Broadcasters Withdraw Appeal Against GT 12 Ruling Following Amicable Settlement
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn this case, multiple television broadcasting companies filed a complaint with the Swiss Federal Tribunal concerning a decision by the Federal Administrative Court. The case involved the approval of a new joint tariff (GT 12) by the Federal Arbitration Commission for Copyrights, which was set to cover the compensation for the use of set-top boxes with storage and virtual personal video recorders from 2017 to 2019. The broadcasting companies sought to have the Federal Administrative Court's decision overturned, which had denied them party status in the arbitration commission proceedings and dismissed their complaints about the approved joint tariff due to a lack of standing. However, the companies eventually withdrew their complaint after reaching a settlement with the various right holder societies and associations representing the interests of users of the broadcast content. The parties agreed to bear the court costs equally, while no compensation for legal fees was granted.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 32 Abs. 2 BGG, Art. 5 Abs. 2 BZP, Art. 71 BGG, Art. 66 BGG, Art. 65 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Broadcasters Withdraw Appeal Against GT 12 Ruling Following Amicable Settlement: The case involved the approval of a new joint tariff (GT 12) by the Federal Arbitration Commission for Copyrights, which was set to cover the compensation for the use of set-top boxes with storage and virtual personal video recorders from 2017 to 2019. The broadcasting companies sought to have the Federal Administrative Court's decision overturned, which had denied them party status in the arbitration commission proceedings and dismissed their complaints about the approved joint tariff due to a lack of standing. However, the companies eventually withdrew their complaint after reaching a settlement with the various right holder societies and associations representing the interests of users of the broadcast content. The parties agreed to bear the court costs equally, while no compensation for legal fees was granted.
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KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
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KI-generiertThe single judge decides on the striking-off of the proceedings due to withdrawal.
Governs the determination of the amount of court costs.
Although not explicitly cited in the final orders 1-4, Art. 66 deals with costs. However, since the article explicitly used in the dispositive is only referenced for evaluating the cost amount (Art. 65 and 66 Abs. 2 BGG), and the final court order only imposes costs based on those cited procedural rules, only Art. 65 and Art. 66 Abs. 2 are strictly required by the instructions. Since the instruction states to include cost/legal aid provisions cited in the dispositive, and 2 states the costs are imposed, we include the operational cost citation.
Governs the determination of the amount of court costs.
Cited in conjunction with Art. 5 Abs. 2 BZP concerning the decision on court costs and party compensation by the single judge.
Cited in conjunction with Art. 71 BGG concerning the decision on court costs and party compensation by the single judge.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (1)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
2C_949/2018
Verfügung vom 25. Februar 2021
II. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Hänni, als Instruktionsrichterin,
Gerichtsschreiber Hugi Yar.
Verfahrensbeteiligte
1. AZ Regionalfernsehen AG,
2. CH Media TV AG,
3. Canal 9,
4. Canal Alpha Plus SA,
5. n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH,
6. Pro Sieben Puls 8 TV AG,
7. ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH,
8. RTL Disney Fernsehen GmbH & Co. KG,
9. RTL Television GmbH,
10. RTL 2 Fernsehen GmbH & Co. KG,
11. SAT.1 Satelliten Fernsehen GmbH,
12. Schweizerische Radio- und
Fernsehgesellschaft SRG SSR
,
13. Stiftung Telebasel,
14. Südostschweiz TV AG,
15. Tele Ticino SA,
16. Telebielingue AG,
17. TV LÉMAN BLEU SA,
18. TVO AG,
19. Vaud-Fribourg TV SA,
20. VOX Televions GmbH,
21. Tele 1 AG,
Beschwerdeführerinnen,
alle vertreten durch Dr. Kai-Peter Uhlig und/oder Dr. Adriano Viganò, Rechtsanwälte,
gegen
1. ProLitteris, Schweizerische
Urheberrechtsgesellschaft für
Literatur und bildende Kunst, Genossenschaft,
2. Société Suisse des Auteurs,
3. SUISA Genossenschaft der Urheber
und Verleger von Musik,
4. SUISSIMAGE
Schweizerische Genossenschaft für die
Urheberrechte an audiovisuellen Werken,
5. SWISSPERFORM
Gesellschaft für Leistungsschutzrechte
,
alle vertreten durch Dr. Ernst W. Brem und Ernst J. Brem, Rechtsanwälte,
6. Swissstream (Schweizerischer Verband der
Streaming-Anbieter),
7. SUISSEDIGITAL,
Verband für Kommunikationsnetze,
beide vertreten durch Alexander Schmid und/oder Dr. Jean-Daniel Schmid, Rechtsanwälte,
8. Konsumentenforum kf,
Beschwerdegegner,
Eidgenössische Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten ESchK, Schwanengasse 2, 3003 Bern.
Gegenstand
Gemeinsamer Tarif 12 [2017-2019],
Beschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung I, vom 12. September 2018 (B-1714/2018).
Erwägungen:
1.
1.1. Die Gültigkeitsdauer des mit Beschluss vom 30. November bzw. vom 17. Dezember 2012 genehmigten Gemeinsamen Tarifs 12 (GT 12; "Vergütung für die Gebrauchsüberlassung von Set-Top-Boxen mit Speicher und vPVR [virtual Personal Video Recorder]") lief am 31. Dezember 2016 aus. Die Verwertungsgesellschaften SUISSIMAGE, Pro Litteris, SSA, SUISA und SWISSPERFORM beantragten der Eidgenössischen Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten (ESchK) am 16. Juni 2016, einen neuen GT 12 mit einer Gültigkeitsdauer vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2019 (mit einer Verlängerungsmöglichkeit bis zum 31. Dezember 2021) zu genehmigen.
1.2. Verschiedene Sendeanstalten, die Radio- und Fernsehprogramme produzieren bzw. veranstalten und damit Rechteinhaber sind, beantragten, als Parteien im Genehmigungsverfahren der Eidgenössischen Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten zugelassen zu werden, was diese mit Zwischenverfügung vom 22. März 2017 ablehnte. Am 16. Februar 2018 genehmigte die ESchK den gemeinsamen Tarif (GT 12 [2017-2019]; "Vergütung für die Gebrauchsüberlassung von Set-Top-Boxen mit Speicher und vPVR"). Gegen beide Entscheide gelangten die Sendeunternehmen an das Bundesverwaltungsgericht, welches die Beschwerde bezüglich der Parteistellung am 12. September 2018 abwies und auf jene gegen den Genehmigungsbeschluss mangels Beschwerdebefugnis der Sendeanstalten nicht eintrat.
1.3. Mit Eingabe vom 19. Oktober 2018 beantragten die verschiedenen Sendeunternehmen vor Bundesgericht, den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 12. September 2018 aufzuheben und die Sache zu materiellem Entscheid über ihre Beschwerde einschliesslich der Kostenverteilung - unter ihrer Zulassung zum Verfahren mit allen Parteirechten - an die Vorinstanz zurückzuweisen. Auf Antrag der Verfahrensbeteiligten, die sich um eine einvernehmliche Lösung bemühten, wurde das bundesgerichtliche Verfahren ab dem 4. September 2019 sistiert. Am 11. November 2020 sind die Beteiligten darüber informiert worden, dass beabsichtigt sei, das bundesgerichtliche Verfahren wieder aufzunehmen; die Parteien konnten sich hierzu äussern.
1.4. Am 8. Februar 2021 teilten die Beschwerdeführerinnen dem Bundesgericht mit, dass sie ihre Beschwerde zurückzögen: Zwischen den betroffenen Sendeunternehmen, den Verwertungsgesellschaften und den Nutzerverbänden der Verbreiter habe eine vergleichsweise Einigung über die massgeblichen Fragen erzielt werden können. Die Einigung sehe, im Sinne einer Beilegung der mit dem GT 12 verbundenen Auseinandersetzungen, auch den Rückzug der "streitgegenständlichen" Beschwerde unter je hälftiger Tragung der im Zusammenhang mit diesem verfügten Gerichtskosten zwischen den Beschwerdeführerinnen einerseits und den Beschwerdegegnerinnen 6 und 7 andererseits (jeweils gemeinschaftlich); die Parteientschädigungen würden wettgeschlagen; die Kosten seien entsprechend zu verteilen. Die Beschwerdeführerinnen brächten "ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass das Bundesgericht das beharrliche, letztlich erfolgreiche Streben nach einer einvernehmlichen Beilegung des dem Streit zugrundeliegenden Konflikts und den Abschluss des Verfahrens" im Kostenentscheid "würdigen möge". Mit Eingabe vom 9. Februar 2021 bestätigten die Verwertungsgesellschaften (Beschwerdegegnerinnen 1-5) den Inhalt des Vergleichs.
2.
2.1. Gemäss Art. 32 Abs. 2 BGG entscheidet die Instruktionsrichterin als Einzelrichterin über die Abschreibung von Verfahren infolge Rückzugs. Sie befindet dabei auch über die Gerichtskosten und Parteientschädigungen ( Art. 5 Abs. 2 BZP in Verbindung mit Art. 71 BGG ). Es ist kein Grund ersichtlich, von der von den Parteien gemeinsam vorgeschlagenen Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen abzuweichen.
2.2. Die Höhe der Gerichtskosten richtet sich nach Art. 65 und 66 Abs. 2 BGG . Dabei ist vorliegend zu berücksichtigen, dass das Bundesgericht nach den Stellungnahmen der Parteien zur Aufhebungen der Sistierung den Fall prioritär behandelt hat und zum Zeitpunkt des Rückzugs der Beschwerde bereits ein ausgearbeitetes Referat vorlag (vgl. THOMAS GEISER, in: Niggli/Uebersax/Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], BSK Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 21 zu Art. 66 BGG ). Im konkreten Fall wurde ein Kostenvorschuss von Fr. 25'000.-- erhoben. Es rechtfertigt sich, die Gerichtskosten auf Fr. 12'500.-- festzusetzen.
Demnach verfügt die Instruktionsrichterin:
1. Das Verfahren wird infolge Rückzugs der Beschwerde abgeschrieben.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 12'500.-- werden den Beschwerdeführerinnen und den Beschwerdegegnerinnen 6 und 7 unter solidarischer Haftbarkeit je zur Hälfte auferlegt.
3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
4. Diese Verfügung wird den Verfahrensbeteiligten, der Eidgenössischen Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten ESchK, dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement sowie dem Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum IGE schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 25. Februar 2021
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Instruktionsrichterin: Hänni
Der Gerichtsschreiber: Hugi Yar