt und aufzeigt, inwiefern die Vorinstanz mit ihrem Nichteintretensentscheid seine verfassungsmässigen Rechte verletzt hätte, sondern dem Bundesgericht einen Sachverhalt unterbreitet, der über den vorinstanzlich verbindlich festgestellten hinausgeht, ohne rechtsgenügend zu begründen, inwiefern dies nach Art. 118 Abs. 2 BGG zulässig sein soll;
dass die Eingabe des Beschwerdeführers vom 23. September 2012 die erwähnten Begründungsanforderungen daher offensichtlich nicht erfüllt, weshalb auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann;
dass das sinngemässe Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege bereits wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist ( Art. 64 BGG );
dass der Beschwerdeführer bei diesem Verfahrensausgang kostenpflichtig wird ( Art. 66 Abs. 1 BGG );
dass dem Beschwerdegegner keine Parteientschädigung zuzusprechen ist ( Art. 68 Abs. 3 BGG );
erkennt die Präsidentin:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.
3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
4. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Obergericht des Kantons Bern, Zivilabteilung, 2. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 25. Oktober 2012
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Klett
Der Gerichtsschreiber: Leemann