Appeal Dismissed Due to Untimely Filing and Insufficient Grounds for Deadline Restitution
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a legal dispute in Switzerland where the appellant sought compensation and requested an extension for filing a complaint. The District Court of Zurich denied her request for free legal assistance and required her to pay an advance on costs and provide security for party compensation. She then appealed the decision, but the Cantonal Court of Zurich dismissed her appeal. The appellant attempted to contest the Cantonal Court's decision at the Swiss Federal Tribunal, arguing for an extension of the deadline for filing her complaint due to her health issues, including multiple surgeries and fainting episodes. However, the Tribunal noted that she did not provide sufficient evidence to prove that she was unavoidably prevented from filing the complaint within the set time frame, as the medical certificates only confirmed hospital stays and work incapacity within certain dates after the deadline had passed. Consequently, the request for extension was not granted, and her complaint was dismissed as inadmissible due to late submission.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 100 Abs. 1 BGG, Art. 46 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 45 Abs. 1 BGG, Art. 50 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz; Appeal Dismissed Due to Untimely Filing and Insufficient Grounds for Deadline Restitution: The District Court of Zurich denied her request for free legal assistance and required her to pay an advance on costs and provide security for party compensation. She then appealed the decision, but the Cantonal Court of Zurich dismissed her appeal. The appellant attempted to contest the Cantonal Court's decision at the Swiss Federal Tribunal, arguing for an extension of the deadline for filing her complaint due to her health issues, including multiple surgeries and fainting episodes. However, the Tribunal noted that she did not provide sufficient evidence to prove that she was unavoidably prevented from filing the complaint within the set time frame, as the medical certificates only confirmed hospital stays and work incapacity within certain dates after the deadline had passed. Consequently, the request for extension was not granted, and her complaint was dismissed as inadmissible due to late submission.
Schlagwörter
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KI-generiertUsed to state that the late appeal could not be adjudicated upon (procedural non-admission based on late filing).
Used to decide to waive the collection of court fees as an exceptional measure.
Used to rule that no party compensation is awarded because the respondent incurred no expense in the federal court proceedings.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
4A_475/2019 /LMA
Urteil vom 26. September 2019
I. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Kiss, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Leemann.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
B.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Simon Käch,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Schadenersatz; Fristwiederherstellung,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 31. Juli 2019 (RB190016-O/U).
In Erwägung,
dass das Bezirksgericht Zürich mit Beschluss vom 13. Mai 2019 in einem von der Beschwerdeführerin gegen den Beschwerdegegner angestrengten Forderungsstreit das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege mit Wirkung ab Beschlussdatum abwies und ihr gleichzeitig Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses und einer Sicherheit für die Parteientschädigung ansetzte;
dass das Obergericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 31. Juli 2019 eine von der Beschwerdeführerin gegen den bezirksgerichtlichen Beschluss vom 13. Mai 2019 erhobene Beschwerde abwies, soweit es darauf eintrat;
dass die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht mit Eingabe vom 19. September 2019 (Postaufgabe: 20. September 2019) sinngemäss erklärte, das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 31. Juli 2019 mit Beschwerde anfechten zu wollen und hierzu um Wiederherstellung der Beschwerdefrist ersuchte;
dass das Urteil des Obergerichts vom 31. Juli 2019 der Beschwerdeführerin am 5. August 2019 zugestellt wurde, womit die dreissigtägige Beschwerdefrist ( Art. 100 Abs. 1 BGG ) nach Ablauf der Gerichtsferien ( Art. 46 Abs. 1 lit. b BGG ) am 16. August 2019 zu laufen begann und am 16. September 2019 endete (vgl. Art. 45 Abs. 1 BGG );
dass die Rechtsschrift der Beschwerdeführerin vom 19. September 2019 somit nach Ablauf der Beschwerdefrist eingereicht wurde;
dass eine Fristwiederherstellung nach Art. 50 Abs. 1 BGG voraussetzt, dass die Partei unverschuldeterweise davon abgehalten worden ist, fristgerecht zu handeln, und sie innerhalb von 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses um Wiederherstellung ersucht und die versäumte Rechtshandlung nachholt;
dass die Beschwerdeführerin in der Rechtsschrift vom 19. September 2019 lediglich allgemein auf ihre "Lebensverhältnisse und die Operationen, bereits drei in einem Jahr" verweist und erwähnt, sie sei schon mehrmals ohnmächtig zusammengebrochen und habe sich jeweils erholen müssen;
dass mit diesen allgemeinen Angaben nicht hinreichend konkret dargelegt wird, inwiefern die Beschwerdeführerin unverschuldeterweise abgehalten worden wäre, fristgerecht eine Beschwerde einzureichen;
dass sich ein solcher Grund auch nicht aus den eingereichten Arztzeugnissen ergibt, die lediglich einen Spitalaufenthalt vom 6. September 2019 sowie eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 6. bis 22. September 2019 sowie vom 23. September bis 6. Oktober 2019 bescheinigen;
dass die Beschwerdeführerin insgesamt nicht aufzuzeigen vermag, dass es ihr unmöglich gewesen wäre, innert der gesetzlichen Frist eine Beschwerde zu verfassen oder verfassen zu lassen;
dass demnach eine Fristwiederherstellung im Sinne von Art. 50 Abs. 1 BGG ausser Betracht fällt und auf die verspätet eingereichte Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist;
dass unter den gegebenen Umständen ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ), womit das sinngemässe Gesuch der Beschwerdeführerin um Befreiung von diesen Kosten gegenstandslos wird;
dass der Beschwerdegegner keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, da ihm aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand erwachsen ist ( Art. 68 Abs. 2 BGG );
erkennt die Präsidentin:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
4. Diese Verfügung wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 26. September 2019
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Kiss
Der Gerichtsschreiber: Leemann