Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4D_14/2019 KI-generiert

Insurance Contract Dispute: Defective Representation and Procedural Non-Compliance

Geschäftsnummer 4D_14/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A complainant, represented by her husband, filed a lawsuit against a company in the Regional Court of Bern-Mittelland for the payment of approximately CHF 28,097.75 related to an insurance contract dispute. The court requested a power of attorney and a cost advance of CHF 4,200. The Cantonal Court of Bern dismissed her complaint against these requests. Subsequently, the case was appealed to the Swiss Federal Tribunal, but the appeal was filed by her husband, who is not legally authorized to represent parties in civil matters before the Federal Tribunal. Despite being informed of this procedural defect and instructed to rectify it by either personally signing the appeal or appointing a qualified attorney, the complainant failed to comply within the specified timeframe. As a result, the appeal was not considered.

Legislator-Regeste

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Art. 40 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 3 Satz, Art. 42 Abs. 5 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 68 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG; Insurance Contract Dispute: Defective Representation and Procedural Non-Compliance: The court requested a power of attorney and a cost advance of CHF 4,200. The Cantonal Court of Bern dismissed her complaint against these requests. Subsequently, the case was appealed to the Swiss Federal Tribunal, but the appeal was filed by her husband, who is not legally authorized to represent parties in civil matters before the Federal Tribunal. Despite being informed of this procedural defect and instructed to rectify it by either personally signing the appeal or appointing a qualified attorney, the complainant failed to comply within the specified timeframe. As a result, the appeal was not considered.

Schlagwörter

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Versicherungsvertrag Zivilrechtsstreitigkeit Vertragspartei gesetzliche Verfahrensfrist Verfahrensmangel Forderungsklage

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

Used to refuse to enter upon the appeal because the procedural deficiencies (lack of proper representation and missing documents) were not remedied.

Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG

Used to waive the collection of court costs under the specific circumstances of the case.

Art. 68 Abs. 1 BGG

Used to deny compensation to the respondent because no expenses were incurred in the federal court proceedings.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

4D_14/2019

Urteil vom 25. Februar 2019

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Kiss, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Widmer.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

C.________ AG,

vertreten durch Fürsprecher Franz Müller,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Versicherungsvertrag,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, 2. Zivilkammer, vom 8. Januar 2019

(ZK 18 552).

In Erwägung,

dass A.________ (vertreten durch ihren Ehemann, B.________) die Beschwerdegegnerin beim Regionalgericht Bern-Mittelland auf Zahlung von Fr. 28'097.75 zuzüglich Akzessorien belangte;

dass das Regionalgericht mit Verfügung vom 21. November 2018 den Vertreter aufforderte, eine Vollmacht nachzureichen, und von A.________ einen Kostenvorschuss von Fr. 4'200.-- verlangte;

dass das Obergericht des Kantons Bern eine von A.________ gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 8. Januar 2019 abwies;

dass B.________ gegen diesen Entscheid mit Eingabe vom 5. Februar 2019 im Namen von A.________ (Beschwerdeführerin) beim Bundesgericht Beschwerde erhob;

dass Parteien vor Bundesgericht in Zivil- und Strafsachen nur von Anwälten und Anwältinnen vertreten werden können, die nach dem Anwaltsgesetz vom 23. Juni 2000 oder nach einem Staatsvertrag berechtigt sind, Parteien vor schweizerischen Gerichtsbehörden zu vertreten ( Art. 40 Abs. 1 BGG );

dass der Beschwerdeschrift der Entscheid beizulegen ist, gegen den sich diese richtet ( Art. 42 Abs. 3 Satz 2 BGG );

dass die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 6. Februar 2019 in Anwendung von Art. 42 Abs. 5 BGG darauf aufmerksam gemacht wurde, dass B.________ nach Art. 40 Abs. 1 BGG nicht befugt ist, in Zivilsachen Parteien vor Bundesgericht zu vertreten, und sie gleichzeitig aufgefordert wurde, diesen Mangel spätestens bis am 18. Februar 2019 zu beheben, ansonsten die Rechtsschrift unbeachtet bleibe; sie wurde dabei darauf hingewiesen, dass die Beschwerdeschrift (act. 1), die dem Schreiben im Original beigelegt wurde, innerhalb dieser Frist von ihr persönlich unterschrieben oder von einem mandatierten Rechtsanwalt eingereicht werden müsse; gleichzeitig wurde die Beschwerdeführerin aufgefordert, innerhalb der gleichen Frist eine vollständige Kopie des angefochtenen Entscheids einzureichen ( Art. 42 Abs. 3 Satz 2 BGG );

dass dieses Schreiben eingeschrieben an die Beschwerdeführerin versandt, von der Post indessen wieder an das Bundesgericht retourniert wurde, nachdem die Beschwerdeführerin das Schreiben innerhalb der ihr mit Abholungseinladung angesetzten Frist nicht abgeholt hatte;

dass das Schreiben vom 6. Februar 2019 in Kopie u.a. auch B.________ zugestellt wurde, der die eingeschriebene Sendung gemäss Sendungsverfolgung der Post am 7. Februar 2019 in Empfang nahm;

dass B.________ innerhalb der angesetzten Frist nicht für die Behebung der mit dem Schreiben vom 6. Februar 2019 beanstandeten Mängel seiner Eingabe vom 5. Februar 2019 sorgte;

dass daher auf die von ihm unter Ausserachtlassung der Vorschriften von Art. 40 Abs. 1 und Art. 42 Abs. 3 Satz 2 BGG eingereichte Beschwerdeeingabe vom 5. Februar 2019 androhungsgemäss nicht einzutreten ist ( Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG );

dass unter den gegebenen Umständen ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG);

dass die Beschwerdegegnerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, da ihr aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand entstanden ist ( Art. 68 Abs. 1 BGG );

erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerdeeingabe vom 5. Februar 2019 wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben und es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Bern, 2. Zivilkammer, und B.________, U.________, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 25. Februar 2019

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Kiss

Der Gerichtsschreiber: Widmer