Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4D_74/2010 KI-generiert

Eviction for lease termination; federal appeal inadmissible for insufficient constitutional pleading on denial of legal aid and right to be heard.

Geschäftsnummer 4D_74/2010
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Swiss Federal Supreme Court declined to entertain the complainant's appeal and dismissed the case, thereby leaving the lower court's eviction order in force. The dispute concerned the complainant's challenge to the termination of a lease and an eviction order for a two-room apartment, which had been upheld by the cantonal High Court. The Supreme Court held that the complainant's submissions failed to meet the statutory pleading requirements, as she did not adequately specify how the cantonal court violated her constitutional rights, including the right to be heard, the right to free legal aid, and the prohibition of arbitrariness; under Articles 42(2) and 106(2) of the Federal Supreme Court Act, such constitutional claims must be explicitly raised and reasoned, and the court does not review them ex officio. Consequently, the court did not enter into the merits of the appeal and ordered no court costs to be levied.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 95 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG; Eviction for lease termination; federal appeal inadmissible for insufficient constitutional pleading on denial of legal aid and right to be heard: The dispute concerned the complainant's challenge to the termination of a lease and an eviction order for a two-room apartment, which had been upheld by the cantonal High Court. The Supreme Court held that the complainant's submissions failed to meet the statutory pleading requirements, as she did not adequately specify how the cantonal court violated her constitutional rights, including the right to be heard, the right to free legal aid, and the prohibition of arbitrariness; under Articles 42(2) and 106(2) of the Federal Supreme Court Act, such constitutional claims must be explicitly raised and reasoned, and the court does not review them ex officio. Consequently, the court did not enter into the merits of the appeal and ordered no court costs to be levied.

Schlagwörter

KI-generiert
Ausweisung / Anfechtung Kündigung Ausweisung des Mieters Mitmieter Anspruch auf rechtliches Gehör ungenügend begründete Rüge unentgeltliche Rechtspflege begründeter Entscheid

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Procedural provision applied in the dispositive to declare the appeal inadmissible for lack of sufficient reasoning.

Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG

Cost provision applied in the dispositive to waive court costs under the circumstances.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

4D_74/2010

Urteil vom 26. Juli 2010

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Klett, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte

X.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Vorsorgekasse Y.________,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Ausweisung / Anfechtung Kündigung,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Zivilkammer, vom 18. Mai 2010.

In Erwägung,

dass der Amtsgerichtspräsident von Olten-Gösgen mit Urteil vom 13. April 2010 das Gesuch der Beschwerdeführerin um Anfechtung der Kündigung abwies und dieser befahl, die 2-Zimmerwohnung, 3. OG Mitte, an der Z.________strasse, bis spätestens 30. April 2010, mittags 12.00 Uhr, zu räumen und zu verlassen;

dass die Beschwerdeführerin dieses Urteil beim Obergericht des Kantons Solothurn anfocht, das mit Urteil vom 18. Mai 2010 ihren Rekurs abwies;

dass die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht eine vom 8. Juni 2010 datierte Eingabe einreichte, in der sie erklärte, das Urteil des Obergerichts mit Beschwerde anzufechten, und um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ersuchte;

dass die aufschiebende Wirkung mit Präsidialverfügung vom 11. Juni 2010 superprovisorisch erteilt wurde;

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 20. Juni 2010 - und damit innerhalb der dreissigtägigen Beschwerdefrist von Art. 100 Abs. 1 BGG - die Begründung ihrer Beschwerde ergänzte;

dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind ( Art. 42 Abs. 2 BGG ), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden ( Art. 106 Abs. 2 BGG );

dass die Anwendung und Auslegung des kantonalen Verfahrensrechts vom Bundesgericht einzig unter dem Blickwinkel eines Verstosses gegen Bundesrecht bzw. gegen Bundesverfassungsrecht überprüft werden kann ( Art. 95 BGG ; BGE 134 II 349 E. 3), was aber - wie bereits festgehalten - das Vorbringen entsprechender Rügen in der Beschwerdeschrift voraussetzt;

dass in den Eingaben der Beschwerdeführerin vom 8. und 20. Juni 2010 dem Obergericht des Kantons Solothurn zwar vorgeworfen wird, den Anspruch auf rechtliches Gehör und auf unentgeltliche Rechtspflege verletzt sowie gegen das Willkürverbot verstossen zu haben, dass die Beschwerdeführerin jedoch nicht ausreichend auf die Einzelheiten der Entscheidbegründung des Obergerichts eingeht, sodass nicht erkennbar ist, inwiefern dieses gegen die angerufenen Verfassungsbestimmungen verstossen haben soll;

dass damit auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist ( Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG );

dass das Gesuch um aufschiebende Wirkung mit dem Entscheid in der Sache gegenstandslos wird;

dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG);

erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 26. Juli 2010

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin