Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4A_102/2007 KI-generiert

Defendant's Appeal Rejected for Defective Motion under Federal Supreme Court Act

Geschäftsnummer 4A_102/2007
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

In this case, one company filed a lawsuit against another for payment of a significant sum, resulting in a ruling by a lower court that ordered the defendant to pay a partial amount along with interest, while dismissing the remaining claims. The defendant subsequently appealed the decision, seeking to have the ruling overturned or, alternatively, to have the case returned to the lower court for further consideration. However, the appellate court determined that the appeal lacked sufficient legal grounds for consideration, as the defendant did not submit a substantive request regarding the disputed issues. Consequently, the appellate court declined to hear the appeal and imposed costs on the appealing party.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 132 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 1 BGG, Art. 107 Abs. 2 BGG, Art. 68 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Defendant's Appeal Rejected for Defective Motion under Federal Supreme Court Act: The defendant subsequently appealed the decision, seeking to have the ruling overturned or, alternatively, to have the case returned to the lower court for further consideration. However, the appellate court determined that the appeal lacked sufficient legal grounds for consideration, as the defendant did not submit a substantive request regarding the disputed issues. Consequently, the appellate court declined to hear the appeal and imposed costs on the appealing party.

Schlagwörter

KI-generiert
Innominatvertrag Vertragsanfechtung Inkrafttreten Outsourcing-Vertrag Feststellungsklage Vertragsverletzungsklage Beschwerdelegitimation

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 107 Abs. 2 BGG

Cited to classify the appeal in civil matters as a reformatory remedy requiring a substantive request.

Art. 132 Abs. 1 BGG

Cited to establish that the procedure is governed by the new Federal Supreme Court Act (BGG) because the challenged decision was issued after its entry into force.

Art. 42 Abs. 1 BGG

Cited to explain the requirement for a specific request (Rechtsbegehren) in the appeal submission, leading to the finding that the appeal was inadmissible.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Cited to justify imposing court costs on the appellant (Beschwerdeführerin) due to the outcome of the judgment.

Art. 68 Abs. 2 BGG

Cited to justify ordering the appellant to pay compensation to the respondent (Beschwerdegegnerin).

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (5)

BGE 133 III 489
Admissibility of Civil Appeals: Requirement for Substantive Motion
«…III 489 60. Auszug aus dem Urteil der I. zivilrechtlichen Abteilung i.S. X. AG gegen Y. SA (Beschwerde in Zivilsachen) 4A_102/2007 vom 9. Juli 2007 Regeste Anforderungen an das Rechtsbegehren einer Beschwerde; Art. 42 Abs. 1 BGG . Der Beschwerdeführ…»
4A_172/2007 (2007-08-13)
Plaintiff's Challenge to Settlement Agreement Based on Alleged Lack of Translation Protocol
«…che zur weiteren Abklärung an die Vorinstanz zurückweisen müsste (zur Publikation bestimmtes Urteil des Bundesgerichtes 4A_102/2007 vom 9. Juli 2007, E. 3.1 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 III 136 E. 1.2 S. 139; 125 III 412 E. 1b S. 414). 2. Der…»
4D_19/2007 (2007-08-13)
Driver Absent at Conciliation Challenges Binding Settlement Agreement
«…che zur weiteren Abklärung an die Vorinstanz zurückweisen müsste (zur Publikation bestimmtes Urteil des Bundesgerichtes 4A_102/2007 vom 9. Juli 2007, E. 3.1 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 III 136 E. 1.2 S. 139; 125 III 412 E. 1b S. 414). 1.4 Mit…»
4A_150/2007 (2007-08-08)
Client v. Attorney: Alleged Malpractice and Excessive Formalism in Procedural Appeals
«…Sache nicht selbst entscheiden könnte, weil die erforderlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz fehlen (Urteil 4A_102/2007 vom 9. Juli 2007, E. 3.1, zur Publikation vorgesehen, mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer beantragt die Aufhebung des…»
4A_201/2007 (2007-08-02)
Patent Validity Challenge and Infringement Counterclaim with Procedural Dispute Over Co-Use Defense
«…Sache nicht selbst entscheiden könnte, weil die erforderlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz fehlen (Urteil 4A_102/2007 vom 9. Juli 2007, E. 3.1, zur Publikation vorgesehen, mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin beantragt, das angefochten…»

Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

4A_102/2007 /len

Urteil vom 9. Juli 2007

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Corboz, Präsident,

Bundesrichterinnen Klett, Rottenberg Liatowitsch, Bundesrichter Kolly, Bundesrichterin Kiss,

Besetzung

Gerichtsschreiber Leemann.

Parteien

X.________ AG,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwälte Dr. Peter Altorfer und

Dr. Han-Lin Chou,

gegen

Y.________ SA,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Sandra De Vito Bieri.

Gegenstand

Innominatvertrag; Outsourcingvertrag,

Beschwerde in Zivilsachen gegen das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 15. März 2007.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1. Die Y.________ SA (Beschwerdegegnerin) klagte gegen die X.________ AG (Beschwerdeführerin) beim Handelsgericht des Kantons Zürich auf Bezahlung von Fr. 2'816'904.-- nebst Zins. Mit Urteil vom 15. März 2007 verpflichtete das Handelsgericht die Beschwerdeführerin, der Beschwerdegegnerin Fr. 1,5 Mio. zuzüglich Zins zu 5 % seit 29. März 2005 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wies es die Klage ab.

Die Beschwerdeführerin beantragt mit Beschwerde in Zivilsachen:

1. Das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 15. März 2007 sei aufzuheben;

2. eventualiter sei das Verfahren an die Vorinstanz zurückzuweisen;

.. ..."

Die Beschwerdegegnerin beantragt, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten. Eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen.

2. Das Bundesgesetz über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) ist am 1. Januar 2007 in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Da der angefochtene Entscheid am 15. März 2007 ergangen ist, richtet sich das Verfahren nach dem BGG ( Art. 132 Abs. 1 BGG ).

3. Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob ein Rechtsmittel zulässig ist ( BGE 132 III 291 E. 1 S. 292).

3.1 Die Beschwerdeschrift hat ein Rechtsbegehren zu enthalten ( Art. 42 Abs. 1 BGG ). Da die Beschwerde in Zivilsachen ein reformatorisches Rechtsmittel ist ( Art. 107 Abs. 2 BGG ), darf sich der Beschwerdeführer grundsätzlich nicht darauf beschränken, die Aufhebung des angefochtenen Entscheids zu beantragen, sondern muss einen Antrag in der Sache stellen. Gleich wie nach der Praxis zur Berufung gemäss OG, muss der Beschwerdeführer demnach angeben, welche Punkte des Entscheides angefochten und welche Abänderungen beantragt werden. Grundsätzlich ist ein materieller Antrag erforderlich; Anträge auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung oder blosse Aufhebungsanträge genügen nicht und machen die Beschwerde unzulässig. Ein blosser Rückweisungsantrag reicht ausnahmsweise aus, wenn das Bundesgericht im Falle der Gutheissung in der Sache nicht selbst entscheiden könnte, weil die erforderlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz fehlen ( BGE 132 III 186 E. 1.2 S. 188; 130 III 136 E. 1.2 S. 139; 125 III 412 E. 1b S. 414 mit Hinweisen; Urteil 4C.407/2006 vom 22. Januar 2007 E. 3.1; 4C.267/2006 vom 13. November 2006 E. 2.1; 4C.284/2005 vom 20. November 2006 E. 1.1).

3.2 Vorliegend verlangt die Beschwerdeführerin lediglich, das Urteil des Handelsgerichts vom 15. März 2007 sei aufzuheben. Eventualiter sei das Verfahren an die Vorinstanz zurückzuweisen. Einen materiellen Antrag stellt sie nicht. Der Rückweisungsantrag wird bloss eventualiter erhoben. Dass das Bundesgericht im Falle der Gutheissung der Beschwerde nicht selbst in der Lage wäre, ein Urteil zu fällen, und die Streitsache an die Vorinstanz zurückweisen müsste, geht aus dem angefochtenen Entscheid nicht ohne weiteres hervor und wird auch in der Beschwerde in keiner Weise dargetan, wird doch nicht begründet, weshalb eventualiter das Verfahren an die Vorinstanz zurückzuweisen sei.

3.3 Demnach ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin keinen rechtsgenüglichen Antrag gestellt hat und demzufolge auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann.

4. Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdeführerin kosten- und entschädigungspflichtig ( Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 18'000.-- zu entschädigen.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Handelsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. Juli 2007

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: