Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4D_36/2017 KI-generiert

Tenant's Appeal Dismissed for Procedural Defects After Vacating Property

Geschäftsnummer 4D_36/2017
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, a tenant was ordered by a cantonal court to vacate a rented property by January 5, 2017, and return it in good condition to the landlord. The tenant appealed this decision, but the appellate court dismissed the appeal as moot after confirming that the tenant had vacated the property as directed. Consequently, the appellate court imposed the legal costs on the tenant and required them to compensate the landlord for legal expenses. The tenant subsequently filed a complaint with the federal court, but the court found that the complaint did not meet the necessary requirements, lacking a clear request or sufficient justification regarding the alleged violations of rights by the lower court’s decision. As a result, the federal court decided not to consider the complaint and waived any court fees while denying the landlord’s claim for compensation, noting that there was no incurred expense from the federal proceedings.

Legislator-Regeste

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Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 68 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG, Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG; Tenant's Appeal Dismissed for Procedural Defects After Vacating Property: The tenant appealed this decision, but the appellate court dismissed the appeal as moot after confirming that the tenant had vacated the property as directed. Consequently, the appellate court imposed the legal costs on the tenant and required them to compensate the landlord for legal expenses. The tenant subsequently filed a complaint with the federal court, but the court found that the complaint did not meet the necessary requirements, lacking a clear request or sufficient justification regarding the alleged violations of rights by the lower court’s decision. As a result, the federal court decided not to consider the complaint and waived any court fees while denying the landlord’s claim for compensation, noting that there was no incurred expense from the federal proceedings.

Schlagwörter

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Mieterausweisung Rechte des Mieters Verstrickungsbruch substantiierte Begründung Kündigung von Geschäftsräumen Verfahrensrechte materielle Mängel

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG

The appeal was not admitted due to lack of a substantive request and insufficient reasoning as required by these provisions.

Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG

Applied to waive the collection of court fees in this exceptional case.

Art. 68 Abs. 1 BGG

Applied to dismiss the claim for party compensation in the federal procedure because no expense was incurred by the respondent.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

4D_36/2017

Urteil vom 8. Juni 2017

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Kiss, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Th. Widmer.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

B.________,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Armin Bossart,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Mieterausweisung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts

Appenzell Ausserrhoden, Einzelrichter,

vom 13. Februar 2017.

In Erwägung,

dass die Einzelrichterin des Kantonsgerichts Appenzell Ausserrhoden den Beschwerdeführer mit Entscheid vom 21. Dezember 2016 verpflichtete, die von ihm gemietete Liegenschaft, C.________, U.________, bis zum 5. Januar 2017 zu räumen und sie in ordnungsgemässem Zustand an die Beschwerdegegnerin zu übergeben;

dass das Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden eine dagegen erhobene Berufung des Beschwerdeführers mit Entscheid vom 13. Februar 2017 als gegenstandslos abschrieb, nachdem die Beschwerdegegnerin dem Gericht mitgeteilt hatte, der Beschwerdeführer habe das Mietobjekt am 5. Januar 2017 verlassen, und nachdem dies unbestritten geblieben war, und dass das Gericht die Gerichtskosten nach dem mutmasslichen Verfahrensausgang dem Beschwerdeführer auferlegte und ihn zur Leistung einer Parteientschädigung an die Gegenpartei verpflichtete;

dass der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid mit Eingabe vom 2. Juni 2017 Beschwerde in Zivilsachen erhob;

dass in den Rechtsmitteln an das Bundesgericht ein Antrag in der Sache zu stellen ist, in dem angegeben wird, welche Punkte des Entscheids angefochten und welche Abänderungen beantragt werden, und dass unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und detailliert begründet werden ( Art. 106 Abs. 2 BGG );

dass die Eingabe vom 2. Juni 2017 diesen Anforderungen offensichtlich nicht genügt, indem der Beschwerdeführer darin weder einen Antrag in der Sache stellt noch rechtsgenügend unter hinreichender Auseinandersetzung mit der Begründung der Vorinstanz darlegt, welche Rechte die Vorinstanz mit dem angefochtenen Entscheid inwiefern verletzt haben soll;

dass somit auf die Beschwerde mangels Antrag und mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist ( Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG );

dass ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG);

dass die Beschwerdegegnerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, da ihr aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand entstanden ist ( Art. 68 Abs. 1 BGG );

erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben und es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht Appenzell Ausserrhoden, Einzelrichter, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. Juni 2017

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Kiss

Der Gerichtsschreiber: Widmer