Appeal Moot Due to Superseding Cantonal Decision on Cost Advance
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involved a complaint against a decision by the Cantonal Court of Solothurn, which required the complainant to pay a preliminary court cost of 13,000 Swiss francs by a specified date. The complainant filed an appeal, but the Cantonal Court later reduced the required cost to 5,000 francs. Following this change, the complainant indicated that they no longer wished to pursue the appeal, requesting its dismissal due to lack of interest. The Court then evaluated the situation, ultimately ruling that the appeal had become irrelevant due to the cancellation of the original cost requirement and determined that no court costs would be assigned. Additionally, the Court mandated that the Cantonal authority compensate the complainant with a fee of 1,000 Swiss francs.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 66 Abs. 4 BGG, Art. 32 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 3 BGG, Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz und Abs. 4 BGG, Art. 68 Abs. 4 in Verbindung mit Art. 66 Abs. 3 BGG; Appeal Moot Due to Superseding Cantonal Decision on Cost Advance: The complainant filed an appeal, but the Cantonal Court later reduced the required cost to 5,000 francs. Following this change, the complainant indicated that they no longer wished to pursue the appeal, requesting its dismissal due to lack of interest. The Court then evaluated the situation, ultimately ruling that the appeal had become irrelevant due to the cancellation of the original cost requirement and determined that no court costs would be assigned. Additionally, the Court mandated that the Cantonal authority compensate the complainant with a fee of 1,000 Swiss francs.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertUsed to declare the appeal discontinued because it had become moot.
Used as the basis for not levying court costs.
Used to order the Canton of Solothurn to pay the losing party an indemnity.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
4A_124/2011
Verfügung vom 11. April 2011
I. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dominik Schnyder,
Beschwerdeführer,
gegen
B.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Markus Spielmann,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Gerichtskostenvorschuss,
Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Solothurn, Zivilkammer, vom 16. Februar 2011.
In Erwägung,
dass das Obergericht des Kantons Solothurn den Beschwerdeführer mit Verfügung vom 16. Februar 2011 zur Zahlung eines vorläufigen Kostenvorschusses von Fr. 13'000.-- bis 9. März 2011 aufforderte (Dispositivziffer 3);
dass der Beschwerdeführer dagegen am 18. Februar 2011 eine Beschwerde beim Bundesgericht einreichte;
dass das Obergericht des Kantons Solothurn am 25. Februar 2011 verfügte, dass Ziffer 3 der Verfügung vom 16. Februar 2011 aufgehoben werde, und den Beschwerdeführer aufforderte, bis 17. März 2011 für das obergerichtliche Verfahren einen Kostenvorschuss von Fr. 5'000.-- zu zahlen;
dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 28. Februar 2011 unter Bezugnahme auf diese Verfügung erklärte, dass das Interesse an der Beschwerde nicht mehr gegeben sei, und er beantragte, die Beschwerde sei zufolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben;
dass er zudem die Anträge stellte, es seien im Sinne von Art. 66 Abs. 4 BGG keine Gerichtskosten zu erheben und er sei gemäss eingereichter Kostennote zu entschädigen;
dass das Obergericht mit Präsidialverfügung vom 2. März 2011 aufgefordert wurde, zur Frage einer allfälligen Verpflichtung des Kantons Solothurn zur Zahlung einer Parteientschädigung an den Beschwerdeführer Stellung zu nehmen;
dass das Obergericht mit Schreiben vom 9. März 2011 auf eine Stellungnahme zu dieser Frage verzichtete;
dass die Beschwerde durch die Aufhebung der Dispositivziffer 3 der Verfügung des Obergerichts vom 16. Februar 2011 gegenstandslos geworden ist und in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 BGG von der Abteilungspräsidentin als Instruktionsrichterin abgeschrieben werden kann;
dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz und Abs. 4 BGG);
dass der Kanton Solothurn gestützt auf Art. 68 Abs. 4 in Verbindung mit Art. 66 Abs. 3 BGG (Verursacherprinzip) zur Zahlung einer Parteientschädigung an den Beschwerdeführer zu verpflichten ist;
dass in Bezug auf die Höhe der Parteientschädigung grundsätzlich auf die vom Anwalt des Beschwerdeführers eingereichte Honorarnote abzustellen ist, der angegebene Betrag jedoch gestützt auf Art. 8 Abs. 3 des Reglementes über die Parteientschädigung vor dem Bundesgericht vom 31. März 2006 (SR 173.110.210.3) auf Fr. 1'000.-- herabzusetzen ist;
verfügt die Präsidentin:
1. Die Beschwerde wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. Der Kanton Solothurn wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 1'000.-- zu zahlen.
4. Diese Verfügung wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 11. April 2011
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:
Klett Huguenin