Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
2C_924/2020 KI-generiert

Family Asylum Relocation Appeal Cost Exclusion

Geschäftsnummer 2C_924/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

An Afghan family, who had been temporarily admitted to Switzerland and assigned to the canton of Zurich since October 2003, sought to relocate to the canton of St. Gallen. Despite their three adult and naturalized children's support for the move, the State Secretariat for Migration rejected their request in July 2020, leading the family to appeal the decision at the Federal Administrative Court. Their request for free legal aid was denied by the court, requiring them to pay a court fee advance, or their appeal would not be considered. The family then appealed this denial and the court's procedural decision to the Swiss Federal Tribunal, seeking the annulment of the administrative court's order and the granting of free legal aid for their ongoing legal proceedings.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 83 lit. c Ziff. 6 BGG, Art. 83 BGG, Art. 113 BGG, Art. 108 BGG, Art. 64 BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz; Family Asylum Relocation Appeal Cost Exclusion: Gallen. Despite their three adult and naturalized children's support for the move, the State Secretariat for Migration rejected their request in July 2020, leading the family to appeal the decision at the Federal Administrative Court. Their request for free legal aid was denied by the court, requiring them to pay a court fee advance, or their appeal would not be considered. The family then appealed this denial and the court's procedural decision to the Swiss Federal Tribunal, seeking the annulment of the administrative court's order and the granting of free legal aid for their ongoing legal proceedings.

Schlagwörter

KI-generiert
Kantonswechsel, unentgeltliche Rechtspflege Familienwanderung Asylverfahren Asylgesuch einer afghanischen Familie Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege Staatssekretariat für Migration Verwaltungskosten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 108 BGG

The appeal was dismissed by the instruction judge (President) according to this procedure.

Art. 64 BGG

The request for free legal aid was dismissed based on this article due to the hopelessness of the appeal.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Waiver of imposition of costs for the current proceedings was made based on this provision, as no costs were levied.

Art. 68 Abs. 3 BGG

No party compensation is owed according to this provision.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

2C_924/2020

Urteil vom 16. November 2020

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Seiler, Präsident,

Gerichtsschreiber Hugi Yar.

Verfahrensbeteiligte

1. A.A.________,

2. B.________,

3. B.A.________,

4. C.A.________,

Beschwerdeführer,

alle vier vertreten durch Rechtsanwältin Sine Selman,

gegen

Staatssekretariat für Migration,

Quellenweg 6, 3003 Bern.

Gegenstand

Kantonswechsel, unentgeltliche Rechtspflege,

Beschwerde gegen die Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung VI,

vom 9. Oktober 2020 (F-4539/2020).

Erwägungen:

1.

1.1. Die aus Afghanistan stammenden A.A.________ und B.________ sowie ihre drei mittlerweile volljährigen und zwei noch minderjährigen Kinder sind am 10. Oktober 2003 vorläufig aufgenommen und dem Kanton Zürich zugewiesen worden. Die drei volljährigen und inzwischen eingebürgerten Kinder ersuchten am 12. Februar 2020 für die restliche Familie um einen Kantonswechsel in den Kanton St. Gallen. Dieser widersetzte sich dem Gesuch, worauf das Staatssekretariat für Migration am 14. Juli 2020 den Kantonswechsel ablehnte.

1.2. Die Betroffenen gelangten hiergegen an das Bundesverwaltungsgericht. Mit Zwischenverfügung vom 9. Oktober 2020 wies der Instruktionsrichter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab. Er forderte die Beschwerdeführenden auf, bis zum 9. November einen Kostenvorschuss von Fr. 800.-- zu leisten, andernfalls - ohne Ansetzung einer Nachfrist - auf die Beschwerde nicht eingetreten werde.

1.3. Die Familie A.________-B.________ beantragt vor Bundesgericht, die Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts aufzuheben und ihnen im hängigen Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung zu gewähren; allenfalls sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Es wurden weder Akten noch Vernehmlassungen eingeholt.

2.

2.1. Nach Art. 83 lit. c Ziff. 6 BGG ist die Beschwerde in öffentlichen Angelegenheiten gegen den Kantonswechsel ausgeschlossen. Die entsprechende Regelung schliesst nicht nur die Beschwerde gegen materielle Entscheide aus, sondern gegen alle Entscheide im betroffenen Bereich wie verfahrensleitende Verfügungen, Kostenentscheide usw. (Grundsatz der Einheit des Verfahrens; vgl. BGE 138 II 501 E. 1.1 S. 503; 134 II 192 E. 1.3 S. 195; 134 V 138 E. 3 S. 144; 133 III 645 E. 2.2 S. 647 f.; Urteile 2C_308/2020 vom 1. Mai 2020 E. 2.1 und 2C_140/2010 vom 17. Juni 2010 E. 2.3; THOMAS HÄBERLI, in: Niggli/ Uebersax/Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], BK Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 9 zu Art. 83 BGG ; HANSJÖRG SEILER, in: Seiler/von Werdt/Güngerich/Oberholzer [Hrsg.], Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2. Aufl. 2015, N. 7 zu Art. 83 BGG ; FLORENCE AUBRY GIRADIN, in: Corboz et al. [Hrsg.], Commentaire de la LTF, 2. Auflage 2014, N. 62 und 65a zu Art. 83 BGG ).

2.2. Die vorliegende Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist dementsprechend offensichtlich unzulässig. Die Eingabe kann nicht als subsidiäre Verfassungsbeschwerde entgegen genommen werden, da diese nur gegen kantonalen Akte offen steht ( Art. 113 BGG ). Auf die Beschwerde ist durch den Präsidenten als Instruktionsrichter im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung ist wegen Aussichtslosigkeit der vorliegenden Eingabe abzuweisen (vgl. Art. 64 BGG ). Es kann jedoch darauf verzichtet werden, für das vorliegende Verfahren Kosten zu erheben ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ). Es sind keine Parteientschädigungen geschuldet ( Art. 68 Abs. 3 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen.

3. Es werden keine Kosten erhoben.

4. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung VI, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 16. November 2020

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Seiler

Der Gerichtsschreiber: Hugi Yar