Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4A_240/2025 KI-generiert

Federal Supreme Court Declares Appeal on Interlocutory Decision Inadmissible

Geschäftsnummer 4A_240/2025
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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Federal Supreme Court Declares Appeal on Interlocutory Decision Inadmissible The Swiss Federal Supreme Court dismissed an appeal against a decision of the Cantonal High Court of Zürich, which had set aside a first-instance ruling dismissing a claim arising from a loan agreement and remanded the case for further proceedings. The Federal Supreme Court determined that the High Court's decision to remand for a complete retrial was an interlocutory decision, not a final judgment, and that the appellant had failed to demonstrate that the strict prerequisites for appealing an interlocutory decision were met—specifically, the existence of irreparable harm of a legal nature or that allowing the appeal would immediately yield a final decision, thus saving significant time and cost in extensive evidentiary proceedings. Since the prerequisites under Article 93(1) and Article 90 of the Federal Supreme Court Act were not fulfilled, the appeal was ruled inadmissible.

Legislator-Regeste

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Art. 29 Abs. 1 BGG, Art. 92 BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 93 BGG, Art. 93 Abs. 3 BGG; Federal Supreme Court Declares Appeal on Interlocutory Decision Inadmissible: The Federal Supreme Court determined that the High Court's decision to remand for a complete retrial was an interlocutory decision, not a final judgment, and that the appellant had failed to demonstrate that the strict prerequisites for appealing an interlocutory decision were met—specifically, the existence of irreparable harm of a legal nature or that allowing the appeal would immediately yield a final decision, thus saving significant time and cost in extensive evidentiary proceedings. Since the prerequisites under Article 93(1) and Article 90 of the Federal Supreme Court Act were not fulfilled, the appeal was ruled inadmissible.

Schlagwörter

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Darlehensvertrag Zwischenentscheid Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids Auslegungsurteile Vorabentscheidungsverfahren Kognitionsbeschränkung nicht wiedergutzumachender Nachteil

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

Used to declare that the appeal will not be entertained under the simplified procedure because the admissibility requirements were not met.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to impose court costs on the appellant due to the outcome of the procedure.

Art. 68 Abs. 2 BGG

Used to deny party compensation to the respondent because no expenses were incurred in the Federal Tribunal procedure.

Art. 93 BGG

The decision is classified as an interlocutory decision (Zwischenentscheid) subject to the conditions of this article for appealability.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

4A_240/2025

Urteil vom 13. Juni 2025

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Hurni, Präsident,

Gerichtsschreiber Leemann.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

vertreten durch

Rechtsanwälte Dr. Andreas Blattmann und Joël Rohrer,

Beschwerdeführer,

*gegen*

B.________,

vertreten durch

Rechtsanwälte Dr. Michael Werder und Andreas Mikos,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Darlehensvertrag,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 1. April 2025 (LB230032-O/U).

Erwägungen:

1. Mit Urteil vom 14. Juli 2023 wies das Bezirksgericht Zürich eine vom Beschwerdegegner gegen den Beschwerdeführer erhobene Forderungsklage ab.

Mit Beschluss vom 1. April 2025 hob das Obergericht des Kantons Zürich das bezirksgerichtliche Urteil vom 14. Juli 2023 in Gutheissung der vom Beschwerdegegner gegen diesen Entscheid erhobenen Berufung auf und wies den Prozess im Sinne der Erwägungen zur Fortsetzung des Verfahrens und neuer Entscheidung an das Bezirksgericht zurück.

Mit Eingabe vom 19. Mai 2025 erklärte der Beschwerdeführer dem Bundesgericht, das Urteil des Obergerichts vom 1. April 2025 mit Beschwerde anfechten zu wollen.

Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.

2. Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob ein Rechtsmittel zulässig ist (

Art. 29 Abs. 1 BGG

;

BGE 149 III 277

E. 3.1;

148 IV 155

E. 1.1;

143 III 140

E. 1).

2.1.

Gegen selbständig eröffnete Zwischenentscheide, mit denen weder über die Zuständigkeit noch über Ausstandsbegehren entschieden wurde (vgl.

Art. 92 BGG

), ist die Beschwerde nur zulässig, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (

Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG

) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (

Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG

). Der nicht wieder gutzumachende Nachteil im Sinne von

Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG

muss ein Nachteil rechtlicher Natur sein, der auch durch einen späteren günstigen Endentscheid nicht oder nicht gänzlich beseitigt werden kann, wogegen rein tatsächliche Nachteile wie die Verfahrensverlängerung oder -verteuerung nicht ausreichen (

BGE 144 III 475

E. 1.2;

142 III 798

E. 2.2;

141 III 80

E. 1.2; je mit Hinweisen).

Die selbständige Anfechtbarkeit von Zwischenentscheiden bildet aus prozessökonomischen Gründen eine Ausnahme vom Grundsatz, dass sich das Bundesgericht mit jeder Angelegenheit nur einmal befassen soll (

BGE 148 IV 155

E. 1.1;

144 III 475

E. 1.2;

142 III 798

E. 2.2). Diese Ausnahme ist restriktiv zu handhaben, zumal die Parteien keiner Rechte verlustig gehen, wenn sie einen Zwischenentscheid im Sinne von

Art. 93 BGG

nicht selbständig anfechten, können sie ihn doch mit dem Endentscheid anfechten, soweit er sich auf dessen Inhalt auswirkt (

Art. 93 Abs. 3 BGG

;

BGE 144 III 475

E. 1.2;

138 III 94

E. 2.2

;

135 I 261

E. 1.2;

134 III 188

E. 2.2). Dementsprechend obliegt es der beschwerdeführenden Partei darzutun, dass die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Anfechtbarkeit eines Zwischenentscheids erfüllt sind, soweit deren Vorliegen nicht offensichtlich in die Augen springt (

BGE 142 III 798

E. 2.2;

141 III 80

E. 1.2;

138 III 46

E. 1.2;

137 III 324

E. 1.1;

133 III 629

E. 2.3.1).

2.2.

Das angefochtene Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 1. April 2025, mit dem der erstinstanzliche Entscheid vom 14. Juli 2023 aufgehoben und die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens und neuer Entscheidung an das Bezirksgericht Zürich zurückgewiesen wurde, schliesst das Verfahren nicht ab, weshalb entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers kein Endentscheid (

Art. 90 BGG

) vorliegt. Vielmehr handelt es sich nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts um einen Zwischenentscheid im Sinne von

Art. 93 BGG

(Urteile 4A_719/2016 vom 31. August 2017 E. 1.2.2; 4A_170/2014 vom 23. Juli 2014 E. 1; 4A_724/2012 vom 19. April 2013 E. 1; 4A_439/2008 vom 12. November 2008 E. 1; vgl. auch

BGE 146 III 254

E. 2.2.1).

Dagegen ist die Beschwerde nach

Art. 93 Abs. 1 BGG

nur zulässig, wenn der Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (lit. b). Der Beschwerdeführer zeigt in keiner Weise auf, inwiefern diese Voraussetzungen im konkreten Fall erfüllt sein sollen. Die Eintretensvoraussetzungen sind daher offensichtlich nicht erfüllt.

Auf die Beschwerde ist im vereinfachten Verfahren nach

Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

nicht einzutreten.

3. Der Beschwerdeführer wird bei diesem Verfahrensausgang kostenpflichtig (

Art. 66 Abs. 1 BGG

). Dem Beschwerdegegner steht keine Parteientschädigung zu, da ihm aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand erwachsen ist (

Art. 68 Abs. 2 BGG

).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 13. Juni 2025

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Hurni

Der Gerichtsschreiber: Leemann