Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4A_468/2012 KI-generiert

Swiss federal appeal against denial of second file-inspection extension fails for lack of substantiated constitutional claims

Geschäftsnummer 4A_468/2012
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Court (Bundesgericht) dismissed the appellant's appeal and did not collect court costs, leaving the canton court's ruling in force. The appellant had challenged a procedural order by the St. Gallen Cantonal Court that denied a request for a further 30-day extension of the deadline to inspect case files and struck the underlying complaint as concluded. The appeal was deemed inadmissible because the appellant's submissions of August 20 and September 11, 2012, failed to provide adequate reasoning, as required under Article 42 paragraphs 1 and 2 of the BGG, and did not explicitly raise or substantiate any constitutional violations as mandated by Article 106 paragraph 2 of the BGG; the deadline to file the appeal could not be extended under Article 47 paragraph 1 of the BGG. The request for suspensive effect and the motion to waive court costs were rendered moot by this decision.

Legislator-Regeste

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Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 47 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG; Swiss federal appeal against denial of second file-inspection extension fails for lack of substantiated constitutional claims: The appellant had challenged a procedural order by the St. Gallen Cantonal Court that denied a request for a further 30-day extension of the deadline to inspect case files and struck the underlying complaint as concluded. The appeal was deemed inadmissible because the appellant's submissions of August 20 and September 11, 2012, failed to provide adequate reasoning, as required under Article 42 paragraphs 1 and 2 of the BGG, and did not explicitly raise or substantiate any constitutional violations as mandated by Article 106 paragraph 2 of the BGG; the deadline to file the appeal could not be extended under Article 47 paragraph 1 of the BGG. The request for suspensive effect and the motion to waive court costs were rendered moot by this decision.

Schlagwörter

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verfahrensleitende Verfügung Beschwerdelegitimation Beweislosigkeit Normenkontrolle Rückzug des Rechtsbegehrens verspätetes Fristerstreckungsgesuch ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Used to declare the appeal inadmissible for lack of sufficient reasoning.

Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG

Applied to waive court costs, making the cost exemption request moot.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

4A_468/2012

Urteil vom 24. September 2012

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Klett, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

B.________,

vertreten durch Fürsprecher August Biedermann,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

verfahrensleitende Verfügung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, Einzelrichter im Obligationenrecht, vom 11. Juli 2012.

In Erwägung,

dass zwischen den Parteien seit Dezember 2008 ein Prozess vor dem Kreisgericht Toggenburg hängig ist;

dass sich der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang mit Eingabe vom 19. April 2012 beim Kantonsgericht St. Gallen darüber beschwerte, dass ihm das Kreisgericht die verlangten Aktenverzeichnisse vorenthalten würde;

dass das Kantonsgericht die Aktenverzeichnisse am 2. Mai 2012 dem Beschwerdeführer zustellte, nachdem diese am 26. April 2012 auf Verlangen des Kantonsgerichts zusammen mit den Akten an dieses übermittelt worden waren;

dass das Kantonsgericht dem Beschwerdeführer zudem am 2. Mai 2012 eine Frist von 30 Tagen zur Einsichtnahme in die Akten ansetzte, die auf Gesuch des Beschwerdeführers bis 20. Juli 2012 verlängert wurde;

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Juli 2012 um eine weitere Fristerstreckung von dreissig Tagen ersuchte;

dass das Kantonsgericht mit Entscheid vom 11. Juli 2012 das Fristerstreckungsgesuch abwies und das Beschwerdeverfahren als erledigt abschrieb;

dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht eine vom 20. August 2012 datierte Eingabe einreichte, in der er erklärte, den Entscheid des Kantonsgerichts vom 11. Juli 2012 mit Beschwerde anzufechten;

dass der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 27. August 2012 aufgefordert wurde, bis zum 11. September 2012 einen Kostenvorschuss von Fr. 500.-- einzuzahlen;

dass der Beschwerdeführer mit Rechtsschrift vom 11. September 2012 die Gesuche stellte, ihn von der Verpflichtung zur Bezahlung des Kostenvorschusses zu befreien und die Frist zur Begründung der Beschwerde zu erstrecken;

dass die Beschwerdefrist von Art. 100 Abs. 1 BGG nicht erstreckt werden kann ( Art. 47 Abs. 1 BGG );

dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden ( Art. 106 Abs. 2 BGG );

dass die Eingaben des Beschwerdeführers vom 20. August und 11. September 2012 diesen Anforderungen offensichtlich nicht genügen, weshalb auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist ( Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG );

dass das Gesuch um aufschiebende Wirkung mit dem Entscheid in der Sache gegenstandslos wird;

dass auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG), womit das Gesuch um Befreiung von diesen Kosten gegenstandslos wird;

erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht St. Gallen, Einzelrichter im Obligationenrecht, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 24. September 2012

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Der Gerichtsschreiber: Huguenin