Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4A_56/2012 KI-generiert

Interlocutory remand order in contract dispute held non-appealable absent showing of irreparable harm or cost-saving finality under statutory exception.

Geschäftsnummer 4A_56/2012
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court dismissed the appeal as inadmissible, ruling in favor of the respondent and upholding the lower court's remand order; consequently, the appellate court's decision to set aside the first-instance judgment and return the case for reassessment remains in force. The case involved a contractual dispute between a company and a private individual over a payment of 150,000 Swiss francs, with the appellant challenging an appellate ruling that reversed the regional court's award and remanded the matter. The court held that the challenged decision was an interlocutory order, not a final judgment, and the appellant failed to demonstrate either a risk of irreparable legal harm or that the appeal could save significant time and costs in extensive evidentiary proceedings, as required for admissibility under the relevant procedural law. Consequently, court costs of 1,000 Swiss francs were imposed on the appellant, with no compensation awarded to the respondent.

Legislator-Regeste

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Art. 93 Abs. 1 BGG, Art. 90 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Interlocutory remand order in contract dispute held non-appealable absent showing of irreparable harm or cost-saving finality under statutory exception: The case involved a contractual dispute between a company and a private individual over a payment of 150,000 Swiss francs, with the appellant challenging an appellate ruling that reversed the regional court's award and remanded the matter. The court held that the challenged decision was an interlocutory order, not a final judgment, and the appellant failed to demonstrate either a risk of irreparable legal harm or that the appeal could save significant time and costs in extensive evidentiary proceedings, as required for admissibility under the relevant procedural law. Consequently, court costs of 1,000 Swiss francs were imposed on the appellant, with no compensation awarded to the respondent.

Schlagwörter

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Auftrag Werkvertrag anfechtbarer Zwischenentscheid Schiedsspruchaufhebung Einrede der Verfassungswidrigkeit Vorabentscheidungsverfahren Überprüfung einer früheren Entscheidung Beurteilungskriterien

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 93 Abs. 1 BGG

Used to declare the appeal inadmissible because the challenged decision was an interlocutory decision and the appellant failed to demonstrate the conditions for an exception.

Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

Applied to dismiss the appeal by simplified procedure because it was plainly inadmissible.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Basis for imposing the court costs on the appellant.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

4A_56/2012

Urteil vom 12. März 2012

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Klett, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte

X.________ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt Gerhard Schnidrig,

Beschwerdeführerin,

gegen

A.________,

vertreten durch Rechtsanwalt Mathias Ammann,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Auftrag; Werkvertrag,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Zivilabteilung, 2. Zivilkammer, vom 21. Dezember 2011.

In Erwägung,

dass das Regionalgericht Bern-Mittelland mit Entscheid vom 8. April 2011 den Beschwerdegegner zur Zahlung von Fr. 150'000.-- nebst Zins an die Beschwerdeführerin verpflichtete;

dass der Beschwerdegegner mit Berufung an das Obergericht des Kantons Bern gelangte, das mit Entscheid vom 21. Dezember 2011 den erstinstanzlichen Entscheid aufhob und die Streitsache im Sinne der Erwägungen zu neuer Beurteilung an das Regionalgericht Bern-Mittelland zurückwies;

dass die Beschwerdeführerin am 30. Januar 2012 beim Bundesgericht Beschwerde einreichte mit den Anträgen, den Entscheid des Obergerichts aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventuell den Beschwerdegegner zur Zahlung von Fr. 150'000.-- nebst Zins an die Beschwerdeführerin zu verpflichten;

dass keine Beschwerdeantworten eingeholt wurden;

dass das Bundesgericht von Amtes wegen prüft, ob ein Rechtsmittel zulässig ist ( BGE 136 II 101 E. 1 S. 103, 470 E. 1 S. 472; 135 III 212 E. 1);

dass es sich beim angefochtenen Entscheid des Obergerichts um einen Rückweisungsentscheid handelt und ein solcher Entscheid nach der Praxis des Bundesgerichts einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG darstellt, der nur dann mit Beschwerde in Zivilsachen angefochten werden kann, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken könnte (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (lit. b);

dass es gemäss ständiger Praxis der beschwerdeführenden Partei obliegt, in der Beschwerdeschrift die Eintretensvoraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG darzutun, soweit deren Vorliegen nicht offensichtlich in die Augen springt ( BGE 134 III 426 E. 1.2 in fine; 133 III 629 E. 2.3.1 und 2.4.2);

dass in der Beschwerdeschrift diesbezüglich nichts vorgebracht wurde, weil die Beschwerdeführerin irrtümlich davon ausging, beim angefochtenen Entscheid handle es sich um einen Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG (Beschwerdeschrift S. 2);

dass im vorliegenden Fall ein nicht wieder gutzumachender Nachteil, der ein rechtlicher Nachteil sein muss ( BGE 137 III 522 E. 1.3; 136 IV 92 E. 4 S. 95; 134 III 188 E. 2.1 S. 190; 133 III 629 E. 2.3.1 S. 632), nicht ersichtlich ist;

dass sodann - wie bereits erwähnt - in der Beschwerdeschrift nicht dargelegt wird, inwiefern durch den Entscheid des Bundesgerichts ein bedeutender Aufwand an Zeit und Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren erspart werden könnte;

dass das Vorliegen dieser Voraussetzung auch nicht in die Augen springt;

dass aus diesen Gründen auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist;

dass die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind ( Art. 66 Abs. 1 BGG );

dass der Beschwerdegegner keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, da ihm aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand erwachsen ist;

erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Zivilabteilung, 2. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 12. März 2012

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Der Gerichtsschreiber: Huguenin