Company Failed to Update Address, Appeal Rejected for Non-Payment of Costs
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a company, A.________ AG, which was ordered to be dissolved and liquidated due to an organizational deficiency, specifically the lack of an auditor, by the single judge at the Zug Cantonal Court upon the request of the Zug Commercial Registry Office. The company appealed this decision to the Cantonal Court, which forwarded it to the Zug Higher Court. The higher court set a deadline for the company to rectify the legal deficiencies and provide proof by updating their entry in the commercial register, and also requested a cost advance for the appeal process. A problem arose when the company failed to pay the advance, leading the higher court to threaten non-consideration of the appeal. This communication was sent to the company's old address, which they had failed to update, resulting in the non-receipt of the court's notifications. Subsequently, the higher court issued a ruling, refusing to proceed with the appeal due to non-payment. A.________ AG then filed a complaint to the Swiss Federal Tribunal, arguing that they did not timely receive the court's orders due to the address sending error, which was their oversight.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 138 Abs. 3 lit. a ZPO, Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Company Failed to Update Address, Appeal Rejected for Non-Payment of Costs: The company appealed this decision to the Cantonal Court, which forwarded it to the Zug Higher Court. The higher court set a deadline for the company to rectify the legal deficiencies and provide proof by updating their entry in the commercial register, and also requested a cost advance for the appeal process. A problem arose when the company failed to pay the advance, leading the higher court to threaten non-consideration of the appeal. This communication was sent to the company's old address, which they had failed to update, resulting in the non-receipt of the court's notifications. Subsequently, the higher court issued a ruling, refusing to proceed with the appeal due to non-payment. A.________ AG then filed a complaint to the Swiss Federal Tribunal, arguing that they did not timely receive the court's orders due to the address sending error, which was their oversight.
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe appeal was dismissed based on this procedural provision.
The court imposed the court costs on the appellant according to this provision.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
4A_640/2018
Urteil vom 11. März 2019
I. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Kiss, Präsidentin,
Bundesrichterinnen Klett, May Canellas,
Gerichtsschreiber Kölz.
Verfahrensbeteiligte
A.________ AG,
Beschwerdeführerin,
gegen
Handelsregisteramt des Kantons Zug, Beschwerdegegner.
Gegenstand
Organisationsmangel,
Beschwerde gegen die Präsidialverfügung des Obergerichts des Kantons Zug, II. Zivilabteilung,
vom 6. November 2018 (Z2 2018 35).
Erwägungen:
1. Mit Entscheid vom 27. August 2018 löste der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug auf Gesuch des Handelsregisteramtes Zug die A.________ AG (Beschwerdeführerin) wegen eines Organisationsmangels (fehlende Revisionsstelle) auf und ordnete ihre Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs an. Die A.________ AG focht diesen Entscheid mit Eingabe an das Kantonsgericht vom 14. September 2018 an. Das Kantonsgericht leitete die Eingabe an das Obergericht des Kantons Zug weiter, welches der A.________ AG mit Präsidialverfügung vom 17. September 2018 eine Nachfrist bis 1. Oktober 2018 ansetzte, um den Nachweis der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands der Gesellschaft durch Einreichung eines entsprechenden Handelsregisterauszuges zu erbringen, und sie aufforderte, innert einer Frist von 10 Tagen einen Kostenvorschuss von Fr. 1'600.-- für die Durchführung des Berufungsverfahrens zu leisten. Nachdem der Kostenvorschuss nicht eingegangen war, räumte das Obergericht der A.________ AG mit Mahnung vom 15. Oktober 2015 eine Nachfrist von 5 Tagen ein, mit der Androhung, dass auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde, falls die Zahlung nicht fristgerecht erfolge. Die mit eingeschriebener Post versandte Mahnung wurde der A.________ AG am 17. Oktober 2016 zur Abholung gemeldet und in der Folge am 5. November 2018 von der Post zurückgesandt mit dem Hinweis, dass die A.________ AG die Sendung nicht abgeholt habe. Mit Präsidialverfügung vom 6. November 2018 trat das Obergericht "zufolge Nichtleistung des Kostenvorschusses" auf die Berufung nicht ein.
2. Die A.________ AG verlangt mit Beschwerde an das Bundesgericht, dieser Entscheid sei aufzuheben und das gegen sie eröffnete Konkursverfahren sei einzustellen. Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.
3. Die Beschwerdeführerin bringt zur Begründung vor, seit Juli 2018 laute ihre Adresse Strasse U.________ 172 und nicht länger Strasse U.________ 170, Zug. Das Obergericht habe jedoch die Präsidialverfügungen vom 17. September 2018 und vom 6. November 2018 an die frühere Adresse, Strasse U.________ 170, gesendet, weshalb sie diese nicht (rechtzeitig) erhalten habe. Es sei ihr daher unmöglich gewesen, innerhalb der angesetzten Frist zu antworten beziehungsweise den verlangten Vorschuss zu leisten.
Die damit sinngemäss erhobene Rüge einer Verletzung von Art. 101 Abs. 3 sowie von Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO sind offensichtlich unbegründet. Die Beschwerdeführerin macht nämlich nicht geltend, sie habe die Vorinstanz auf ihre neue Adresse aufmerksam gemacht, und solches ist auch nicht erkennbar. Im Gegenteil ergibt sich aus den kantonalen Verfahrensakten, dass die Beschwerdeführerin selber in der (an das Kantonsgericht gerichteten) Berufung vom 13. August 2018 und in ihrer darauffolgenden Korrespondenz mit dem Kantons- und Obergericht weiter ihre alte Adresse verwendete. Unter diesen Umständen ist das Vorgehen der Vorinstanz nicht zu beanstanden.
4. Die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG abzuweisen.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten gemäss Art. 66 Abs. 1 BGG der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug, II. Zivilabteilung, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 11. März 2019
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Kiss
Der Gerichtsschreiber: Kölz