Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4A_54/2023 KI-generiert

Federal Supreme Court Rejects Manifestly Inadmissible Filings Challenging Cantonal Decision

Geschäftsnummer 4A_54/2023
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a complainant who filed several submissions to the Swiss Federal Tribunal, marked as a lawsuit under Article 287 of the Swiss Criminal Code, against various judicial officials accusing them of "abuse of office" and other offenses. These submissions were related to a decision made by the Canton of Zug's upper court on December 19, 2022, which the complainant deemed "void." The complainant argued for the right, based on Article 8 BV and the Swiss Code of Obligations, to choose whether his complaint should be decided by a single judge or a panel of three judges, preferring the latter for what they claimed would be a more balanced and impartial decision. However, no formal responses to his submissions were obtained, and the procedural regulations state that complaints without sufficient substantiation, particularly those not sufficiently addressing the reasoning of the previous decision, are subject to summary dismissal. The Federal Tribunal thus found itself not competent to address his filings or entertain a criminal or civil complaint therein.

Legislator-Regeste

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Art. 287 StGB, Art. 8 BV, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a und lit. b BGG; Federal Supreme Court Rejects Manifestly Inadmissible Filings Challenging Cantonal Decision: These submissions were related to a decision made by the Canton of Zug's upper court on December 19, 2022, which the complainant deemed "void." The complainant argued for the right, based on Article 8 BV and the Swiss Code of Obligations, to choose whether his complaint should be decided by a single judge or a panel of three judges, preferring the latter for what they claimed would be a more balanced and impartial decision. However, no formal responses to his submissions were obtained, and the procedural regulations state that complaints without sufficient substantiation, particularly those not sufficiently addressing the reasoning of the previous decision, are subject to summary dismissal. The Federal Tribunal thus found itself not competent to address his filings or entertain a criminal or civil complaint therein.

Schlagwörter

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Rechtsverweigerung Forderungseingabe ZPO-Bestimmung sachliche Unzuständigkeit Strafanzeige Aufsichtsbeschwerde Einrede der Verfassungswidrigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a und lit. b BGG

The court decided not to enter a final ruling on the appeal based on this article governing simplified procedure for obviously inadmissible or insufficiently reasoned appeals.

Art. 66 Abs. 1 BGG

This article was applied to order the appellant to bear the court costs due to the outcome of the proceedings.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

4A_54/2023

Urteil vom 15. März 2023

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Jametti, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Stähle.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Schlichtungsbehörde B.________,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Rechtsverweigerung,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts

des Kantons Zug, II. Beschwerdeabteilung,

vom 19. Dezember 2022 (BZ 2022 48).

Erwägungen:

1. A.________ (Beschwerdeführer) reichte dem Bundesgericht am 27. und 30. Januar 2023 mehrere mit "Klage aufgrund Art. 287 StGB " bezeichnete Eingaben ein. Unter anderem wirft er darin verschiedenen Gerichtspersonen "Amtsanmassung" und weitere Delikte vor. Dabei bezieht er sich auf einen Beschluss des Obergerichts des Kantons Zug vom 19. Dezember 2022 (BZ 2022 48), welchen er seinen Eingaben beilegte und den er als "nichtig" bezeichnet.

Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.

2. Der Beschwerdeführer meint, er habe ein auf Art. 8 BV und auf Obligationenrecht gestütztes "Wahlrecht" hinsichtlich der Frage, ob ein Einzelrichter oder eine Dreierbesetzung über seine Beschwerde entscheide. Er "wähle" die Dreierbesetzung, da dies "einem ausgewogenerem gerechterem unparteiischen Urteil zu Gute" komme.

Gemäss Art. 108 Abs. 1 BGG entscheidet der Abteilungspräsident als Einzelrichter über Nichteintreten auf Beschwerden, die offensichtlich unzulässig sind oder die offensichtlich keine hinreichende Begründung enthalten. So ist auch vorliegend zu verfahren.

3. Soweit die Eingaben als Straf- oder Zivilklagen respektive als Aufsichtsbeschwerden zu qualifizieren sind, ist das Bundesgericht offensichtlich nicht zur Behandlung zuständig.

4. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass Beschwerden an das Bundesgericht hinreichend zu begründen sind, ansonsten darauf nicht eingetreten werden kann. Dafür muss in der Beschwerdeschrift unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids dargelegt werden, inwiefern dieser Recht verletzt ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ; BGE 140 III 115 E. 2, 86 E. 2).

Die nicht auf die vorinstanzlichen Erwägungen bezogene Begründung in den Eingaben des Beschwerdeführers genügt den erwähnten Anforderungen offensichtlich nicht.

5. Folglich ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 Abs. 1 lit. a und lit. b BGG nicht einzutreten.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gemäss Art. 66 Abs. 1 BGG dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.

Demnach erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug, II. Beschwerdeabteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. März 2023

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Jametti

Der Gerichtsschreiber: Stähle