Appeal Inadmissibility Due to Submission of New Facts Post-Decision
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a company that was declared dissolved by a district court due to an organizational deficiency, and a subsequent order for liquidation was issued. The company appealed this decision to a higher court but was dismissed on the grounds that it failed to pay the required advance costs. Later, the company attempted to contest the higher court's decision by submitting a complaint, claiming to have provided the necessary documents after the decision was made. However, this new information was deemed inadmissible as it pertained to events that occurred after the original ruling, thus falling under a prohibition against introducing new facts. Consequently, the Supreme Court did not consider the appeal.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 99 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Appeal Inadmissibility Due to Submission of New Facts Post-Decision: The company appealed this decision to a higher court but was dismissed on the grounds that it failed to pay the required advance costs. Later, the company attempted to contest the higher court's decision by submitting a complaint, claiming to have provided the necessary documents after the decision was made. However, this new information was deemed inadmissible as it pertained to events that occurred after the original ruling, thus falling under a prohibition against introducing new facts. Consequently, the Supreme Court did not consider the appeal.
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KI-generiertThe appeal was dismissed because it was manifestly inadmissible under this procedural rule.
The court imposed the court costs on the appellant as per this provision.
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Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
4A_490/2012
Urteil vom 26. September 2012
I. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.
Verfahrensbeteiligte
X.________ GmbH,
Beschwerdeführerin,
gegen
Handelsregisteramt des Kantons Luzern,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Organisationsmangel,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Luzern, 1. Abteilung, vom 9. August 2012.
In Erwägung,
dass die Einzelrichterin des Bezirksgerichts Hochdorf die Beschwerdeführerin mit Entscheid vom 11. Juni 2012 wegen eines Organisationsmangels für aufgelöst erklärte und deren konkursamtliche Liquidation anordnete;
dass die Beschwerdeführerin diesen Entscheid am 18. Juni 2012 mit Berufung beim Obergericht des Kantons Luzern anfocht;
dass das Obergericht mit Entscheid vom 9. August 2012 auf die Berufung nicht eintrat, weil die Beschwerdeführerin den von ihr verlangten Kostenvorschuss nicht bezahlt hatte;
dass die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht eine vom 29. August 2012 datierte Eingabe einreichte, in der sie erklärte, den Entscheid des Obergerichts vom 9. August 2012 mit Beschwerde anzufechten;
dass die Beschwerdeführerin in dieser Eingabe zur Begründung der Beschwerde einzig vorbrachte, sie habe die vom Handelsregisteramt benötigten Unterlagen per 27. August 2012 eingereicht;
dass diese tatsächlichen Behauptungen Ereignisse betreffen, die sich nach dem Tag der Fällung des angefochtenen Entscheides zugetragen haben und damit von ihrer Art her unter das Novenverbot von Art. 99 BGG fallen ( BGE 135 I 221 E. 5.2.4.; 133 IV 342 E. 2), weshalb sie nicht zu hören sind;
dass aus diesen Gründen auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist;
dass die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind ( Art. 66 Abs. 1 BGG );
erkennt die Präsidentin:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Luzern, 1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 26. September 2012
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Klett
Der Gerichtsschreiber: Huguenin