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4A_409/2020 KI-generiert

Appellant's Payment of Cost Advance Renders Appeal Moot

Geschäftsnummer 4A_409/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

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The case involved a dispute over a procedural matter in a tenancy law proceeding, where the appellant contested a cost advance decision made by the First Civil Chamber of the Cantonal Court of Bern, dated July 16, 2020. The appellant was initially ordered to pay a cost advance of 2,650 CHF, which he challenged by filing a complaint to the Swiss Federal Tribunal written in English. Upon being instructed to submit the complaint in an official language, he complied with a German translation. The Cantonal Court later ruled that the appeal lacked sufficient reasoning and, after the appellant paid the disputed cost advance, decided to dismiss the appeal due to its mootness, refunding part of the advance and imposing court costs on the appellant. The Federal Tribunal's involvement was focused on the procedural aspects, addressing the mootness of the case due to the payment of the cost advance and determining the allocation of court costs.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 6 BGG, Art. 32 Abs. 2 BGG, Art. 68 Abs. 4 BGG, Art. 66 Abs. 2 BGG, Art. 71 BGG, Art. 72 BZP; Appellant's Payment of Cost Advance Renders Appeal Moot: The appellant was initially ordered to pay a cost advance of 2,650 CHF, which he challenged by filing a complaint to the Swiss Federal Tribunal written in English. Upon being instructed to submit the complaint in an official language, he complied with a German translation. The Cantonal Court later ruled that the appeal lacked sufficient reasoning and, after the appellant paid the disputed cost advance, decided to dismiss the appeal due to its mootness, refunding part of the advance and imposing court costs on the appellant. The Federal Tribunal's involvement was focused on the procedural aspects, addressing the mootness of the case due to the payment of the cost advance and determining the allocation of court costs.

Schlagwörter

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Mietrecht Kostenvorschussverfügung Kostenvorschuss Gebührenzahlung konnexe Verfahren Eilvorabentscheidungsverfahren Vorauszahlungsvertrag nachträglicher Rechtsvorschlag

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 32 Abs. 2 BGG

Used to order the dismissal of the appeal proceedings due to the subsequent loss of the subject matter.

Art. 66 Abs. 3 BGG

Cited in conjunction with the principle of causation for allocating the costs.

Art. 66 Abs. 2 BGG

Used to impose the reduced court costs on the appellant.

Art. 68 Abs. 4 BGG

Cited in conjunction with the principle of causation for allocating the costs/indemnities.

Art. 68 BGG

Used to rule that the opponent is not entitled to party compensation as they incurred no compensable expense.

Art. 93 Abs. 1 BGG

Cited to support the hypothetical reasoning that the appeal would likely have been rejected as being against an interlocutory decision if the subject matter had not become moot.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

4A_409/2020

Verfügung vom 11. September 2020

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Kiss, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Widmer.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

B.________,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Mietrecht; Kostenvorschussverfügung; Gegenstandslosigkeit der Beschwerde,

Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, vom 16. Juli 2020

(ZK 20 317).

In Erwägung,

dass der Instruktionsrichter am Obergericht des Kantons Bern den Beschwerdeführer mit Verfügung vom 16. Juli 2020 aufforderte, im Berufungsverfahren ZK 20 317 innert 20 Tagen nach Zustellung der Verfügung einen Kostenvorschuss von Fr. 2'650.-- zu leisten;

dass der Beschwerdeführer dagegen mit Eingabe vom 23. Juli 2020 beim Bundesgericht Beschwerde erhob, wobei die Beschwerdeschrift in englischer Sprache verfasst war;

dass der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 28. Juli 2020 gemäss Art. 42 Abs. 6 BGG aufgefordert wurde, eine in einer Amtssprache verfasste Beschwerdeschrift einzureichen, worauf er am 3. August 2020 fristgerechteine deutsche Übersetzung einreichte;

dass der Beschwerdeführer, nachdem ihm die Vorinstanz mit Verfügung vom 12. August 2020 eine Nachfrist für die Bezahlung des Kostenvorschusses angesetzt hatte, seine Beschwerde mit Eingabe vom 27. August 2020 ergänzte;

dass das Obergericht des Kantons Bern dem Bundesgericht am 8. September 2020 (Eingang beim Bundesgericht am 10. September 2020) einen Entscheid vom 3. September 2020zustellte, mit dem es auf die Berufung im Verfahren ZK 20 317 mangels hinreichender Begründung nicht eintrat;

dass aus dem Entscheid hervorgeht, dass der Beschwerdeführer vorgängig den vorliegend bestrittenen Kostenvorschuss von Fr. 2'650.-- bezahlt hatte, dass ihm im Entscheid vom 3. September 2020 Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 650.-- auferlegt wurden und dass ihm nach Verrechnung dieses Betrages mit dem geleisteten Kostenvor schuss Fr. 2'000.-- zurückerstattet werden;

dass mit der Leistung des strittigen Kostenvorschusses das Interesse des Beschwerdeführers an einer Behandlung der Beschwerde vom 23. Juli / 27. August 2020 dahingefallen ist, weshalb das Verfahren nach Art. 32 Abs. 2 BGG durch die Präsidentin der Abteilung als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist;

dass nach der Praxis der Abteilung hinsichtlich der Kosten- und Entschädigungsfolgen in Fällen nachträglichen Wegfallens des Rechtsschutzinteresses auf das Verursacherprinzip abgestellt wird ( Art. 66 Abs. 3 und Art. 68 Abs. 4 BGG );

dass in der Regel die beschwerdeführende Partei als Verursacherin betrachtet wird und im vorliegenden Fall kein Anlass besteht, von dieser Regel abzuweichen, zumal der Beschwerdeführer die Gegenstandslosigkeit mit der Bezahlung des strittigen Kostenvorschusses verursacht hat;

dass demnach die reduzierten Gerichtskosten dem Beschwerde führer aufzuerlegen sind ( Art. 66 Abs. 2 BGG );

dass die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer auch aufzuerlegen sind, wenn darüber aufgrund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes entschieden wird ( Art. 71 BGG in Verbindung mit Art. 72 BZP ), wäre doch voraussichtlich auf die Beschwerde nicht einzutreten gewesen, da sie sich gegen einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG richtete und die Voraussetzungen für die ausnahmsweise selbständige Anfechtung dieses Zwischenentscheids in der Beschwerdeschrift und deren Ergänzung nicht dargetan wurden;

dass dem Beschwerdegegner keine Parteientschädigung zuzusprechen ist, da ihm im Zusammenhang mit dem bundesgerichtlichen Verfahren kein entschädigungspflichtiger Aufwand entstanden ist ( Art. 68 BGG );

verfügt die Präsidentin:

1. Das Verfahren wird infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Diese Verfügung wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. September 2020

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Kiss

Der Gerichtsschreiber: Widmer