Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4A_309/2015 KI-generiert

Cost Advance Dispute Appeal Inadmissible

Geschäftsnummer 4A_309/2015
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A party initiated a lawsuit against a company concerning an employment contract at the Zurich Labor Court, which ruled that the case would proceed under ordinary proceedings and required a cost advance of CHF 4,000. The party appealed this decision to the Zurich Court of Appeals, which upheld the initial ruling. Subsequently, the party filed a complaint to the Federal Tribunal challenging the appellate court's decision. The Federal Tribunal considered the appeal's admissibility based on the potential for an irreparable legal detriment, particularly regarding the obligation to pay the cost advance and the risk of dismissal if payment was not made. However, the party did not demonstrate financial inability to pay the cost, resulting in the tribunal finding the appeal inadmissible.

Legislator-Regeste

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Art. 93 Abs. 1 BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Cost Advance Dispute Appeal Inadmissible: The party appealed this decision to the Zurich Court of Appeals, which upheld the initial ruling. Subsequently, the party filed a complaint to the Federal Tribunal challenging the appellate court's decision. The Federal Tribunal considered the appeal's admissibility based on the potential for an irreparable legal detriment, particularly regarding the obligation to pay the cost advance and the risk of dismissal if payment was not made. However, the party did not demonstrate financial inability to pay the cost, resulting in the tribunal finding the appeal inadmissible.

Schlagwörter

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Arbeitsvertrag Kostenvorschuss nicht wiedergutzumachender Nachteil Arbeitsverträge Vorschuss anfechtbarer Zwischenentscheid Eilvorabentscheidungsverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

The Tribunal decided not to enter upon the appeal based on this procedural provision, as the appeal was obviously inadmissible.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The court imposed court costs on the appellant due to the outcome of the procedure.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

4A_309/2015

Urteil vom 17. Juli 2015

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Kiss, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Kölz.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Kurt Meier,

Beschwerdeführer,

gegen

B.________ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt Mirco Ceregato,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Arbeitsvertrag,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 12. Mai 2015.

In Erwägung,

dass A.________ (Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 13. Februar 2015 beim Arbeitsgericht Zürich eine Klage gegen die B.________ AG (Beschwerdegegnerin) anhängig machte;

dass das Arbeitsgericht mit Beschluss vom 26. Februar 2015 erwog, das Verfahren sei im ordentlichen Verfahren und kostenpflichtig zu führen, und dem Beschwerdeführer eine zehntägige Frist zur Zahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 4'000.-- ansetzte;

dass der Beschwerdeführer dagegen an das Obergericht des Kantons Zürich gelangte, welches seine Beschwerde mit Urteil vom 12. Mai 2015 abwies;

dass der Beschwerdeführer dieses Urteil mit Beschwerdeschrift vom 8. Juni 2015 beim Bundesgericht anfocht;

dass in der Beschwerdeschrift zutreffend darauf hingewiesen wird, die Beschwerde richte sich gegen einen selbständig eröffneten Vor- und Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG , weshalb sie gemäss dessen lit. a nur zulässig sei, wenn der Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken könne;

dass der nicht wieder gutzumachende Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ein Nachteil rechtlicher Natur sein muss, der auch durch einen späteren günstigen Endentscheid nicht oder nicht gänzlich beseitigt werden kann, wogegen rein tatsächliche Nachteile wie die Verfahrensverlängerung oder -verteuerung nicht ausreichen ( BGE 141 III 80 E. 1.2 S. 80; 137 III 380 E. 1.2.1; 133 III 629 E. 2.3.1);

dass Zwischenentscheide, mit denen zwecks Sicherstellung der mutmasslichen Gerichtskosten ein Kostenvorschuss verlangt wird, grundsätzlich einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirken können, wenn im Säumnisfall ein Nichteintretensentscheid droht (Urteile 4A_356/2014 vom 5. Januar 2015 E. 1.1; 4A_226/2014 vom 6. August 2014 E. 1.1; 4A_100/2009 vom 15. September 2009 E. 1.3; vgl. auch BGE 133 V 402 E. 1.2; 128 V 199 E. 2b und 2c ; 77 I 42 E. 2; Urteil 4P.70/2001 vom 1. Juni 2001 E. 2);

dass indessen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts die beschwerdeführende Partei, die eine mögliche Verhinderung des Zugangs zum Gericht geltend macht, dartun muss, dass dieser rechtliche Nachteil, nämlich die Säumnisfolge, wirklich droht;

dass dies nur der Fall ist, wenn die vorschusspflichtige Partei finanziell nicht in der Lage ist, den verlangten Betrag zu bezahlen, weshalb sie zur Substanziierung der Eintretensvoraussetzungen ihre Mittellosigkeit darzulegen hat (Urteile 4A_589/2014 vom 1. Juni 2015 E. 4; 4A_249/2015 vom 29. Mai 2015 E. 3; 4A_128/2015 vom 8. April 2015 E. 3; 4A_562/2014 vom 20. Februar 2015 E. 2.2; 4A_602/2014 vom 10. Februar 2015 E. 1.1; 4A_356/2014 vom 5. Januar 2015 E. 1.2.1);

dass der Beschwerdeführer nichts derartiges behauptet und damit die Voraussetzung von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG nicht dargetan ist;

dass sich die Beschwerde demnach als offensichtlich unzulässig erweist, weshalb im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf sie nicht einzutreten ist;

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind ( Art. 66 Abs. 1 BGG );

erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. Juli 2015

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Kiss

Der Gerichtsschreiber: Kölz