Appeal Inadmissible Due to Wrong Instance and Known Jurisdictional Error
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case concerns a dispute involving a contract where one party was ordered by a cantonal court to pay a significant sum to the other party. The appellate court made this ruling on September 12, 2016, and published its decision in the official gazette, offering the obligated party a chance to request a written explanation within ten days to avoid dismissing any future appeals. Subsequently, the obligated party appealed to the Federal Tribunal. However, the Federal Tribunal ruled that it could not entertain the appeal since the cantonal court was not the highest instance, thus dismissing the case without court costs or entitlement for compensation to the appellee.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 239 Abs. 2 ZPO, Art. 113 BGG, Art. 75 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 148 ZPO, Art. 68 Abs. 1 BGG; Appeal Inadmissible Due to Wrong Instance and Known Jurisdictional Error: The appellate court made this ruling on September 12, 2016, and published its decision in the official gazette, offering the obligated party a chance to request a written explanation within ten days to avoid dismissing any future appeals. Subsequently, the obligated party appealed to the Federal Tribunal. However, the Federal Tribunal ruled that it could not entertain the appeal since the cantonal court was not the highest instance, thus dismissing the case without court costs or entitlement for compensation to the appellee.
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KI-generiertThe appeal was dismissed because the decision was not from a final cantonal instance as required by the procedural rule.
Used to grant a waiver of court costs due to exceptional circumstances.
Used to deny compensation of party costs because the opposing party incurred no expense in the federal proceeding.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
4A_621/2016
Urteil vom 2. November 2016
I. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Kiss, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Th. Widmer.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
B.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Christian Koch,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Werkvertrag,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts
Schaffhausen vom 12. September 2016.
In Erwägung,
dass das Kantonsgericht Schaffhausen den Beschwerdeführer mit Urteil vom 12. September 2016 (Verfahren Nr. 2015/357-12-ip) in Gutheissung der Klage des Beschwerdegegners verpflichtete, diesem Fr. 86'892.03 nebst Zins zu bezahlen;
dass das Kantonsgericht den Erlass dieses Urteils im Amtsblatt für den Kanton Schaffhausen Nr. 40 vom 7. Oktober 2016 bekannt machte, mit dem Hinweis, dem Beschwerdeführer stehe die Möglichkeit offen, das Urteilsdispositiv bei der Kanzlei des Kantonsgerichts abzuholen; zudem könne er innert 10 Tagen seit dieser Veröffentlichung beim Kantonsgericht eine schriftliche Urteilsbegründung verlangen, ansonsten Verzicht auf die Anfechtung des Entscheids mit Berufung oder Beschwerde angenommen würde ( Art. 239 Abs. 2 ZPO );
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 25. Oktober 2016 (Eingang beim Bundesgericht am 28. Oktober 2016) Beschwerde erhob mit den Anträgen, 1) den Entscheid vom 12. September 2016 aufzuheben, 2) der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen, 3) dem Beschwerdeführer eine schriftliche Urteilsbegründung zuzusenden;
dass die Beschwerde an das Bundesgericht nur zulässig ist gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen ( Art. 75 Abs. 1, Art. 113 BGG ), des Bundesverwaltungsgerichts und des Bundespatentgerichts ( Art. 75 Abs. 1 BGG );
dass es sich beim Kantonsgericht Schaffhausen nicht um eine solche Instanz handelt, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist ( Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG );
dass es sich angesichts der gegebenen Umstände, insbesondere der bewussten Einreichung der vorliegenden Beschwerde beim Bundesgericht, auch nicht rechtfertigt, die Eingabe vom 25. Oktober 2016 an das Kantonsgericht Schaffhausen weiterzuleiten zur Prüfung, ob diese als Gesuch im Sinne von Art. 148 ZPO um Wiederherstellung der Frist nach Art. 239 Abs. 2 ZPO behandelt werden kann (vgl. BGE 140 III 636 E. 3.6 S. 642 f.);
dass ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG);
dass der Beschwerdegegner keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, da ihm aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand entstanden ist ( Art. 68 Abs. 1 BGG );
dass das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung mit dem Entscheid in der Sache selbst gegenstandslos geworden ist;
erkennt die Präsidentin:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben und es wird keine Parteientschädigung gesprochen.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Schaffhausen schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 2. November 2016
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Kiss
Der Gerichtsschreiber: Widmer