Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4D_71/2019 KI-generiert

Refusal to Hear Appeal for Lack of Proper Substantiation in Legal Aid Denial

Geschäftsnummer 4D_71/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an appellant who sought the approval of legal aid in a conciliation process for a claim amounting to CHF 4,500. The District Court of Zurich rejected the request for legal aid on June 20, 2019, and additionally imposed a fine on the appellant. Subsequently, the appellant filed a complaint with the Higher Court of the Canton of Zurich, which, on October 9, 2019, decided not to proceed with the appeal and charged the appellant CHF 300 in court fees. The appellant then attempted to challenge this decision before the Swiss Federal Tribunal on November 7, 2019, alleging constitutional rights violations by the cantonal court. However, the Tribunal highlighted procedural shortcomings in the appellant's submission, including the introduction of new requests which were not permissible, and failure to adequately address the supposed violations by the cantonal court. Consequently, the Tribunal decided not to review the case and did not impose court costs.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 i.V.m, Art. 117 BGG, Art. 118 Abs. 1 BGG, Art. 116 BGG, Art. 99 BGG; Refusal to Hear Appeal for Lack of Proper Substantiation in Legal Aid Denial: The District Court of Zurich rejected the request for legal aid on June 20, 2019, and additionally imposed a fine on the appellant. Subsequently, the appellant filed a complaint with the Higher Court of the Canton of Zurich, which, on October 9, 2019, decided not to proceed with the appeal and charged the appellant CHF 300 in court fees. The appellant then attempted to challenge this decision before the Swiss Federal Tribunal on November 7, 2019, alleging constitutional rights violations by the cantonal court. However, the Tribunal highlighted procedural shortcomings in the appellant's submission, including the introduction of new requests which were not permissible, and failure to adequately address the supposed violations by the cantonal court. Consequently, the Tribunal decided not to review the case and did not impose court costs.

Schlagwörter

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unentgeltliche Rechtspflege Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege Beweislosigkeit schwerer Härtefall Klagebewilligung Demonstrationsrecht Pflicht zum persönlichen Erscheinen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The appeal was not entered upon because the submission clearly did not meet the required argumentation standards.

Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG

The court decided exceptionally not to charge court costs under the given circumstances.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

4D_71/2019

Urteil vom 3. Dezember 2019

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Kiss, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Leemann.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, Beschwerdegegner,

Firma B.________,

Verfahrensbeteiligte,

Gegenstand

unentgeltliche Rechtspflege,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 9. Oktober 2019 (RU190054-O/U).

In Erwägung,

dass die Beschwerdeführerin in einem Schlichtungsverfahren des Friedensrichters Zürich 11/12 für eine Forderung von Fr. 4'500.-- die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege beantragte;

dass das Bezirksgericht Zürich mit Entscheid vom 20. Juni 2019 das Gesuch der Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege abwies und ihr eine Ordnungsbusse auferlegte;

dass das Obergericht des Kantons Zürich mit Beschluss vom 9. Oktober 2019 auf eine von der Beschwerdeführerin gegen den Entscheid des Bezirksgerichts Zürich vom 20. Juni 2019 erhobene Beschwerde nicht eintrat und ihr die Gerichtskosten von Fr. 300.-- auferlegte;

dass die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht mit Eingabe vom 7. November 2019 sinngemäss erklärte, den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 9. Oktober 2019 mit Beschwerde anfechten zu wollen;

dass in den Rechtsmitteln an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des kantonalen Entscheids dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind ( Art. 42 Abs. 2 BGG ), wobei eine allfällige Verletzung verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 i.V.m. Art. 117 BGG );

dass das Bundesgericht seinem Entscheid den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat ( Art. 118 Abs. 1 BGG ), wobei dazu sowohl die Feststellungen über den Lebenssachverhalt, der dem Streitgegenstand zugrunde liegt, als auch jene über den Ablauf des vor- und erstinstanzlichen Verfahrens, also die Feststellungen über den Prozesssachverhalt gehören ( BGE 140 III 16 E. 1.3.1), und dass das Bundesgericht die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder ergänzen kann, wenn sie auf einer Verfassungsverletzung im Sinne von Art. 116 BGG beruht, beispielsweise weil sie willkürlich ist, was die beschwerdeführende Partei präzise geltend zu machen hat;

dass neue tatsächliche Vorbringen und Beweismittel grundsätzlich ausgeschlossen und neue Begehren unzulässig sind ( Art. 99 BGG );

dass die Beschwerdeführerin verschiedene neue Rechtsbegehren, insbesondere Schadenersatzbegehren stellt, was im Beschwerdeverfahren unzulässig ist;

dass sich die Beschwerdeführerin nicht hinreichend mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids des Obergerichts des Kantons Zürich vom 9. Oktober 2019 auseinandersetzt und aufzeigt, inwiefern die Vorinstanz mit ihrem Entscheid verfassungsmässige Rechte verletzt hätte;

dass die Eingabe der Beschwerdeführerin die erwähnten Begründungsanforderungen daher offensichtlich nicht erfüllt, weshalb auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann;

dass unter den gegebenen Umständen ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG);

erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Verfahrensbeteiligten und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 3. Dezember 2019

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Kiss

Der Gerichtsschreiber: Leemann