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4A_576/2011 KI-generiert

Inadmissibility of Appeal to Federal Supreme Court Due to Failure to Exhaust Cantonal Remedies on Tenancy Settlement Revision

Geschäftsnummer 4A_576/2011
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a dispute regarding rental conditions between a tenant and a landlord that was brought before a cantonal conciliation authority. The tenant proposed several legal requests related to changes in the notice period, the release of the security deposit, and a reduction in rent due to unresolved issues, including a mold problem. During a conciliation hearing, a settlement was reached and documented. Subsequently, the tenant attempted to appeal the settled decision, claiming that the settlement was based on a misunderstanding. However, the appeal was deemed inadmissible as the necessary steps within the cantonal court system had not been exhausted. The case highlights procedural requirements for appealing against decisions made by conciliation authorities.

Legislator-Regeste

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Art. 113 BGG, Art. 328 Abs. 1 lit. c ZPO, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Inadmissibility of Appeal to Federal Supreme Court Due to Failure to Exhaust Cantonal Remedies on Tenancy Settlement Revision: The tenant proposed several legal requests related to changes in the notice period, the release of the security deposit, and a reduction in rent due to unresolved issues, including a mold problem. During a conciliation hearing, a settlement was reached and documented. Subsequently, the tenant attempted to appeal the settled decision, claiming that the settlement was based on a misunderstanding. However, the appeal was deemed inadmissible as the necessary steps within the cantonal court system had not been exhausted. The case highlights procedural requirements for appealing against decisions made by conciliation authorities.

Schlagwörter

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Mietstreitigkeit Revision eines Entscheids Prozessrecht Mietzinsherabsetzung Mietvertrag konnexe Verfahren Schadenregulierung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

Used to rule that the appeal cannot be entertained because the cantonal instance was not exhausted.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to order the appellant to pay the court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

4A_576/2011

Urteil vom 25. Oktober 2011

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Klett, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte

O.________,

Beschwerdeführer,

gegen

X.________ AG,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Mietstreitigkeit,

Beschwerde gegen den Beschluss der Schlichtungsbehörde Miet- und Pachtrecht des Kantons Zug vom 2. September 2011.

In Erwägung,

dass der Beschwerdeführer bei der Schlichtungsbehörde Miet- und Pachtrecht des Kantons Zug folgende Rechtsbegehren einreichte:

"1. Die geltende Kündigungsregelung gemäss Vertrag sei abzuändern auf 5, maximal 10 Arbeitstage (1, längstens 2 Wochen), immer auf Ende jeden Monats, während längstens der gesetzlichen Frist.

2. Die Frist für die Freigabe des Mietzinsdepots sowie für die Heizkostenabrechnung sei durch die Schlichtungsbehörde festzusetzen (maximal 60 Tage nach Auszug).

3. Der Mietzins soll ab sofort 50% gekürzt werden, bis alle Mängel in gegenseitigem Einvernehmen behoben und insbesondere die Schimmelproblematik gelöst ist."

dass die Parteien anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 2. September 2011 einen Vergleich schlossen, worauf die Schlichtungsbehörde mit Beschluss vom gleichen Tag das Verfahren zufolge Vergleichs am Protokoll abschrieb;

dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht eine vom 19. September 2011 datierte, als "Beschwerde" betitelte Eingabe einreichte, aus der abgeleitet werden kann, dass er den Beschluss der Schlichtungsbehörde beim Bundesgericht anfechten will;

dass er in der Eingabe insbesondere vorbringt, dass er nachträglich festgestellt habe, dass der Vergleich auf einem Missverständnis beruhe;

dass die Erhebung einer Beschwerde an das Bundesgericht die Erschöpfung des kantonalen Instanzenzuges voraussetzt ( Art. 75 Abs. 1 und Art. 113 BGG );

dass der Beschwerdeführer in der Eingabe vom 19. September 2011 selbst darauf hinweist, dass die Revision eines rechtskräftigen Entscheides beim Gericht, das als letzte Instanz in der Sache entschieden hat, verlangt werden kann, wenn geltend gemacht wird, dass der gerichtliche Vergleich unwirksam ist ( Art. 328 Abs. 1 lit. c ZPO );

dass somit der kantonale Instanzenzug nicht ausgeschöpft wurde, weshalb auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist;

dass die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind ( Art. 66 Abs. 1 BGG );

erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und der Schlichtungsbehörde Miet- und Pachtrecht des Kantons Zug schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 25. Oktober 2011

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Der Gerichtsschreiber: Huguenin