Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4D_77/2020 KI-generiert

Appeal Against Refusal to Hear Tenancy Claim Dismissed for Failure to Meet Constitutional Complaint Requirements

Geschäftsnummer 4D_77/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a dispute over a lease or tenancy agreement where the complainant filed a lawsuit against the defendant at the Regional Court of Bern-Mittelland on January 7, 2020. The Regional Court dismissed the complaint on November 17, 2020, without a written justification. The complainant appealed to the Canton of Bern Higher Court, which declared the appeal inadmissible on December 1, 2020, due to the obvious inadmissibility of the appeal. Subsequently, the complainant sought to challenge this decision at the Swiss Federal Tribunal. The appeal was grounded on civil law matters, but given that the contested amount was less than 15,000 CHF, the appeal could only proceed if it presented a question of fundamental legal importance, which was not substantiated by the complainant. As a result, the complainant's input was treated as a constitutional complaint. However, the complainant failed to demonstrate that any constitutional rights had been violated by the lower court's decision, and as such, the tribunal concluded that the requirements for a valid complaint were not met.

Legislator-Regeste

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Art. 74 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 42 Abs. 2 Satz, Art. 116 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 i.V.m; Appeal Against Refusal to Hear Tenancy Claim Dismissed for Failure to Meet Constitutional Complaint Requirements: The Regional Court dismissed the complaint on November 17, 2020, without a written justification. The complainant appealed to the Canton of Bern Higher Court, which declared the appeal inadmissible on December 1, 2020, due to the obvious inadmissibility of the appeal. Subsequently, the complainant sought to challenge this decision at the Swiss Federal Tribunal. The appeal was grounded on civil law matters, but given that the contested amount was less than 15,000 CHF, the appeal could only proceed if it presented a question of fundamental legal importance, which was not substantiated by the complainant. As a result, the complainant's input was treated as a constitutional complaint. However, the complainant failed to demonstrate that any constitutional rights had been violated by the lower court's decision, and as such, the tribunal concluded that the requirements for a valid complaint were not met.

Schlagwörter

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Miet-/Pachtvertrag Parteianhörung verfassungsmässige Anforderung Rüge verfassungsmässiger Rechte Verletzung von Parteirechten Grundrechte Beschwerdelegitimation

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The appeal could not be entertained due to the appellant's failure to meet the required grounds for appeal.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The appellant was ordered to pay the court costs because the appeal was dismissed.

Art. 68 Abs. 2 BGG

No party compensation was awarded to the respondent as no expenses were incurred in the federal court proceedings.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

4D_77/2020

Urteil vom 25. Januar 2021

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Leemann.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

B.________,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Miet-/Pachtvertrag,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, vom 1. Dezember 2020 (ZK 20 544).

In Erwägung,

dass der Beschwerdeführer am 7. Januar 2020 beim Regionalgericht Bern-Mittelland eine das Miet-/Pachtrecht betreffende Klage gegen den Beschwerdegegner einreichte;

dass das Regionalgericht mit Dispositiventscheid (ohne schriftliche Begründung) vom 17. November 2020 die Klage des Beschwerdeführers abwies;

dass das Obergericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 1. Dezember 2020 auf eine vom Beschwerdeführer gegen den regionalgerichtlichen Dispositiventscheid vom 17. November 2020 erhobene Berufung infolge offensichtlicher Unzulässigkeit des Rechtsmittels nicht eintrat;

dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht mit Eingabe vom 7. Dezember 2020 erklärte, den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2020 mit Beschwerde anfechten zu wollen;

dass die Beschwerde in Zivilsachen gemäss Art. 72 ff. BGG angesichts des massgebenden Streitwerts von weniger als Fr. 15'000.-- nicht erhoben werden kann ( Art. 74 Abs. 1 lit. a BGG );

dass deshalb die Beschwerde in Zivilsachen vorliegend nur zulässig ist, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt ( Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG ), was die beschwerdeführende Partei aufzuzeigen hat ( Art. 42 Abs. 2 Satz 2 BGG ; BGE 136 II 489 E. 2.6; 133 III 439 E. 2.2.2.1, 645 E. 2.4);

dass der Beschwerdeführer nicht darlegt und auch nicht ersichtlich ist, inwiefern sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellen könnte;

dass die Eingabe des Beschwerdeführers unter diesen Umständen als subsidiäre Verfassungsbeschwerde im Sinne der Art. 113 ff. BGG zu behandeln ist;

dass mit einer solchen Beschwerde ausschliesslich die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden kann ( Art. 116 BGG );

dass in den Rechtsmitteln an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des kantonalen Entscheids dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind ( Art. 42 Abs. 2 BGG ), wobei eine allfällige Verletzung verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 i.V.m. Art. 117 BGG );

dass das Bundesgericht seinem Entscheid den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat ( Art. 118 Abs. 1 BGG ), wobei dazu sowohl die Feststellungen über den Lebenssachverhalt, der dem Streitgegenstand zugrunde liegt, als auch jene über den Ablauf des vor- und erstinstanzlichen Verfahrens, also die Feststellungen über den Prozesssachverhalt gehören ( BGE 140 III 16 E. 1.3.1), und dass das Bundesgericht die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder ergänzen kann, wenn sie auf einer Verfassungsverletzung im Sinne von Art. 116 BGG beruht, beispielsweise weil sie willkürlich ist, was die beschwerdeführende Partei präzise geltend zu machen hat;

dass neue tatsächliche Vorbringen und Beweismittel grundsätzlich ausgeschlossen und neue Begehren unzulässig sind (Art. 99 i.V.m. Art. 117 BGG );

dass sich der Beschwerdeführer nicht hinreichend mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids des Obergerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2020 auseinandersetzt und aufzeigt, inwiefern die Vorinstanz mit ihrem Nichteintretensentscheid verfassungsmässige Rechte verletzt hätte, sondern dem Bundesgericht einen Sachverhalt unterbreitet, der von dem vorinstanzlich verbindlich festgestellten abweicht, ohne rechtsgenügend zu begründen, inwiefern dies nach Art. 118 Abs. 2 BGG zulässig sein soll;

dass die Eingabe des Beschwerdeführers vom 7. Dezember 2020 die erwähnten Begründungsanforderungen daher offensichtlich nicht erfüllt, weshalb auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann;

dass der Beschwerdeführer bei diesem Verfahrensausgang kostenpflichtig wird ( Art. 66 Abs. 1 BGG );

dass dem Beschwerdegegner keine Parteientschädigung zuzusprechen ist, da ihm aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand erwachsen ist ( Art. 68 Abs. 2 BGG );

erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 25. Januar 2021

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Leemann