Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
2G_2/2020 KI-generiert

Correction of Federal Supreme Court Decision Regarding Scope of Prohibition on Activity with FINMA-Supervised Entity

Geschäftsnummer 2G_2/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a request for the correction of a decision by the Swiss Federal Tribunal concerning a previous ruling, where the Swiss Financial Market Supervisory Authority (FINMA) sought to impose a restriction on an individual's ability to hold a leadership position in an entity supervised by FINMA for two years. The Tribunal initially issued a decision that inadvertently expanded the restriction beyond leadership positions to any activity within a supervised entity. The individual affected by this ruling requested a clarification, as the original restriction according to the Financial Market Supervision Act only pertained to leadership roles. The Tribunal acknowledged the discrepancy between the intention of the original complaint and its ruling, leading to the correction of its decision to accurately reflect the leadership-specific ban.

Legislator-Regeste

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Art. 129 Abs. 1 BGG, Art. 33 FINMAG, Art. 66 al. 1 LTF; Correction of Federal Supreme Court Decision Regarding Scope of Prohibition on Activity with FINMA-Supervised Entity: The Tribunal initially issued a decision that inadvertently expanded the restriction beyond leadership positions to any activity within a supervised entity. The individual affected by this ruling requested a clarification, as the original restriction according to the Financial Market Supervision Act only pertained to leadership roles. The Tribunal acknowledged the discrepancy between the intention of the original complaint and its ruling, leading to the correction of its decision to accurately reflect the leadership-specific ban.

Schlagwörter

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finanzielle Korrektur Urteilsdispositiv Finanzaufsicht Vorlage zur Vorabentscheidung Transaktion Urteilsvollstreckung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 129 Abs. 1 BGG

Cited as the legal basis for the Tribunal to grant the request for correction of the prior decision's operative part.

Art. 66 al. 1 LTF

Though not explicitly cited in Point 2, the principle that no court fee (Gerichtskosten) is charged is covered by cost rules; however, since the decision explicitly states no fees are levied in Point 2 without citing a cost article, we rely strictly on cited articles. Point 2 states 'Es werden keine Gerichtskosten erhoben.' As no article for costs is explicitly cited in the dispositive (Points 1, 2, 3), this provision is omitted based on exclusion rules.

Art. 33 FINMAG

Implicitly corrected in the operative part (Point 1) to align with the reasoning based on this provision.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

2G_2/2020

Urteil vom 16. April 2020

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Seiler, Präsident,

Bundesrichter Zünd,

Bundesrichterin Hänni,

Gerichtsschreiber Businger.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Gesuchsteller,

vertreten durch Dr. François M. Bianchi, Rechtsanwalt und Dr. Sandro Abegglen, Fürsprecher,

gegen

Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA,

Gesuchsgegnerin.

Gegenstand

Berichtigung des bundesgerichtlichen Urteils 2C_192/2019 vom 11. März 2020.

Erwägungen:

1.

1.1. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA führte gegen das Urteil B-488/2018 des Bundesverwaltungsgerichts vom 17. Januar 2019 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und beantragte unter anderem, A.________ "sei die Tätigkeit in leitender Stellung bei einer oder einem von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA Beaufsichtigten für die Dauer von zwei Jahren [...] zu verbieten, unter Anrechnung [...] von 298 Tagen.".

Ziffer 1 des bundesgerichtlichen Urteilsdispositivs 2C_192/2019 vom 11. März 2020 lautet:

"Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der erste Absatz der Dispositivziffer 1 und die Dispositivziffer 3 des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 17. Januar 2019 werden aufgehoben. A.________ wird die Tätigkeit bei einem von der Finanzmarktaufsicht FINMA Beaufsichtigten für die Dauer von zwei Jahren verboten, unter Anrechnung von 298 Tagen".

1.2. Mit Eingabe vom 13. April 2020 ersuchte A.________ um Berichtigung des Dispositivs, weil ihm die Tätigkeit bei einem von der Finanzmarktaufsicht FINMA Beaufsichtigten verboten werde, obwohl Art. 33 des Finanzmarktaufsichtsgesetzes vom 22. Juni 2007 (FINMAG; SR 956.1) nur ein Verbot der Tätigkeit in leitender Stellung erlaube. Das Bundesgericht hat keine Vernehmlassungen eingeholt.

2. Ist das Dispositiv eines bundesgerichtlichen Entscheids unklar, unvollständig oder zweideutig, stehen seine Bestimmungen untereinander oder mit der Begründung im Widerspruch oder enthält es Redaktions- oder Rechnungsfehler, so nimmt das Bundesgericht auf schriftliches Gesuch einer Partei oder von Amtes wegen die Erläuterung oder Berichtigung vor ( Art. 129 Abs. 1 BGG ).

3. Das Bundesgericht hat ausgeführt, dass sich das von der FINMA gegenüber dem Gesuchsteller ausgesprochene Berufsverbot im Sinne von Art. 33 FINMAG als rechtmässig erweise, weshalb die Beschwerde der FINMA gutzuheissen, der erste Absatz der Dispositivziffer 1 des angefochtenen Urteils aufzuheben "und im Sinne des Beschwerdeantrags abzuändern" sei (vgl. Urteil 2C_192/2019 vom 11. März 2020 E. 5.4.2 in fine). Die FINMA hat in ihrer Beschwerde vom 21. Februar 2019 wie erwähnt beantragt, es sei dem Gesuchsteller "die Tätigkeit in leitender Stellung bei einer oder einem von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA Beaufsichtigten für die Dauer von zwei Jahren [...] zu verbieten.". Nachdem das Bundesgericht dem Gesuchsteller in Dispositivziffer 1 nicht nur die Tätigkeit in leitender Stellung, sondern eine Tätigkeit schlechthin bei einem von der Finanzmarktaufsicht FINMA Beaufsichtigten für die Dauer von zwei Jahren verboten hat, besteht offensichtlich ein Widerspruch zwischen den Erwägungen und dem Dispositiv des Urteils 2C_192/2019 vom 11. März 2020, der im Sinne von Art. 129 Abs. 1 BGG zu berichtigen ist.

4. Der Berichtigungsentscheid ergeht kostenfrei. Eine Parteientschädigung ist dem Gesuchsteller nicht zuzusprechen, da er keine verlangt hat und sich der Aufwand in vier Zeilen im Kurzbrief vom 13. April 2020 erschöpft hat.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Das Berichtigungsgesuch wird gutgeheissen. Ziffer 1 des bundesgerichtlichen Urteilsdispositivs 2C_192/2019 vom 11. März 2020 wird wie folgt neu gefasst:

"Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der erste Absatz der Dispositivziffer 1 und die Dispositivziffer 3 des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 17. Januar 2019 werden aufgehoben. A.________ wird die Tätigkeit in leitender Stellung bei einem von der Finanzmarktaufsicht FINMA Beaufsichtigten für die Dauer von zwei Jahren verboten, unter Anrechnung von 298 Tagen."

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung II, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 16. April 2020

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Seiler

Der Gerichtsschreiber: Businger