Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4A_330/2020 KI-generiert

Debt Immunity Claim and Denial of Legal Aid Appeal Dismissed for Insufficient Substantiation

Geschäftsnummer 4A_330/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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An individual, referred to as A.________, filed a lawsuit for denial of debt against a company, B.________ AG, and subsequently requested free legal assistance at the See-Gaster District Court. This request was denied on November 8, 2019, as the court deemed the lawsuit to be without prospects of success under Swiss procedural law. A.________ appealed this decision to the Cantonal Court of St. Gallen, where a single judge, specializing in obligations law, upheld the initial denial on May 11, 2020. A.________ then submitted an appeal to the Swiss Federal Tribunal on June 18, 2020, also requesting free legal aid for the federal proceedings and seeking a suspensive effect on the decision. The request for suspensive effect was rejected due to the perceived lack of merit in the complaint. Consequently, the federal tribunal decided on procedural grounds, indicating that A.________ did not adequately address the reasoning of the lower court’s decision, thus failing to meet the substantive requirements for an appeal.

Legislator-Regeste

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Art. 117 lit. b ZPO, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG; Debt Immunity Claim and Denial of Legal Aid Appeal Dismissed for Insufficient Substantiation: This request was denied on November 8, 2019, as the court deemed the lawsuit to be without prospects of success under Swiss procedural law. A.________ appealed this decision to the Cantonal Court of St. Gallen, where a single judge, specializing in obligations law, upheld the initial denial on May 11, 2020. A.________ then submitted an appeal to the Swiss Federal Tribunal on June 18, 2020, also requesting free legal aid for the federal proceedings and seeking a suspensive effect on the decision. The request for suspensive effect was rejected due to the perceived lack of merit in the complaint. Consequently, the federal tribunal decided on procedural grounds, indicating that A.________ did not adequately address the reasoning of the lower court’s decision, thus failing to meet the substantive requirements for an appeal.

Schlagwörter

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unentgeltliche Rechtspflege Konkursforderung Rechtsvorschlag Schuldentilgung Beweislosigkeit Feststellungsklage

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The appeal was dismissed because the reasoning did not meet the requirements for entry into the merits, leading to non-admittance under this procedural rule.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

The court refrained from imposing court costs based on this provision.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

4A_330/2020

Urteil vom 5. August 2020

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Kiss, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Stähle.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Kantonsgericht St. Gallen, Einzelrichterin im Obligationenrecht,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

unentgeltliche Rechtspflege,

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, Einzelrichterin im Obligationenrecht, vom 11. Mai 2020 (BE.2019.61-EZO3).

Erwägungen:

1. Am 17. September 2019 reichte A.________ (Beschwerdeführer) beim Kreisgericht See-Gaster eine Aberkennungsklage gegen die B.________ AG ein. Das in der Folge gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wies der verfahrensleitende Richter am Kreisgericht mit Entscheid vom 8. November 2019 ab. Er kam zum Ergebnis, dass die Klage im Sinne von Art. 117 lit. b ZPO aussichtslos sei.

Die dagegen erhobene Beschwerde wies die Einzelrichterin am Kantonsgericht St. Gallen mit Entscheid vom 11. Mai 2020 ab.

A.________ hat mit Eingabe an das Bundesgericht vom 18. Juni 2020 erklärt, diesen Entscheid mit Beschwerde anzufechten, und um Erteilung der aufschiebenden Wirkung sowie um unentgeltliche Rechtspflege (auch) für das bundesgerichtliche Verfahren ersucht. Mit Präsidialverfügung vom 23. Juni 2020 wurde das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abgewiesen. Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.

2. Die Beschwerde ist hinreichend zu begründen, ansonsten darauf nicht eingetreten werden kann ( BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 134 II 244 E. 2.1). In der Beschwerdeschrift ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt ( Art. 42 Abs. 2 BGG ). Unerlässlich ist dabei, dass auf die Begründung des angefochtenen Entscheids eingegangen und im Einzelnen aufgezeigt wird, worin eine vom Bundesgericht überprüfbare Rechtsverletzung liegt. Die beschwerdeführende Partei soll in der Beschwerde an das Bundesgericht nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die sie im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekräftigen, sondern mit ihrer Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz ansetzen ( BGE 140 III 115 E. 2 S. 116, 86 E. 2 S. 89).

Die nicht auf die vorinstanzlichen Erwägungen bezogene Begründung in der Eingabe vom 18. Juni 2020 genügt den erwähnten Anforderungen offensichtlich nicht. Der Beschwerdeführer nennt verschiedene Aspekte, mit denen sich die Vorinstanz "nicht befasst" habe, ohne aber nachvollziehbar darzulegen, inwiefern die Erfolgsaussichten seiner Klage anders hätten beurteilt werden müssen. Auf die Beschwerde ist daher im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten.

3. Ausnahmsweise wird darauf verzichtet, Gerichtskosten zu erheben ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ). Damit wird das Gesuch des Beschwerdeführers um Befreiung von diesen Kosten gegenstandslos.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Kantonsgericht St. Gallen, Einzelrichterin im Obligationenrecht, und dem Kreisgericht See-Gaster schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. August 2020

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Kiss

Der Gerichtsschreiber: Stähle