Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4A_634/2017 KI-generiert

Tenant Eviction Appeal Moot Due to Vacated Premises and Inadmissible New Claims

Geschäftsnummer 4A_634/2017
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a tenant who was ordered to vacate a rented apartment following a decision by a local court. The tenant appealed the eviction to the cantonal court, which upheld the original decision after the allowed extension period had lapsed. Subsequently, the tenant filed a complaint with the Federal Tribunal, but it was revealed that the tenant had already vacated the apartment and completed a handover process with the landlord. As a result, the Federal Tribunal found that there was no longer an interest in pursuing the eviction appeal, rendering the case moot, while also stating that additional requests made by the tenant during the appeal were inadmissible. Thus, the tribunal decided to discontinue the proceedings regarding the eviction and did not impose any court costs or award any party compensation.

Legislator-Regeste

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Art. 32 Abs. 2 BGG, Art. 105 Abs. 1 BGG, Art. 99 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 68 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG; Tenant Eviction Appeal Moot Due to Vacated Premises and Inadmissible New Claims: The tenant appealed the eviction to the cantonal court, which upheld the original decision after the allowed extension period had lapsed. Subsequently, the tenant filed a complaint with the Federal Tribunal, but it was revealed that the tenant had already vacated the apartment and completed a handover process with the landlord. As a result, the Federal Tribunal found that there was no longer an interest in pursuing the eviction appeal, rendering the case moot, while also stating that additional requests made by the tenant during the appeal were inadmissible. Thus, the tribunal decided to discontinue the proceedings regarding the eviction and did not impose any court costs or award any party compensation.

Schlagwörter

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Mieterausweisung Ausweisung des Mieters Mitmieter Ausdehnung des Verfahrens Betreibungsforderung Fahrniseigentum Wegnahmerecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

Used to declare the appeal inadmissible (non-entry/Nicht-Eintreten) regarding the new claims concerning damages and record deletion.

Art. 32 Abs. 2 BGG

Used to strike the proceedings as devoid of purpose (gegenstandslos) concerning the eviction claim due to the property being returned.

Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG

Used to rule that no court fees (Gebühren) shall be levied (waiver based on exemption).

Art. 68 Abs. 1 BGG

Used to rule that no compensation for party costs (Parteientschädigung) is awarded.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

4A_634/2017

Urteil und Verfügung

vom 21. Dezember 2017

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Kiss, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Widmer.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

B.________ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt Fred Rueff,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Mieterausweisung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, Einzelrichter im Obligationenrecht,

vom 16. November 2017 (BS.2017.7-EZO3).

In Erwägung,

dass der Einzelrichter des Kreisgerichts See-Gaster die Beschwerdeführerin mit Entscheid vom 15. August 2017 anwies, die von der Beschwerdegegnerin mit Vertrag vom 26./28. August 2014 gemietete 4 1/2-Zimmerwohnung im 1. Obergeschoss am Strasse X.________ in U.________ unverzüglich zu räumen und der Beschwerdegegnerin ordnungsgemäss zu übergeben;

dass der Einzelrichter des Kantonsgerichts St. Gallen diesen Entscheid am 16. November 2017 auf Berufung der Beschwerdeführerin hin infolge des zwischenzeitlichen Ablaufs der Erstreckungsdauer im Ergebnis bestätigte;

dass die Beschwerdeführerin dagegen mit am 1. Dezember 2017 der Post übergebenen Eingabe beim Bundesgericht Beschwerde erhob;

dass die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 19. Dezember 2017 mitteilte und durch eine Kopie des von der Beschwerdeführerin unterzeichneten Abnahme- / Übergabeprotokolls für die streitbetroffene Wohnung belegte, dass die Beschwerdeführerin das Mietobjekt verlassen und mit der Beschwerdegegnerin eine Wohnungsabnahme durchgeführt habe;

dass mit der Rückgabe des Mietobjekts an die Beschwerdegegnerin das Rechtsschutzinteresse an der Beurteilung der Beschwerde dahingefallen ist, soweit sich diese gegen die Ausweisung der Beschwerdeführerin aus dem Mietobjekt richtet;

dass die Beschwerde insoweit im Verfahren nach Art. 32 Abs. 2 BGG abzuschreiben ist;

dass die Beschwerdeführerin nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz ( Art. 105 Abs. 1 BGG ) im Berufungsverfahren nur die "Nichtigerklärung" der Mieterausweisung beantragte, weshalb mit den vorliegend gestellten Begehren, es sei der Beschwerdeführerin Schadenersatz zuzusprechen, es seien Betreibungen zu löschen und es sei der Name der Beschwerdeführerin aus dem Strafregister zu löschen, eine Erweiterung des Streitgegenstands des Berufungsverfahrens erfolgt und es sich daher um vor Bundesgericht unzulässige neue Begehren im Sinne von Art. 99 Abs. 2 BGG handelt (vgl. BGE 136 V 362 E. 3.4 S. 365), auf die nicht eingetreten werden kann;

dass somit die Beschwerde insoweit offensichtlich unzulässig ist und darauf nicht einzutreten ist ( Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG );

dass ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG);

dass die Beschwerdegegnerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, da ihr aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein wesentlicher Aufwand entstanden ist ( Art. 68 Abs. 1 BGG );

erkennt und verfügt die Präsidentin:

1. Das Verfahren wird infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben, soweit es die Ausweisung der Beschwerdeführerin aus dem Mietobjekt zum Gegenstand hat.

Im Mehrumfang wird auf die Beschwerde nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Dieser Entscheid wird den Parteien und dem Kantonsgericht St. Gallen, Einzelrichter im Obligationenrecht, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 21. Dezember 2017

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Kiss

Der Gerichtsschreiber: Widmer