Claimant Seeks Prosecution and Damages Against State Following Prior Unsuccessful Criminal Complaint
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertAn individual from Germany filed a lawsuit against the Canton of Zurich and the Swiss Confederation for damages, stemming from an incident at Zurich-Kloten Airport where they attempted to initiate criminal proceedings against four canton police officers. The appeal against the canton police officers was denied by the Zurich Court of Appeal, and a subsequent complaint was not considered by the Swiss Federal Tribunal due to insufficient legal reasoning. The plaintiff then requested damages of three million Swiss francs, alleging wrongful conduct in a previous decision. The Federal Tribunal stated it has no jurisdiction to act as a supervisory body or to initiate criminal proceedings and referred the claims to the appropriate authorities within the canton and federal government for further processing.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Abs. 2 BGG, Art. 1 Abs. 1 lit. c VG, Art. 120 Abs. 1 lit. c BGG, Art. 10 Abs. 2 VG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz; Claimant Seeks Prosecution and Damages Against State Following Prior Unsuccessful Criminal Complaint: The appeal against the canton police officers was denied by the Zurich Court of Appeal, and a subsequent complaint was not considered by the Swiss Federal Tribunal due to insufficient legal reasoning. The plaintiff then requested damages of three million Swiss francs, alleging wrongful conduct in a previous decision. The Federal Tribunal stated it has no jurisdiction to act as a supervisory body or to initiate criminal proceedings and referred the claims to the appropriate authorities within the canton and federal government for further processing.
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KI-generiertThe Federal Tribunal decided not to enter into the merits of the submission using the simplified procedure based on this article.
Applied in the dispositive to rule that no court costs shall be levied in the present proceedings.
Applied in the dispositive to rule that no legal indemnities shall be awarded.
Cited in the reasoning as the general basis for appealing a federal decision, relevant to the jurisdiction check regarding the canton.
Cited in the reasoning as a basis for appealing a federal decision, relevant to the jurisdiction check regarding the canton.
Cited in the reasoning as a basis for appealing a federal decision, relevant to the jurisdiction check regarding the canton.
Cited in the reasoning as a basis for appealing a federal decision, relevant to the jurisdiction check regarding the canton.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
2E_4/2021
Urteil vom 3. August 2021
II. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Seiler, Präsident,
Gerichtsschreiber Hugi Yar.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Deutschland,
Kläger,
gegen
Kanton Zürich,
vertreten durch den Regierungsrat (Finanzdirektion),
Schweizerische Eidgenossenschaft,
vertreten durch das Eidgenössische Finanzdepartement,
Beklagte.
Gegenstand
Staatshaftung.
Erwägungen:
1.
1.1. Im Zusammenhang mit einer Anhaltung am Flughafen Zürich-Kloten erstattete A.________ Strafanzeige gegen vier Mitglieder der Kantonspolizei Zürich. Das Obergericht des Kantons Zürich verweigerte am 22. Februar 2021 die Ermächtigung zu deren Strafverfolgung. Der Präsident der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts trat am 7. April 2021 auf die von A.________ hiergegen eingereichte Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (1C_154/2021) nicht ein, da die Eingabe den gesetzlichen Begründungsanforderungen nicht genügte ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 135 III 127 E. 1.6; 133 II 249 E. 1.1).
1.2. Mit Eingabe vom 6. Juli 2021 gelangt A.________ erneut an das Bundesgericht, wobei er wiederum beantragt, verschiedene Personen strafrechtlich zu verfolgen. Er fordert zudem Schadenersatz "von der Schweiz" in Höhe von drei Millionen Franken; das Urteil vom 7. April 2021 sei "hundertprozentig falsch und kriminell".
2.
2.1. Das Bundesgericht ist keine allgemeine Aufsichtsbehörde und kann nur im Rahmen der im Bundesgerichtsgesetz (BGG; SR 173.110) vorgesehenen Verfahren tätig werden. Soweit der Beschwerdeführer (erneut) darum ersucht, Strafverfahren gegen verschiedene Personen einzuleiten, ist das Bundesgericht unzuständig.
2.2. Soweit sich die Eingabe bezüglich eines Staatshaftungsanspruchs gegen den Kanton Zürich richtet, mangelt es offensichtlich an einem zulässigen Anfechtungsobjekt. Das Bundesgericht beurteilt nicht als erste Instanz Staatshaftungsklagen von Privaten gegen einen Kanton. Solche Begehren sind zuerst bei der zuständigen kantonalen Behörde einzureichen (vgl. die Urteile 2C_274/2021 vom 13. April 2021 E. 2.1 und 2E_2/2015 vom 22. Mai 2015 E. 1). Erst der letztinstanzliche kantonale Entscheid über das Haftungsbegehren kann beim Bundesgericht angefochten werden ( Art. 82 lit. a, Art. 85 Abs. 1 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 BGG ). Nach § 22 Abs. 1 lit. a des Haftungsgesetzes des Kantons Zürich vom 14. September 1969 sind Begehren auf Feststellung, Schadenersatz und Genugtuung bei Ansprüchen gegen den Kanton für das Vorverfahren beim Regierungsrat einzureichen; die Eingabe des Klägers ist, soweit er eine Staatshaftung des Kantons Zürich geltend machen will, zur gesetzlichen Folgegebung an diesen zu überweisen.
2.3. Schliesslich ist das Bundesgericht auch nicht zuständig, soweit sich die Klage gegen die Schweizerische Eidgenossenschaft richtet: Zwar beurteilt es auf Klage hin als einzige Instanz Ansprüche auf Schadenersatz und Genugtuung aus der Amtstätigkeit von Personen im Sinne von Art. 1 Abs. 1 lit. a-c bis des Bundesgesetzes vom 14. März 1958 über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördenmitglieder und Beamten [Verantwortlichkeitsgesetz; VG; SR 170.32], worunter u.a. auch die Mitglieder der Eidgenössischen Gerichte fallen (vgl. Art. 1 Abs. 1 lit. c VG i.V.m. Art. 120 Abs. 1 lit. c BGG ). Die Klage gegen den Bund kann aber erst erhoben werden, wenn die zuständige Behörde zum Anspruch innert dreier Monate seit seiner Geltendmachung nicht oder ablehnend Stellung genommen hat (sog. Vorverfahren; vgl. Art. 10 Abs. 2 VG ). Folglich muss das Entschädigungsbegehren zuerst beim Eidgenössischen Finanzdepartement eingereicht werden. Die Eingabe ist, soweit diese die Staatshaftung des Bundes betrifft, zur gesetzlichen Folgegebung an das Departement weiterzuleiten.
3. Zusammengefasst ergibt sich, dass das Bundesgericht (zurzeit noch) unzuständig ist, die Haftungsansprüche des Klägers zu beurteilen. Es ist auf die Eingabe durch den Einzelrichter im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten ( Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG ). Diese ist in Bezug auf Ansprüche gegen den Kanton Zürich an dessen Regierungsrat und in Bezug auf die Ansprüche gegen die Schweizerische Eidgenossenschaft an das Eidgenössische Finanzdepartement weiterzuleiten. Es rechtfertigt sich, für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ) und keine Entschädigungen zuzusprechen ( Art. 68 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Eingabe vom 6. Juli 2021 wird nicht eingetreten. Die Eingabe wird an den Regierungsrat des Kantons Zürich (Haftung des Kantons) und an das Eidgenössische Finanzdepartement (Haftung der Eidgenossenschaft) weitergeleitet.
2. Es werden keine Kosten erhoben und keine Entschädigungen zugesprochen.
3. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Regierungsrat des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 3. August 2021
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Seiler
Der Gerichtsschreiber: Hugi Yar