Appeal Against Interlocutory Remand Inadmissible Due to Lack of Irreparable Legal Disadvantage
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA company filed a complaint with the Swiss Federal Tribunal against a decision made by the Court of Appeal of the Canton of Bern. This decision was a reversal of a previous dismissal by the Regional Court of Bern-Mittelland of a claim against the company due to lack of standing. The Court of Appeal had accepted the claimant's appeal, established the company's standing, and sent the matter back to the Regional Court for further proceedings. The company contested the Court of Appeal's decision at the Federal Tribunal. However, because the company did not meet the necessary criteria for contesting an interim decision and it being a procedural step rather than a final decision, no deliberations on the merits of the complaint were undertaken.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 29 Abs. 1 BGG, Art. 92 BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 93 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; Appeal Against Interlocutory Remand Inadmissible Due to Lack of Irreparable Legal Disadvantage: This decision was a reversal of a previous dismissal by the Regional Court of Bern-Mittelland of a claim against the company due to lack of standing. The Court of Appeal had accepted the claimant's appeal, established the company's standing, and sent the matter back to the Regional Court for further proceedings. The company contested the Court of Appeal's decision at the Federal Tribunal. However, because the company did not meet the necessary criteria for contesting an interim decision and it being a procedural step rather than a final decision, no deliberations on the merits of the complaint were undertaken.
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KI-generiertUsed to declare non-admission of the appeal in the simplified procedure because the prerequisites for treating an interlocutory decision appeal were not met.
Imposes court costs on the appellant due to the non-admission of the appeal.
Used as the basis for denying party compensation to the respondent.
Cited in the reasoning to explain the conditions for appealing an interlocutory decision, which were found not to be met.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
4A_359/2022
Urteil vom 3. Oktober 2022
I. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Kiss, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Leemann.
Verfahrensbeteiligte
A.________ GmbH,
vertreten durch Fürsprecher Wolfgang A. Josseck,
Beschwerdeführerin,
gegen
B.________,
vertreten durch Fürsprecher Andreas Imobersteg,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Kaufvertrag,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts
des Kantons Bern, 2. Zivilkammer, vom 21. Juli 2022 (ZK 21 573).
Erwägungen:
1. Mit Entscheid vom 18. Juni 2021 wies das Regionalgericht Bern-Mittelland eine vom Beschwerdegegner gegen die Beschwerdeführerin erhobene Forderungsklage infolge fehlender Passivlegitimation ab.
Mit Entscheid vom 21. Juli 2022 hiess das Obergericht des Kantons Bern eine vom Beschwerdegegner gegen den regionalgerichtlichen Entscheid vom 18. Juni 2021 erhobene Berufung gut, es hob den angefochtenen Entscheid auf, stellte die Passivlegitimation der Beschwerdeführerin fest und wies die Sache zur weiteren Behandlung der Klage an das Regionalgericht zurück.
Mit Eingabe vom 5. September 2022 erklärte die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht, den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2022 mit Beschwerde anfechten zu wollen.
Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.
2. Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob ein Rechtsmittel zulässig ist ( Art. 29 Abs. 1 BGG ; BGE 145 I 121 E. 1; 143 III 140 E. 1; 141 III 395 E. 2.1).
2.1. Gegen selbständig eröffnete Zwischenentscheide, mit denen weder über die Zuständigkeit noch über Ausstandsbegehren entschieden wurde (vgl. Art. 92 BGG ), ist die Beschwerde nur zulässig, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können ( Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde ( Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG ). Der nicht wieder gutzumachende Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG muss ein Nachteil rechtlicher Natur sein, der auch durch einen späteren günstigen Endentscheid nicht oder nicht gänzlich beseitigt werden kann, wogegen rein tatsächliche Nachteile wie die Verfahrensverlängerung oder -verteuerung nicht ausreichen ( BGE 144 III 475 E. 1.2; 142 III 798 E. 2.2; 141 III 80 E. 1.2; je mit Hinweisen).
Die selbständige Anfechtbarkeit von Zwischenentscheiden bildet aus prozessökonomischen Gründen eine Ausnahme vom Grundsatz, dass sich das Bundesgericht mit jeder Angelegenheit nur einmal befassen soll ( BGE 144 III 475 E. 1.2; 142 III 798 E. 2.2; 141 III 80 E. 1.2). Diese Ausnahme ist restriktiv zu handhaben ( BGE 144 III 475 E. 1.2; 138 III 94 E. 2.2). Dabei obliegt es der beschwerdeführenden Partei darzutun, dass die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Anfechtbarkeit eines Zwischenentscheids erfüllt sind, soweit deren Vorliegen nicht offensichtlich in die Augen springt ( BGE 142 III 798 E. 2.2; 141 III 80 E. 1.2; 138 III 46 E. 1.2; 137 III 324 E. 1.1; 133 III 629 E. 2.3.1).
2.2. Beim angefochtenen Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2022 handelt es sich um einen Rückweisungsentscheid des Berufungsgerichts und damit um einen Zwischenentscheid (vgl. Art. 92 f. BGG), der das Verfahren in der Hauptsache nicht abschliesst ( BGE 145 III 42 E. 2.1; 144 III 253 E. 1.4).
Die Beschwerdeführerin äussert sich nicht zu den Eintretensvoraussetzungen nach Art. 93 Abs. 1 BGG und deren Vorliegen springt auch nicht offensichtlich in die Augen. Auf die Beschwerde ist daher im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten.
3. Die Beschwerdeführerin wird bei diesem Verfahrensausgang kostenpflichtig ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Dem Beschwerdegegner steht keine Parteientschädigungen zu, da ihm aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand erwachsen ist ( Art. 68 Abs. 2 BGG ).
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 2. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 3. Oktober 2022
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Kiss
Der Gerichtsschreiber: Leemann