Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4A_400/2009 KI-generiert

Refusal to Hear Appeal Regarding Legal Aid and Cost Security Deposit

Geschäftsnummer 4A_400/2009
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A legal dispute arose when an individual applied for free legal aid, which was denied by a lower court that required a security deposit. The individual appealed this decision to an appellate court, which upheld the denial. Subsequently, the individual submitted a complaint to a higher court challenging both the appellate and lower court decisions. However, the higher court found that the complaint was insufficiently substantiated and that the lower court's ruling did not qualify as a final decision subject to appeal. As a result, the higher court decided not to consider the complaint further.

Legislator-Regeste

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Art. 113 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 117 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG, Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG; Refusal to Hear Appeal Regarding Legal Aid and Cost Security Deposit: The individual appealed this decision to an appellate court, which upheld the denial. Subsequently, the individual submitted a complaint to a higher court challenging both the appellate and lower court decisions. However, the higher court found that the complaint was insufficiently substantiated and that the lower court's ruling did not qualify as a final decision subject to appeal. As a result, the higher court decided not to consider the complaint further.

Schlagwörter

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unentgeltliche Rechtspflege Recht zur Hinterlegung verfassungsmässige Anforderung Obligationenrecht Ausschluss der öffentlichen Verhandlung Beschwerdelegitimation

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 106 Abs. 2 BGG

Cited in the context of the requirement to explicitly raise and substantiate constitutional complaints.

Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG

Cited as the ground for the Federal Tribunal's decision not to enter into the merits of the appeal (non-entrée en matière).

Art. 113 BGG

Mentioned in the reasoning concerning the inadmissibility of challenging the lower court decision because it was not a final decision (though the final decision not to enter was based on Art. 108).

Art. 117 BGG

Cited in the context of the requirement to explicitly raise and substantiate constitutional complaints for federal matters reviewed at the specific party's request.

Art. 42 Abs. 2 BGG

Cited in the context of the formal requirement for substantiating the appeal.

Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG

Cited as the basis for waiving the collection of court fees.

Art. 75 Abs. 1 BGG

Mentioned in the reasoning concerning the inadmissibility of challenging the lower court decision because it was not a final decision (though the final decision not to enter was based on Art. 108).

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Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (1)

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

4A_400/2009

Urteil vom 19. Oktober 2009

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Klett, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Huguenin.

Parteien

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Bern, Appellationshof, 1. Zivilkammer,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

unentgeltliche Rechtspflege,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts

des Kantons Bern, Appellationshof, 1.Zivilkammer,

vom 3. Juni 2009.

In Erwägung,

dass der Gerichtspräsident 4 des Gerichtskreises X Thun mit Entscheid vom 2. April 2009 das Gesuch des Beschwerdeführers um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Rechtspflege abwies und diesen aufforderte, innert 20 Tagen eine Kostensicherheit von Fr. 4'000.-- zu leisten, mit Hinweis darauf, dass Nichtleistung der Sicherheit kostenfällige Rückweisung der Klage zur Folge habe;

dass der Beschwerdeführer beim Obergericht des Kantons Bern Rekurs erhob, dessen Appellationshof das Rechtsmittel mit Entscheid vom 3. Juni 2009 abwies;

dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht eine vom 17. August 2009 datierte Eingabe einreichte, in der er erklärte, die beiden kantonalen Entscheide mit Beschwerde anzufechten;

dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht zwei weitere, vom 25. und 27. August 2009 datierte Eingaben einreichte;

dass das vom Beschwerdeführer gestellte Sistierungsgesuch abzuweisen ist, weil unter den gegebenen Umständen kein Grund für die Sistierung des bundesgerichtlichen Verfahren ersichtlich ist;

dass von vornherein auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit damit auch der Entscheid des Gerichtspräsidenten 4 des Gerichtskreises X Thun angefochten wird, weil es sich dabei nicht um einen letztinstanzlichen Entscheid im Sinne von Art. 75 Abs. 1 bzw. Art. 113 BGG handelt;

dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind ( Art. 42 Abs. 2 BGG ), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden ( Art. 106 Abs. 2 und Art. 117 BGG );

dass in den Eingaben des Beschwerdeführers zwar von der Verletzung des Obligationenrechts sowie von Art. 9 und 29 BV die Rede ist, dass damit aber nicht ausreichend und in verständlicher Weise auf die Einzelheiten der Entscheidbegründung des Appellationshofs eingegangen wird, sodass nicht erkennbar ist, inwiefern dessen Entscheid gegen die vom Beschwerdeführer angerufenen Bestimmungen verstossen soll;

dass somit die Beschwerde nicht hinreichend begründet wurde, soweit damit der Entscheid des Appellationshofes angefochten wird;

dass aus diesen Gründen auf die Beschwerde als Ganzes in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht einzutreten ist;

dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG);

erkennt die Präsidentin:

1. Das Gesuch um Sistierung des bundesgerichtlichen Verfahrens wird abgewiesen.

2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4. Dieses Urteil wird den Parteien schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 19. Oktober 2009

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin