Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4D_58/2022 KI-generiert

Tenant v. Landlord (Stay of Execution of Settlement Revision)

Geschäftsnummer 4D_58/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, a tenant and a landlord, both represented by legal counsel, reached an agreement on December 16, 2019, to terminate a rental contract for a five-room apartment by the end of April 2022. The Regional Court of Bern-Mittelland later ordered the tenant to vacate the apartment by June 8, 2022, a decision that was upheld by the Bern Cantonal Court on July 22, 2022. The tenant then sought a revision of the agreement from the Conciliation Authority Bern-Mittelland in June 2022, requesting a suspension of enforcement. The Conciliation Authority denied this request on July 14, 2022, and the Bern Cantonal Court declined to entertain the tenant's appeal on October 3, 2022. The tenant subsequently submitted an appeal to the Swiss Federal Tribunal, seeking to suspend the enforcement of the revision request. The Federal Tribunal dismissed the tenant's application for a suspension on November 7, 2022, and no responses were gathered for the case.

Legislator-Regeste

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Art. 98 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Tenant v. Landlord (Stay of Execution of Settlement Revision): The Regional Court of Bern-Mittelland later ordered the tenant to vacate the apartment by June 8, 2022, a decision that was upheld by the Bern Cantonal Court on July 22, 2022. The tenant then sought a revision of the agreement from the Conciliation Authority Bern-Mittelland in June 2022, requesting a suspension of enforcement. The Conciliation Authority denied this request on July 14, 2022, and the Bern Cantonal Court declined to entertain the tenant's appeal on October 3, 2022. The tenant subsequently submitted an appeal to the Swiss Federal Tribunal, seeking to suspend the enforcement of the revision request. The Federal Tribunal dismissed the tenant's application for a suspension on November 7, 2022, and no responses were gathered for the case.

Schlagwörter

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aufschiebende Wirkung Rechte des Mieters Aufhebungsvereinbarung Revisionsgründe Verfassungsänderung Prozesserledigung Sistierung des Verfahrens

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The Tribunal decided not to rule on the appeal (kein Eintreten) because the substantive requirements for review under Art. 98 BGG were not met, leading to dismissal under this procedural provision.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to impose the court costs on the appellant due to the outcome of the decision.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

4D_58/2022

Urteil vom 13. Dezember 2022

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Kiss, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Stähle.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

vertreten durch Rechtsanwalt Manuel Kunz, Beschwerdeführerin,

gegen

B.________,

vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Thomet, Beschwerdegegner.

Gegenstand

aufschiebende Wirkung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts

des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, vom 3. Oktober 2022 (ZK 22 319).

Erwägungen:

1.

1.1. A.________ (Mieterin, Beschwerdeführerin) und B.________ (Vermieter, Beschwerdegegner) schlossen - je anwaltlich vertreten - am 16. Dezember 2019 vor der Schlichtungsbehörde Bern-Mittelland eine Vereinbarung über die Beendigung eines Mietverhältnisses betreffend eine 5-Zimmer-Wohnung an der U.________strasse in V.________ per Ende April 2022.

Mit Entscheid vom 8. Juni 2022 wies das Regionalgericht Bern-Mittelland A.________ aus besagter Wohnung aus und setzte ihr eine Frist zur Räumung an. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 22. Juli 2022 ab.

1.2. Am 9. Juni 2022 ersuchte A.________ bei der Schlichtungsbehörde Bern-Mittelland um Revision der anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 16. Dezember 2019 getroffenen Vereinbarung. Ausserdem beantragte sie, dem Revisionsgesuch die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

Mit Verfügung vom 14. Juli 2022 wies die Schlichtungsbehörde das Gesuch um aufschiebende Wirkung ab. Auf die hiergegen eingegebene Beschwerde trat das Obergericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 3. Oktober 2022 nicht ein.

1.3. Am 3. November 2022 hat A.________ beim Bundesgericht Beschwerde gegen diesen Entscheid (über die aufschiebende Wirkung des Revisionsgesuchs) eingereicht und auch für das bundesgerichtliche Verfahren die Gewährung der aufschiebenden Wirkung beantragt.

Mit Präsidialverfügung vom 7. November 2022 wurde der (das bundesgerichtliche Verfahren betreffende) Antrag um aufschiebende Wirkung abgewiesen.

Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.

2. Angefochten ist ein Entscheid über die aufschiebende Wirkung eines Revisionsgesuchs. Dabei handelt es sich um einen Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG ( BGE 137 III 475 E. 2), was der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin - auch ohne ausdrücklichen Hinweis in der obergerichtlichen Rechtsmittelbelehrung - bewusst sein musste.

Gemäss Art. 98 BGG kann mit der Beschwerde gegen Entscheide über vorsorgliche Massnahmen nur die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden. Die Verletzung solcher Rechte prüft das Bundesgericht nur insofern, als eine entsprechende Rüge in der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet worden ist ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 140 III 571 E. 1.5 ; 138 I 171 E. 1.4 ; 136 I 65 E. 1.3.1). Das bedeutet, dass klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen ( BGE 139 I 229 E. 2.2; 135 III 232 E. 1.2 ; 134 I 83 E. 3.2; je mit weiteren Hinweisen). Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein ( BGE 142 III 364 E. 2.4; 140 III 264 E. 2.3).

Die Beschwerdeführerin erhebt keine, jedenfalls keine genügend begründeten Verfassungsrügen, weshalb auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist.

3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gemäss Art. 66 Abs. 1 BGG der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 13. Dezember 2022

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Kiss

Der Gerichtsschreiber: Stähle