Cantonal Cost Deposit Prepayment Requirement Upheld on Procedural Grounds
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn this case, the Federal Supreme Court of Switzerland was reviewing an appeal by an individual (the appellant) against a decision by the Civil Court of the Canton of Aargau. The case involved a demand for payment of an advance on costs amounting to 500 Swiss Francs, which the appellant had been required to pay as a condition to pursue a legal remedy. The appellant failed to comply with this requirement, having received a final deadline from the appellate court on February 16, 2022. On February 25, 2022, the appellant expressed his intention to challenge the court's decision but did not satisfy the justification requirements necessary for constitutional complaints. Consequently, the Federal Supreme Court determined that the appeal did not raise any legal question of fundamental importance and was not admissible under civil procedures. The appellant also failed to demonstrate any constitutional rights violations by the lower court. As a result, the Federal Supreme Court did not proceed with the appeal and denied the request for legal aid for the federal court proceedings, ruling the appellant must cover the court costs of 300 Swiss Francs without compensation for the respondent.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 29 Abs. 1 BGG, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 42 Abs. 2 Satz, Art. 116 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG; Cantonal Cost Deposit Prepayment Requirement Upheld on Procedural Grounds: The case involved a demand for payment of an advance on costs amounting to 500 Swiss Francs, which the appellant had been required to pay as a condition to pursue a legal remedy. The appellant failed to comply with this requirement, having received a final deadline from the appellate court on February 16, 2022. On February 25, 2022, the appellant expressed his intention to challenge the court's decision but did not satisfy the justification requirements necessary for constitutional complaints. Consequently, the Federal Supreme Court determined that the appeal did not raise any legal question of fundamental importance and was not admissible under civil procedures. The appellant also failed to demonstrate any constitutional rights violations by the lower court. As a result, the Federal Supreme Court did not proceed with the appeal and denied the request for legal aid for the federal court proceedings, ruling the appellant must cover the court costs of 300 Swiss Francs without compensation for the respondent.
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KI-generiertThe appeal was rejected because it lacked the required substantiation (mangelns hinreichender Begründung).
The request for legal aid (unentgeltliche Rechtspflege) was rejected because the appeal was hopeless (Aussichtslosigkeit).
The appellant was ordered to pay the judicial costs.
No party compensation was awarded to the respondent.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
4D_16/2022
Urteil vom 24. März 2022
I. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Kiss, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Leemann.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
B.________,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Forderung, Kostenvorschuss,
Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts
des Kantons Aargau, Zivilgericht, 4. Kammer,
vom 16. Februar 2022 (ZVE.2022.4).
Erwägungen:
1. Mit Verfügung vom 16. Februar 2022 setzte das Obergericht des Kantons Aargau dem Beschwerdeführer in einem von diesem angestrengten Rechtsmittelverfahren eine letzte Frist zur Zahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 500.-- an, verbunden mit der Androhung, bei Ausbleiben des Kostenvorschusses werde auf das Rechtsmittel nicht eingetreten.
Mit Schreiben vom 28. Februar 2022 überwies das Obergericht des Kantons Aargau dem Bundesgericht eine Eingabe des Beschwerdeführers vom 25. Februar 2022, in der dieser unter anderem erklärte, die Verfügung des Obergerichts vom 16. Februar 2022 mit Beschwerde anfechten zu wollen.
Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.
2. Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob ein Rechtsmittel zulässig ist ( Art. 29 Abs. 1 BGG ; BGE 145 I 121 E. 1; 143 III 140 E. 1; 141 III 395 E. 2.1).
2.1. Der Streitwert erreicht die Streitwertgrenze für eine Beschwerde in Zivilsachen gemäss Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG nicht. Diese ist daher nur zulässig, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt ( Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG ), was die beschwerdeführende Partei aufzuzeigen hat ( Art. 42 Abs. 2 Satz 2 BGG ).
Der Beschwerdeführer behauptet nicht, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern sich eine solche stellen könnte. Unter diesen Umständen ist die Beschwerde in Zivilsachen nicht zulässig, sondern es steht die subsidiäre Verfassungsbeschwerde im Sinne der Art. 113-119 BGG offen.
2.2. Mit der subsidiären Verfassungsbeschwerde kann ausschliesslich die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden ( Art. 116 BGG ). Diesbezüglich gilt eine qualifizierte Rügepflicht. Das Bundesgericht prüft die Verletzung von Grundrechten nicht von Amtes wegen, sondern nur insofern, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden ist (Art. 117 in Verbindung mit Art. 106 Abs. 2 BGG ). Dies bedeutet, dass klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen ( BGE 135 III 232 E. 1.2 ; 134 I 83 E. 3.2; je mit weiteren Hinweisen).
3. Die Eingabe des Beschwerdeführers vom 25. Februar 2022 erfüllt die genannten Begründungsanforderungen offensichtlich nicht. Er zeigt nicht auf, inwiefern die Vorinstanz mit ihrer Verfügung verfassungsmässige Rechte verletzt hätte. Der Beschwerdeführer erwähnt zwar allgemein die Bundesverfassung (BV) und die Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK), begründet jedoch offensichtlich nicht hinreichend, inwiefern die Vorinstanz konkrete Bestimmungen der BV oder der EMRK verletzt haben soll.
Auf die Beschwerde ist somit bereits mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ( Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ).
4. Das (sinngemässe) Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren ist bereits wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ( Art. 64 Abs. 1 BGG ). Der Beschwerdeführer wird bei diesem Verfahrensausgang kostenpflichtig ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Dem Beschwerdegegner steht keine Parteientschädigung zu, da ihm aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand erwachsen ist ( Art. 68 Abs. 2 BGG ).
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren wird abgewiesen.
3. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
5. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 4. Kammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 24. März 2022
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Kiss
Der Gerichtsschreiber: Leemann