Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4A_319/2024 KI-generiert

Appeal Regarding Dismissal of Recusal Motions in Debt Enforcement Proceedings

Geschäftsnummer 4A_319/2024
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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Appeal Regarding Dismissal of Recusal Motions in Debt Enforcement Proceedings The case concerns a procedural appeal stemming from an ongoing debt enforcement (summary proceedings for the grant of a provisional stay of enforcement) where the claimant repeatedly filed motions to challenge the impartiality of judges (recusal motions) against a court official and a specific appellate judge. The Cantonal Court dismissed the claimant's second set of recusal motions against the court official and a specific Cantonal Court Judge and refused to hear the claimant's appeal against a lower court decision, which had previously dismissed the first recusal motion against the court official. The Supreme Court of Switzerland declined to hear the appeal because the appellant failed to meet the stringent legal requirements for substantiating a petition for review, necessary for constitutional complaints, by not demonstrating how the Cantonal Court's decision violated his rights or contradicted existing jurisprudence, thus ruling the appeal to be insufficiently reasoned under Article 42 paragraphs 1 and 2 of the Federal Supreme Court Act.

Legislator-Regeste

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Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 105 Abs. 1 BGG, Art. 95 BGG, Art. 105 Abs. 2 BGG, Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Appeal Regarding Dismissal of Recusal Motions in Debt Enforcement Proceedings: The Cantonal Court dismissed the claimant's second set of recusal motions against the court official and a specific Cantonal Court Judge and refused to hear the claimant's appeal against a lower court decision, which had previously dismissed the first recusal motion against the court official. The Supreme Court of Switzerland declined to hear the appeal because the appellant failed to meet the stringent legal requirements for substantiating a petition for review, necessary for constitutional complaints, by not demonstrating how the Cantonal Court's decision violated his rights or contradicted existing jurisprudence, thus ruling the appeal to be insufficiently reasoned under Article 42 paragraphs 1 and 2 of the Federal Supreme Court Act.

Schlagwörter

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Rechtsöffnung, Ausstand Ausstandsbegehren Schuldbetreibung Sistierung des Verfahrens Urteilsvollstreckung Verfahrensüberprüfung ordentliches Konkursverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The appeal was not admitted due to insufficient grounds, as cited in the dispositive order 1.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The costs of the proceedings were imposed on the appellant due to the outcome of the decision (dispositive order 2).

Art. 68 Abs. 3 BGG

The respondent was not awarded compensation for costs, as cited in the dispositive reasoning, although this specific provision is not explicitly found in the numbered dispositive orders 1 or 2, but rather in the concluding reasoning which precedes them. However, based strictly on the final numbered orders, only Art. 66 Abs. 1 BGG applies for costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

4A_319/2024

Urteil vom 4. Juli 2024

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Jametti, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Brugger.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

*gegen*

Petra Vonschallen,

Bezirksgericht Leuk und Westlich-Raron,

Rathaus, 3953 Leuk Stadt,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Rechtsöffnung, Ausstand,

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Wallis, Zivilkammer, vom 16. Mai 2024 (C3 24 9).

Erwägungen:

1. Mit Entscheid vom 18. Januar 2024 wies das Bezirksgericht von Brig, Östlich-Raron und Goms in einem Rechtsöffnungsverfahren das Ausstandsgesuch des Beschwerdeführers gegen die Beschwerdegegnerin ab. Dagegen erhob der Beschwerdeführer Beschwerde an das Kantonsgericht Wallis. Er stellte vor Kantonsgericht erneut ein Ausstandgesuch gegen die Beschwerdegegnerin und ein zusätzliches Ausstandsgesuch gegen Kantonsrichter Seeberger. Mit Entscheid vom 16. Mai 2024 trat das Kantonsgericht auf die beiden Ausstandsgesuche und die Beschwerde nicht ein.

Gegen diesen Entscheid erhebt der Beschwerdeführer mit der vom 23. Mai 2024 datierten Eingabe Beschwerde an das Bundesgericht. Auf das Einholen von Vernehmlassungen zur Beschwerde wurde verzichtet.

2.

2.1.

Beschwerden an das Bundesgericht sind hinreichend zu begründen, ansonsten darauf nicht eingetreten werden kann (

BGE 140 III 115

E. 2;

134 II 244

E. 2.1). Dafür muss in der Beschwerdeschrift unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids dargelegt werden, inwiefern dieser Recht verletzt (

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG

;

BGE 140 III 115

E. 2, 86 E. 2). Eine Verletzung von Grundrechten wird vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft, sondern nur insofern, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden ist (

Art. 106 Abs. 2 BGG

).

2.2.

Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (

Art. 105 Abs. 1 BGG

). Dazu gehören sowohl die Feststellungen über den streitgegenständlichen Lebenssachverhalt als auch jene über den Ablauf des vor- und erstinstanzlichen Verfahrens, also die Feststellungen über den Prozesssachverhalt (

BGE 140 III 16

E. 1.3.1 mit Hinweisen). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von

Art. 95 BGG

beruht (

Art. 105 Abs. 2 BGG

). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willkürlich" (

BGE 140 III 115

E. 2;

135 III 397

E. 1.5). Überdies muss die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein können (

Art. 97 Abs. 1 BGG

).

Für eine Kritik am festgestellten Sachverhalt gilt das strenge Rügeprinzip von

Art. 106 Abs. 2 BGG

(

BGE 140 III 264

E. 2.3 mit Hinweisen). Die Partei, welche die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern diese Voraussetzungen erfüllt sein sollen (

BGE 140 III 16

E. 1.3.1 mit Hinweisen). Wenn sie den Sachverhalt ergänzen will, hat sie zudem mit präzisen Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (

BGE 140 III 86

E. 2). Genügt die Kritik diesen Anforderungen nicht, können Vorbringen mit Bezug auf einen Sachverhalt, der vom angefochtenen Entscheid abweicht, nicht berücksichtigt werden (

BGE 140 III 16

E. 1.3.1).

3. Die Eingabe des Beschwerdeführers erfüllt diese Begründungsanforderungen offensichtlich nicht. Er legt darin bloss in frei gehaltenen Ausführungen seine Sicht der Dinge dar, ohne indessen auf die Erwägungen der Vorinstanz hinreichend konkret einzugehen, geschweige denn nachvollziehbar aufzuzeigen, inwiefern diese seine Rechte verletzt haben soll.

Auf die Beschwerde ist somit mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten (

Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

).

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (

Art. 66 Abs. 1 BGG

). Der Beschwerdegegnerin ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (

Art. 68 Abs. 3 BGG

), zumal ihr aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein entschädigungspflichtiger Aufwand erwachsen ist.

Demnach erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Wallis, Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. Juli 2024

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Jametti

Der Gerichtsschreiber: Brugger