Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
2F_18/2019 KI-generiert

Taxpayer's Revision Request Dismissed for Lack of Statutory Ground and Causality

Geschäftsnummer 2F_18/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A taxpayer filed a revision request with the Swiss Federal Tribunal against a previous Tribunal decision dated November 19, 2018, related to a tax matter involving the Basel-Stadt tax administration. The initial complaint sought to annul a decision from the appellate court of Basel-Stadt and requested changes to personal data records for the 2009 tax period, relating to property gains tax. The Federal Tribunal had previously dismissed the complaint due to the lack of a contestable decision. Subsequently, the taxpayer submitted a revision request following a tax assessment from May 2019, which she claimed supported her previous legal position. However, no formal application relevant to the 2018 decision was included, and a connection between the new assessment and the earlier decision was not established. The Tribunal found no legal basis for revision as no specific grounds were cited by the taxpayer.

Legislator-Regeste

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Art. 32 Abs. 1 BGG, Art. 102 Abs. 1 BGG, Art. 61 BGG, Art. 128 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz; Taxpayer's Revision Request Dismissed for Lack of Statutory Ground and Causality: The initial complaint sought to annul a decision from the appellate court of Basel-Stadt and requested changes to personal data records for the 2009 tax period, relating to property gains tax. The Federal Tribunal had previously dismissed the complaint due to the lack of a contestable decision. Subsequently, the taxpayer submitted a revision request following a tax assessment from May 2019, which she claimed supported her previous legal position. However, no formal application relevant to the 2018 decision was included, and a connection between the new assessment and the earlier decision was not established. The Tribunal found no legal basis for revision as no specific grounds were cited by the taxpayer.

Schlagwörter

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Revision der Steuerveranlagung Revisionsgründe gesetzliche Voraussetzungen Prüfung des Kausalzusammenhangs Versäumnis des Steuerpflichtigen Begründung in der Sache

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 BGG

The appeal was not entertained (declared non-admitted) based on procedural grounds, although the reasoning refers more generally to Art. 108 BGG, the actual exclusion of the claim is based on the inadmissibility of the review petition itself, which in this context is covered by the general procedural rules applicable to non-admittance without further substantive review.

Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG

Applied to impose the cost of the federal court proceedings on the applicant because she lost (Unterliegerprinzip).

Art. 68 Abs. 3 BGG

Applied to deny compensation to the Canton of Basel-Stadt, which succeeded in its official capacity.

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Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (4)

2C_629/2021 (2021-10-19)
Taxpayer Nullity Claim Against Tax Rulings Rejected Due to Withheld Secondary Files
«…Bundesgericht zu beantragen (iudex a quo; Urteile 2C_803/2020 / 2C_804/2020 / 2C_805/2020 vom 7. Dezember 2020 E. 2.3; 2F_18/2019 vom 23. Juli 2019 E. 3.1). Die Beschwerde ist damit unbegründet und abzuweisen. 2.4. 2.4.1. Für diesen Fall ersucht de…»
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«…roffene Urteil an einem revisionserheblichen Mangel leiden soll, ansonsten auf das Gesuch nicht einzutreten ist (Urteil 2F_18/2019 vom 23. Juli 2019 E. 2.2). 2.2. Der Steuerpflichtige begründet seine Eingabe hauptsächlich damit, dass er sich im Deze…»
2F_25/2019 (2019-11-06)
Federal Supreme Court Decision on Tax Penalty Appeal Timeliness and Restoration of Time Limits
«…roffene Urteil an einem revisionserheblichen Mangel leiden soll, ansonsten auf das Gesuch nicht einzutreten ist (Urteil 2F_18/2019 vom 23. Juli 2019 E. 2.2). 2.3.2. Für den Fall, dass die kurze Eingabe vom 24. Oktober 2019 auch als Revisionsgesuch z…»

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

2F_18/2019

Urteil vom 23. Juli 2019

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Seiler, Präsident,

Bundesrichterin Aubry Girardin,

Bundesrichter Stadelmann,

Gerichtsschreiber Kocher.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Gesuchstellerin,

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Basel-Stadt.

Gegenstand

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 19. November 2018 (2C_944/2018).

Erwägungen:

1.

1.1. Mit Eingabe vom 21. Oktober 2018 (Poststempel: 22. Oktober 2018) erhob A.________ geb. B.________ (hienach: die Steuerpflichtige) beim Bundesgericht Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Sie beantragte, zum einen sei der Entscheid des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 16. Oktober 2018 aufzuheben, zum andern seien - was erst aus der Begründung hervorging - die Stammdaten von der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Stadt bezüglich der Steuerperiode 2009 zu mutieren (PersId xxx bzw. yyy) und die Grundstückgewinnsteuerverfügung entsprechend anzupassen. Trotz Mahnung brachte die Steuerpflichtige innert Frist weder den Entscheid vom 16. Oktober 2018 noch einen (anfechtbaren) Entscheid zur Stammdatenberichtigung bei. Mangels Vorliegens eines Anfechtungsobjekts trat das Bundesgericht mit Urteil 2C_944/2018 vom 19. November 2018 auf die Beschwerde nicht ein.

1.2. Unter dem Titel "Revisionsbegehren Entscheid vom 19. November 2018 (betrifft zusätzlich sämtliche gegen die Steuerverwaltung Basel-Stadt ab 2013) " unterbreitet die Steuerpflichtige dem Bundesgericht mit Datum vom 8. Juli 2019 (Poststempel: 9. Juli 2019) eine neue Eingabe. Sie bezieht sich darin, soweit den Ausführungen gefolgt werden kann, auf eine Veranlagungsverfügung vom 15. Mai 2019, die allem Anschein nach im Zusammenhang mit der seinerzeitigen Grundstückgewinnbesteuerung steht. Ferner thematisiert sie die Zuweisung der Stammdatennummer. Ein eigentlicher Antrag kann der Eingabe nicht entnommen werden, jedenfalls nicht ein solcher, der sich auf das Urteil 2C_944/2018 vom 19. November 2018 beziehen könnte.

1.3. Der Abteilungspräsident als Instruktionsrichter ( Art. 32 Abs. 1 BGG ) hat von Instruktionsmassnahmen, insbesondere von einem Schriftenwechsel gemäss Art. 102 Abs. 1 BGG , abgesehen.

2.

2.1. Entscheide des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft ( Art. 61 BGG ). Eine Beschwerde gegen ein bundesgerichtliches Urteil sieht das Gesetz nicht vor. Das Bundesgericht kann auf eines seiner Urteile nur zurückkommen, soweit ein gesetzlicher Revisionsgrund gegeben ist. Findet das Bundesgericht, der Revisionsgrund treffe zu, hebt es den früheren Entscheid auf und entscheidet es neu ( Art. 128 Abs. 1 BGG ; BGE 136 I 158 E. 2.1 S. 163).

2.2. Für das Bundesgericht bestimmte Rechtsschriften haben Antrag, Begründung und Beweismittel zu enthalten ( Art. 42 Abs. 1 BGG ). Die um Revision eines bundesgerichtlichen Urteils ersuchende Person hat namentlich einen vom Gesetz vorgesehenen Revisionsgrund ( Art. 121 ff. BGG ) zu nennen und aufzuzeigen, inwiefern das revisionsbetroffene Urteil an einem revisionserheblichen Mangel leiden soll, ansonsten auf das Gesuch nicht einzutreten ist (Urteil 4F_4/2019 vom 28. Mai 2019 mit Hinweisen).

3.

3.1. Die Steuerpflichtige macht sinngemäss geltend, die am 15. Mai 2019 ergangene Veranlagungsverfügung bestätige ihren schon früher dargelegten Rechtsstandpunkt. Daraus scheint sie abzuleiten, dass sowohl das Urteil 2C_944/2018 vom 19. November 2018 als auch "zusätzlich sämtliche Entscheide gegen die Steuerverwaltung Basel-Stadt ab 2013" zu revidieren seien. Im vorliegenden Verfahren kann von vornherein nur das Urteil 2C_944/2018 vom 19. November 2018 revisionsbetroffenen sein. Soweit die Steuerpflichtige weitere - kantonale - Verfügungen und Entscheide revidiert haben möchte, hat sie ihr Anliegen bei den betreffenden Instanzen vorzubringen (Prinzip des

iudex a quo ). Was das Urteil 2C_944/2018 vom 19. November 2018 angeht, hatte das Bundesgericht damals keine materielle Prüfung der Grundstückgewinnbesteuerung vorzunehmen. Vielmehr erliess es einen Nichteintretensentscheid, nachdem die Steuerpflichtige trotz Mahnung davon abgesehen hatte, die angefochtenen Entscheide beizubringen. Eine Kausalität zwischen der angeblichen Verfügung vom 15. Mai 2019 und dem Urteil 2C_944/2018 vom 19. November 2018 fehlt damit von vornherein, zumal die Steuerpflichtige auch gar keinen gesetzlichen Revisionsgrund anruft, was sie aber machen müsste (vorne E. 2.2).

3.2. Auf das Revisionsgesuch ist nicht einzutreten.

4. Nach dem Unterliegerprinzip ( Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG ) sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens der Steuerpflichtigen aufzuerlegen. Dem Kanton Basel-Stadt, der in seinem amtlichen Wirkungskreis obsiegt, steht keine Entschädigung zu ( Art. 68 Abs. 3 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens von Fr. 500.-- werden der Gesuchstellerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt als Verwaltungsgericht Dreiergericht und der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. Juli 2019

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Seiler

Der Gerichtsschreiber: Kocher