Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4A_307/2015 KI-generiert

Employee Challenge to Employment Litigation Cost Advance Admissibility

Geschäftsnummer 4A_307/2015
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who filed a lawsuit against a company related to an employment contract at the Labor Court in Zurich. The Labor Court ruled that the proceedings would continue in an ordinary process, requiring the individual to pay a fee in advance. The individual appealed this decision to the Zurich Court of Appeals, which dismissed the appeal. Subsequently, the individual brought the matter to the Swiss Federal Tribunal, challenging the decision regarding the advance costs. A crucial point of contention was whether the failure to pay the costs could lead to a hindrance in accessing the court, which the individual failed to substantiate adequately. As a result, the Tribunal ruled the appeal as inadmissible.

Legislator-Regeste

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Art. 93 Abs. 1 BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Employee Challenge to Employment Litigation Cost Advance Admissibility: The Labor Court ruled that the proceedings would continue in an ordinary process, requiring the individual to pay a fee in advance. The individual appealed this decision to the Zurich Court of Appeals, which dismissed the appeal. Subsequently, the individual brought the matter to the Swiss Federal Tribunal, challenging the decision regarding the advance costs. A crucial point of contention was whether the failure to pay the costs could lead to a hindrance in accessing the court, which the individual failed to substantiate adequately. As a result, the Tribunal ruled the appeal as inadmissible.

Schlagwörter

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Arbeitsvertrag Kostenvorschuss Zwischenbeschäftigung Zahlungsbefehl Prozessvoraussetzung Zahlungsunfähigkeit nachträglicher Rechtsvorschlag

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

Used to refuse to enter into the merits of the appeal due to its obvious inadmissibility.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The court imposed the court costs on the appellant due to the outcome of the procedure.

Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG

The appeal was declared inadmissible because the challenged decision (regarding a cost deposit) did not cause an irreparable legal disadvantage as required by this provision.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

4A_307/2015

Urteil vom 17. Juli 2015

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Kiss, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Kölz.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Kurt Meier, Beschwerdeführerin,

gegen

B.________ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt Reto Ferrari-Visca,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Arbeitsvertrag,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 7. Mai 2015.

In Erwägung,

dass A.________ (Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 6. März 2015 beim Arbeitsgericht Zürich eine Klage gegen die B.________ AG (Beschwerdegegnerin) anhängig machte;

dass das Arbeitsgericht mit Beschluss vom 27. März 2015 unter anderem anordnete, das Verfahren werde im ordentlichen Verfahren und kostenpflichtig geführt, und der Beschwerdeführerin eine zehntägige Frist zur Zahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 4'000.-- ansetzte;

dass die Beschwerdeführerin dagegen an das Obergericht des Kantons Zürich gelangte, welches ihre Beschwerde mit Urteil vom 7. Mai 2015 abwies;

dass die Beschwerdeführerin dieses Urteil mit Beschwerdeschrift vom 8. Juni 2015 beim Bundesgericht anfocht;

dass in der Beschwerdeschrift zutreffend darauf hingewiesen wird, die Beschwerde richte sich gegen einen selbständig eröffneten Vor- und Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG , weshalb sie gemäss dessen lit. a nur zulässig sei, wenn der Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken könne;

dass der nicht wieder gutzumachende Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ein Nachteil rechtlicher Natur sein muss, der auch durch einen späteren günstigen Endentscheid nicht oder nicht gänzlich beseitigt werden kann, wogegen rein tatsächliche Nachteile wie die Verfahrensverlängerung oder -verteuerung nicht ausreichen ( BGE 141 III 80 E. 1.2 S. 80; 137 III 380 E. 1.2.1; 133 III 629 E. 2.3.1);

dass Zwischenentscheide, mit denen zwecks Sicherstellung der mutmasslichen Gerichtskosten ein Kostenvorschuss verlangt wird, grundsätzlich einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirken können, wenn im Säumnisfall ein Nichteintretensentscheid droht (Urteile 4A_356/2014 vom 5. Januar 2015 E. 1.1; 4A_226/2014 vom 6. August 2014 E. 1.1; 4A_100/2009 vom 15. September 2009 E. 1.3; vgl. auch BGE 133 V 402 E. 1.2; 128 V 199 E. 2b und 2c ; 77 I 42 E. 2; Urteil 4P.70/2001 vom 1. Juni 2001 E. 2);

dass indessen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts die beschwerdeführende Partei, die eine mögliche Verhinderung des Zugangs zum Gericht geltend macht, dartun muss, dass dieser rechtliche Nachteil, nämlich die Säumnisfolge, wirklich droht;

dass dies nur der Fall ist, wenn die vorschusspflichtige Partei finanziell nicht in der Lage ist, den verlangten Betrag zu bezahlen, weshalb sie zur Substanziierung der Eintretensvoraussetzungen ihre Mittellosigkeit darzulegen hat (Urteile 4A_589/2014 vom 1. Juni 2015 E. 4; 4A_249/2015 vom 29. Mai 2015 E. 3; 4A_128/2015 vom 8. April 2015 E. 3; 4A_562/2014 vom 20. Februar 2015 E. 2.2; 4A_602/2014 vom 10. Februar 2015 E. 1.1; 4A_356/2014 vom 5. Januar 2015 E. 1.2.1);

dass die Beschwerdeführerin nichts derartiges behauptet und damit die Voraussetzung von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG nicht dargetan ist;

dass sich die Beschwerde demnach als offensichtlich unzulässig erweist, weshalb im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf sie nicht einzutreten ist;

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind ( Art. 66 Abs. 1 BGG );

erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. Juli 2015

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Kiss

Der Gerichtsschreiber: Kölz