Citizen of Dominican Republic v. Federal Supreme Court (Residence Permit Revision)
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual from the Dominican Republic whose residence permit in the Canton of Solothurn, Switzerland, was not renewed, resulting in an order for deportation along with her sons. Following the rejection of her appeal by the Administrative Court of the Canton of Solothurn in October 2021, the Swiss Federal Tribunal also dismissed her subsequent appeal in June 2022. Her husband filed a revision request with the Federal Tribunal in September 2022, seeking to overturn the prior decision and to grant her a residence permit, arguing that the deportation would severely impact their family. The request emphasized alleged errors in the immigration office's investigations and ineffective legal representation. However, the revision submission failed to meet the legal requirements for citing specific grounds for revision, as specified under Swiss law, and thus did not proceed.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 61 BGG, Art. 124 BGG, Art. 121 lit. d BGG, Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 127 BGG, Art. 126 BGG; Citizen of Dominican Republic v. Federal Supreme Court (Residence Permit Revision): Following the rejection of her appeal by the Administrative Court of the Canton of Solothurn in October 2021, the Swiss Federal Tribunal also dismissed her subsequent appeal in June 2022. Her husband filed a revision request with the Federal Tribunal in September 2022, seeking to overturn the prior decision and to grant her a residence permit, arguing that the deportation would severely impact their family. The request emphasized alleged errors in the immigration office's investigations and ineffective legal representation. However, the revision submission failed to meet the legal requirements for citing specific grounds for revision, as specified under Swiss law, and thus did not proceed.
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KI-generiertCited in conjunction with Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG to explain why the revision request was not entertained due to lack of proper reasoning.
Cited regarding the consequence that the request for suspensive effect becomes moot upon the decision on the substance of the revision request.
Cited as justification for not proceeding with further procedural steps (like written submissions) due to inadequate justification for the revision request.
Cited in conjunction with Art. 121 ff. BGG to explain why the revision request was not entertained due to lack of proper reasoning.
Applied to order the applicant to bear the court costs due to the outcome of the proceedings.
Applied to state that no party compensation is owed.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (6)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
2F_29/2022
Urteil vom 8. September 2022
II. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Aubry Girardin, Präsidentin,
Bundesrichterin Hänni,
Bundesrichter Hartmann,
Gerichtsschreiberin Ivanov.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Gesuchstellerin,
handelnd durch B.________,
gegen
Departement des Innern des Kantons Solothurn, Migrationsamt,
Ambassadorenhof, 4509 Solothurn,
Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn, Amthaus 1, 4500 Solothurn.
Gegenstand
Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung,
Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 1. Juni 2022 (2C_906/2021).
Erwägungen:
1.
1.1. Mit Verfügung vom 9. Dezember 2020 verlängerte die Migrationsbehörde des Kantons Solothurn die Aufenthaltsbewilligung der aus der Dominikanischen Republik stammenden A.________ (geb. 1986) nicht und wies sie und ihre Söhne aus der Schweiz weg. Eine hiergegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn am 11. Oktober 2021 ab.
Mit Urteil vom 1. Juni 2022 wies das Bundesgericht die gegen das Urteil vom 11. Oktober 2021 gerichtete Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ab (Urteil 2C_906/2021). Das Urteil wurde der damaligen Rechtsvertreterin von A.________ am 5. Juli 2022 zugestellt.
1.2. Mit Eingabe vom 3. September 2022 (Postaufgabe) gelangt der Ehemann von A.________, B.________, an das Bundesgericht und beantragt, das Urteil 2C_906/2021 vom 1. Juni 2022 sei aufzuheben und es sei A.________ eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersucht er um Erteilung der aufschiebenden Wirkung.
Auf Aufforderung der Kanzlei der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hin reichte A.________ am 6. September 2022 (Postaufgabe) eine Vollmacht zugunsten von B.________ nach.
Die Eingabe vom 3. September 2022 ist als Revisionsgesuch gegen das Urteil 2C_906/2021 vom 1. Juni 2022 zu behandeln.
Es wird kein Schriftenwechsel durchgeführt.
2.
2.1. Urteile des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft ( Art. 61 BGG ). Eine nochmalige Überprüfung der einem Urteil des Bundesgerichts zu Grunde liegenden Streitsache ist grundsätzlich ausgeschlossen. Das Gericht kann auf seine Urteile nur zurückkommen, wenn einer der in den Art. 121 ff. BGG abschliessend aufgeführten Revisionsgründe vorliegt. Die um Revision eines bundesgerichtlichen Urteils ersuchende Person hat gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG namentlich einen vom Gesetz vorgesehenen Revisionsgrund zu nennen und aufzuzeigen, weshalb das revisionsbetroffene Urteil an einem revisionserheblichen Mangel leidet; fehlt eine entsprechende Begründung, wird auf das Gesuch nicht eingetreten (vgl. Urteile 2F_3/2022 vom 19. Januar 2022 E. 2.1; 2F_37/2021 vom 11. Januar 2022 E. 3; 2F_35/2021 vom 9. Dezember 2021 E. 2.1; 2F_30/2021 vom 12. November 2021 E. 2). Das Revisionsgesuch ist unter Beachtung der gesetzlichen Fristen gemäss Art. 124 BGG einzureichen.
2.2. Die vorliegende Eingabe genügt diesen Anforderungen nicht. Die Gesuchstellerin beschränkt sich im Wesentlichen darauf, über weite Strecken auszuführen, dass die Wegweisung sie und ihre Familie hart treffen würde. Zudem bestreitet sie, eine Scheinehe eingegangen zu sein, übt Kritik an den Ermittlungen der Migrationsbehörde und wirft ihrer damaligen Rechtsvertreterin vor, sie schlecht beraten zu haben.
Damit schildert sie lediglich ihre eigene Sicht der Dinge, ohne sich auf einen der gesetzlichen Revisionsgründe zu beziehen und darzulegen, inwiefern ein solcher gegeben sein soll (vgl. E. 2.1 hiervor).
Sollte sie sich sinngemäss auf Art. 121 lit. d BGG oder Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG berufen wollen, ist festzuhalten, dass sie weder konkret dartut, welche in den Akten liegende erhebliche Tatsachen das Bundesgericht aus Versehen nicht berücksichtigt haben soll ( Art. 121 lit. d BGG ; vgl. Urteil 2F_10/2022 vom 15. März 2022 E. 3.5 mit Hinweisen), noch nachträglich entdeckte erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel vorbringt, die sie im früheren Verfahren nicht hätte beibringen können ( Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG ; vgl. Urteil 2F_19/2022 vom 9. Mai 2022 E. 2.2 mit Hinweisen).
2.3. Bei dieser Sachlage ist auf das Revisionsgesuch mangels rechtsgenügender Begründung (Art. 42 Abs. 1 und 2 i.V.m. Art. 121 ff. BGG ) ohne Schriftenwechsel oder sonstige Instruktionsmassnahmen ( Art. 127 BGG ) nicht einzutreten. Mit dem Entscheid in der Sache wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung ( Art. 126 BGG ) gegenstandslos.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten der Gesuchstellerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Es sind keine Parteientschädigungen geschuldet ( Art. 68 Abs. 3 BGG ).
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Gesuchstellerin auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Staatssekretariat für Migration mitgeteilt.
Lausanne, 8. September 2022
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: F. Aubry Girardin
Die Gerichtsschreiberin: D. Ivanov