Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
2P.270/2004 KI-generiert

Child allowance claim by hospital attending physician; standing of Family Compensation Fund to bring public-law appeal when exercising sovereign function.

Geschäftsnummer 2P.270/2004
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court declined to hear the case and dismissed the appeal, ruling against the appellant family compensation fund and ordering it to pay a court fee of CHF 1,000. The fund had filed a public-law appeal against a cantonal court decision that remanded the case for further investigation into a doctor's claim for retroactive child allowances. The Court held that the fund lacked standing to bring a public-law appeal because it was performing a public or sovereign function in administering child allowances. The decision was based on Article 88 of the Federal Court Act and established case law denying such entities the right to challenge decisions of higher authorities.

Legislator-Regeste

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Art. 9 BV, Art. 88 OG, Art. 36a OG, Art. 156 OG; Child allowance claim by hospital attending physician; standing of Family Compensation Fund to bring public-law appeal when exercising sovereign function: The fund had filed a public-law appeal against a cantonal court decision that remanded the case for further investigation into a doctor's claim for retroactive child allowances. The Court held that the fund lacked standing to bring a public-law appeal because it was performing a public or sovereign function in administering child allowances. The decision was based on Article 88 of the Federal Court Act and established case law denying such entities the right to challenge decisions of higher authorities.

Schlagwörter

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Beschwerdelegitimation Familienleistungsausgleich Ausgleichsfonds Versicherungsleistung sozialversicherungsrechtliche Streitigkeit Sozialarbeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 9 BV
Art. 9 BV (Kinderzulagen),
Art. 88 OG
2.1 Nach Art. 88 OG steht im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde das Recht zur Beschwerdeführung Bürgern (Privaten) und Korporationen bezüglich solcher Rechtsverletzungen zu, die sie durch allgemein verbindliche oder sie persönlich treffende Erlasse oder Verfügungen erlitten haben.
Art. 36a OG
Used to dispose of the appeal in the simplified procedure as obviously inadmissible.
Art. 156 OG
Basis for imposing the court costs on the appellant.

Zitierte Rechtsprechung

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2P.174/1994
Sie können daher nicht mit staatsrechtlicher Beschwerde an das Bundesgericht gegenüber Entscheiden vorgesetzter Behörden eine Verletzung von verfassungsmässigen Rechten geltend machen (Urteile des Bundesgerichts 2P.174/1994 vom 4.
2P.335/1997
Juli 1995 sowie 2P.335/1997 vom 16.
BGE 121 I 218
Association Challenging Withdrawal of Public Function and Subsidies Denied Standing to Appeal
2P.147/1999
364; sowie die Urteile 2P.147/1999 vom 8.
2P.153/2003
Health Insurers' Association Standing to Appeal Cantonal Subsidy Revocation
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 36a OG

Used to dispose of the appeal in the simplified procedure as obviously inadmissible.

Art. 156 OG

Basis for imposing the court costs on the appellant.

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Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

2P.270/2004 /leb

Urteil vom 28. Oktober 2004

II. Öffentlichrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Wurzburger, Präsident,

Bundesrichter Hungerbühler, Müller,

Gerichtsschreiber Uebersax.

Parteien

Familienausgleichskasse Zürcher Krankenhäuser, Bürgerheimstrasse 10, 8820 Wädenswil,

Beschwerdeführerin, vertreten durch

Rechtsanwalt Bernhard Korolnik,

gegen

X.________,

Beschwerdegegner, vertreten durch

Rechtsanwalt Daniel Affolter,

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Postfach 441, 8401 Winterthur.

Gegenstand

Art. 9 BV (Kinderzulagen),

Staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich

vom 6. September 2004.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Dr. med. X.________ arbeitet am Kreisspital Y.________ als Belegarzt. Daneben führt er eine eigene Praxis. Am 16. Dezember 2002 stellte er bei der Familienausgleichskasse Zürcher Krankenhäuser das Gesuch um Ausrichtung von Kinderzulagen für seine drei Kinder, und zwar rückwirkend für die letzten fünf Jahre. Mit Verfügung vom 16. Juni 2003 wies die Familienausgleichskasse das Gesuch ab. Am 6. September 2004 hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich eine Beschwerde von X.________ in dem Sinne gut, dass die Verfügung der Familienausgleichskasse aufgehoben und die Sache an diese zurückgewiesen wurde, damit sie nach Vornahme zusätzlicher Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

1.2 Mit Eingabe vom 25. Oktober 2004 an das Bundesgericht erhob die Familienausgleichskasse staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Sozialversicherungsgerichts.

2.

2.1 Nach Art. 88 OG steht im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde das Recht zur Beschwerdeführung Bürgern (Privaten) und Korporationen bezüglich solcher Rechtsverletzungen zu, die sie durch allgemein verbindliche oder sie persönlich treffende Erlasse oder Verfügungen erlitten haben. Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts verfügen Familienausgleichskassen, selbst wenn sie privatrechtlich organisiert sind, nicht über die Legitimation zur staatsrechtlichen Beschwerde, soweit sie öffentliche Aufgaben wahrnehmen oder hoheitliche Funktionen erfüllen. Sie können daher nicht mit staatsrechtlicher Beschwerde an das Bundesgericht gegenüber Entscheiden vorgesetzter Behörden eine Verletzung von verfassungsmässigen Rechten geltend machen (Urteile des Bundesgerichts 2P.174/1994 vom 4. Juli 1995 sowie 2P.335/1997 vom 16. Dezember 1997; vgl. auch BGE 121 I 218 E. 2b S. 220; 112 Ia 356 E. 5a S. 364; sowie die Urteile 2P.147/1999 vom 8. September 1999 in AJP 2000 493, insbes. E. 2a, und 2P.153/2003 vom 19. September 2003, E. 1.5).

2.2 Die Beschwerdeführerin nimmt im vorliegenden Verfahren gegenüber dem Gesuchsteller im Zusammenhang mit den fraglichen Kinderzulagen eine öffentliche Aufgabe war bzw. sie erfüllt eine entsprechende hoheitliche Funktion. Sie ist daher nicht zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert.

3. Die staatsrechtliche Beschwerde erweist sich als offensichtlich unzulässig, weshalb darauf ohne Einholung von Akten und Vernehmlassungen im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG nicht einzutreten ist.

Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdeführerin kostenpflichtig (vgl. Art. 156 OG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht

im Verfahren nach Art. 36a OG :

1. Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 28. Oktober 2004

Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: