Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4D_59/2022 KI-generiert

Landlord's Eviction Request Following Lease Termination

Geschäftsnummer 4D_59/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a landlord (respondent) who terminated the lease agreement of an eight-room house with a stable and barn that he had with a tenant (appellant) in November 2021, effective June 2022. The regional court ordered the tenant to vacate and return the property in clean condition with all keys by a specified date, threatening penalties for non-compliance. The tenant appealed this decision, but the Cantonal Court of Graubünden upheld the eviction and set a final deadline of November 2, 2022, for vacating the property. Subsequently, the tenant filed a complaint to the Swiss Federal Tribunal, which was assessed based on its jurisdictional and procedural rules. However, because the complaint did not meet certain legal requirements, especially concerning the jurisdictional threshold and specific constitutional arguments, it was not deemed admissible as a civil appeal. The Federal Tribunal considered the complaint under the guidelines for a subsidiary constitutional complaint but found it insufficiently grounded in constitutional issues, leading to a non-entry decision.

Legislator-Regeste

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Art. 292 StGB, Art. 74 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 74 Abs. 2 lit. b-e BGG, Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 117 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Landlord's Eviction Request Following Lease Termination: The regional court ordered the tenant to vacate and return the property in clean condition with all keys by a specified date, threatening penalties for non-compliance. The tenant appealed this decision, but the Cantonal Court of Graubünden upheld the eviction and set a final deadline of November 2, 2022, for vacating the property. Subsequently, the tenant filed a complaint to the Swiss Federal Tribunal, which was assessed based on its jurisdictional and procedural rules. However, because the complaint did not meet certain legal requirements, especially concerning the jurisdictional threshold and specific constitutional arguments, it was not deemed admissible as a civil appeal. The Federal Tribunal considered the complaint under the guidelines for a subsidiary constitutional complaint but found it insufficiently grounded in constitutional issues, leading to a non-entry decision.

Schlagwörter

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Mieterausweisung Ausweisung des Mieters Mitmieter fristlose Entlassung Zivilrechtsstreitigkeit Mietdauer Mietzinserhöhung des Vermieters

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The appeal was denied because it lacked proper justification.

Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG

Used to decide not to levy court costs.

Art. 68 Abs. 1 BGG

Used to decide not to award party compensation as no expense was incurred in the federal court proceedings.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

4D_59/2022

Urteil vom 15. November 2022

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Kiss, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Widmer.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

B.________,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Mieterausweisung,

Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts

von Graubünden, II. Zivilkammer, vom 4. Oktober 2022 (ZK2 22 37).

In Erwägung,

dass der Beschwerdegegner als Vermieter den mit dem Beschwerdeführer als Mieter geschlossenen Vertrag betreffend Miete des 8-Zimmer-Wohnhauses mit Stall und Scheune in U.________, V.________, zu einem monatlichen Mietzins von Fr. 300.-- exkl. Nebenkosten am 8. November 2021 per 30. Juni 2022 kündigte;

dass das Regionalgericht Engiadina den Beschwerdeführer auf Gesuch des Beschwerdegegners im Verfahren um Rechtsschutz in klaren Fällen mit Entscheid vom 29. August 2022 anwies, das genannte Mietobjekt per sofort, spätestens jedoch innert 20 Tagen, vollständig zu räumen und einwandfrei gereinigt mit allen Schlüsseln zurückzugeben, unter Androhung von Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 StGB und Anordnung der Ersatzvornahme mit polizeilicher Hilfe für den Fall der Nichtbefolgung;

dass das Kantonsgericht Graubünden eine vom Beschwerdeführer dagegen erhobene Berufung mit Urteil vom 4. Oktober 2022 abwies und dem Beschwerdeführer eine Räumungsfrist bis zum 2. November 2022 ansetzte;

dass der Beschwerdeführer dagegen mit Eingabe vom 11. November 2022 beim Bundesgericht Beschwerde erhob;

dass der Streitwert im vorliegenden Fall den Betrag von Fr. 15'000.-- als Voraussetzung für die Zulässigkeit der Beschwerde in Zivilsachen gemäss Art. 74 Abs. 1 lit. a BGG nicht erreicht und auch keiner der Ausnahmefälle nach Art. 74 Abs. 2 lit. b-e BGG für eine streitwertunabhängige Zulassung der Beschwerde in Zivilsachen vorliegt;

dass deshalb die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. BGG nur zulässig ist, wenn sich vorliegend eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt ( Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG ; vgl. dazu BGE 135 III 1 E. 1.3 S. 4), was indessen vom Beschwerdeführer nicht geltend gemacht wird;

dass demnach die Beschwerde in Zivilsachen nicht zulässig ist und die Eingabe des Beschwerdeführers als subsidiäre Verfassungsbeschwerde im Sinne der Art. 113 ff. BGG zu behandeln ist;

dass in einer Verfassungsbeschwerde dargelegt werden muss, welche verfassungsmässigen Rechte durch das kantonale Gericht verletzt worden sind, wobei solche Rügen unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert zu begründen sind (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 117 BGG );

dass die vorliegende Beschwerde den genannten Anforderungen an die Begründung offensichtlich nicht genügt, weil der Beschwerdeführer darin keine Verfassungsrügen gegen den angefochtenen Entscheid erhebt;

dass somit auf die Beschwerde mangels rechtsgenügender Begründung nicht einzutreten ist ( Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG );

dass ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG);

dass der Beschwerdegegner keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, da ihm aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand entstanden ist ( Art. 68 Abs. 1 BGG );

erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben und es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht von Graubünden, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. November 2022

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Kiss

Der Gerichtsschreiber: Widmer