Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4A_41/2017 KI-generiert

Claimant v. Defendant: Eviction Defense and Legal Aid Denial Appeal

Geschäftsnummer 4A_41/2017
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a legal dispute concerning eviction protection and court fees, initiated by an individual who filed a lawsuit that the rental court did not entertain due to the plaintiff's failure to submit necessary documentation on time. The rental court also denied the request for legal aid, citing the case's lack of merit, and imposed court costs on the plaintiff. The plaintiff appealed to the Cantonal Court, which upheld the rental court's decision, leading the individual to then file a complaint with the Federal Court. The Federal Court ultimately ruled on the admissibility and merit of the complaint, focusing on procedural requirements and the sufficiency of the arguments presented.

Legislator-Regeste

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Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 105 Abs. 1 BGG, Art. 95 BGG, Art. 105 Abs. 2 BGG, Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 64 Abs. 1 BGG; Claimant v. Defendant: Eviction Defense and Legal Aid Denial Appeal: The rental court also denied the request for legal aid, citing the case's lack of merit, and imposed court costs on the plaintiff. The plaintiff appealed to the Cantonal Court, which upheld the rental court's decision, leading the individual to then file a complaint with the Federal Court. The Federal Court ultimately ruled on the admissibility and merit of the complaint, focusing on procedural requirements and the sufficiency of the arguments presented.

Schlagwörter

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Kündigungsschutz, Gerichtsgebühren unentgeltliche Rechtspflege Klagebewilligung Ausweisungsverfahren Gesetzlicher Schutz substantiierte Begründung Verteidigungskosten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG

Used to dismiss the appeal to the extent it was admissible, based on the lack of proper grounds.

Art. 64 Abs. 1 BGG

Used to reject the petitioner's request for legal aid for the federal court proceedings due to the lack of prospects of success.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to impose the court costs on the appellant given the outcome of the proceedings.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

4A_41/2017

Urteil vom 9. Februar 2017

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Kiss, Präsidentin,

Bundesrichterinnen Klett, Hohl,

Gerichtsschreiber Kölz.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

B.________,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Michael Schlumpf,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Kündigungsschutz, Gerichtsgebühren,

Beschwerde gegen den Beschluss und das Urteil

des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer,

vom 15. Dezember 2016.

In Erwägung,

dass das Mietgericht Zürich mit Beschluss vom 20. Oktober 2016 auf eine Klage betreffend Kündigungsschutz/Anfechtung von A.________ (Beschwerdeführerin) nicht eintrat, nachdem letztere der Aufforderung zur Einreichung der Klagebewilligung innert Frist nicht nachgekommen war;

dass das Mietgericht weiter das gleichzeitig mit der Klage gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit abwies, die Gerichtsgebühr auf Fr. 1'500.-- festsetzte und die Kosten A.________ auferlegte;

dass A.________ Berufung an das Obergericht des Kantons Zürich erhob, womit sie insbesondere den Nichteintretensentscheid des Mietgerichts sowie die Höhe der erstinstanzlichen Gerichtsgebühr beanstandete;

dass das Obergericht die Berufung mit Beschluss und Urteil vom 15. Dezember 2016 abwies, soweit es darauf eintrat, den angefochtenen Beschluss des Mietgerichts bestätigte und das Gesuch von A.________ um unentgeltliche Rechtspflege im Berufungsverfahren wegen Aussichtslosigkeit abwies;

dass A.________ gegen diesen Entscheid Beschwerde beim Bundesgericht erhoben und um die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren ersucht hat;

dass keine Vernehmlassungen eingeholt wurden;

dass Beschwerden an das Bundesgericht hinreichend zu begründen sind, ansonsten darauf nicht eingetreten werden kann ( BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 134 II 244 E. 2.1);

dass in der Beschwerdeschrift unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids dargelegt werden muss, inwiefern dieser Recht verletzt ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ; BGE 140 III 115 E. 2 S. 116, 86 E. 2 S. 89), wobei eine allfällige Verletzung von Grundrechten vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur insofern, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden ist ( Art. 106 Abs. 2 BGG );

dass das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat ( Art. 105 Abs. 1 BGG ), und es die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder ergänzen kann, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht ( Art. 105 Abs. 2 BGG );

dass die in der Beschwerde geübte Kritik über weite Strecken schwer nachvollziehbar ist und den erwähnten Begründungsanforderungen nicht genügt, zumal sie auf die Entscheidgründe der Vorinstanz kaum Bezug nimmt und im Übrigen auf tatsächlichen Behauptungen beruht, die in unzulässiger Weise von den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid abweichen;

dass die Beschwerdeführerin immerhin rügt, das Obergericht habe ihr rechtliches Gehör verletzt, indem es ihr keine Frist zur Bezifferung ihres Berufungsantrages um Reduktion der erstinstanzlichen Gerichtsgebühr ansetzte;

dass jedoch der Entscheid des Obergerichts, auf die Berufung mangels eines genügenden Rechtsbegehrens und einer genügenden Begründung im Kostenpunkt ohne Nachfristansetzung nicht einzutreten, im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung steht (siehe BGE 137 III 617 E. 6.4; Urteil 4A_258/2015 vom 21. Oktober 2015 E. 2.4.1; je mit Hinweisen) und nicht zu beanstanden ist;

dass sich die Beschwerde damit weitgehend als unzulässig, im Übrigen aber als offensichtlich unbegründet erweist, weshalb sie im Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG abzuweisen ist, soweit auf sie eingetreten werden kann;

dass das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (siehe Art. 64 Abs. 1 BGG );

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten gemäss Art. 66 Abs. 1 BGG der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind;

erkennt das Bundesgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. Februar 2017

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Kiss

Der Gerichtsschreiber: Kölz