Family Asylum Relocation Appeal Cost Exclusion
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertAn Afghan family, who had been temporarily admitted to Switzerland and assigned to the canton of Zurich since October 2003, sought to relocate to the canton of St. Gallen. Despite their three adult and naturalized children's support for the move, the State Secretariat for Migration rejected their request in July 2020, leading the family to appeal the decision at the Federal Administrative Court. Their request for free legal aid was denied by the court, requiring them to pay a court fee advance, or their appeal would not be considered. The family then appealed this denial and the court's procedural decision to the Swiss Federal Tribunal, seeking the annulment of the administrative court's order and the granting of free legal aid for their ongoing legal proceedings.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 83 lit. c Ziff. 6 BGG, Art. 83 BGG, Art. 113 BGG, Art. 108 BGG, Art. 64 BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz; Family Asylum Relocation Appeal Cost Exclusion: Gallen. Despite their three adult and naturalized children's support for the move, the State Secretariat for Migration rejected their request in July 2020, leading the family to appeal the decision at the Federal Administrative Court. Their request for free legal aid was denied by the court, requiring them to pay a court fee advance, or their appeal would not be considered. The family then appealed this denial and the court's procedural decision to the Swiss Federal Tribunal, seeking the annulment of the administrative court's order and the granting of free legal aid for their ongoing legal proceedings.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe appeal was dismissed by the instruction judge (President) according to this procedure.
The request for free legal aid was dismissed based on this article due to the hopelessness of the appeal.
Waiver of imposition of costs for the current proceedings was made based on this provision, as no costs were levied.
No party compensation is owed according to this provision.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
2C_924/2020
Urteil vom 16. November 2020
II. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Seiler, Präsident,
Gerichtsschreiber Hugi Yar.
Verfahrensbeteiligte
1. A.A.________,
2. B.________,
3. B.A.________,
4. C.A.________,
Beschwerdeführer,
alle vier vertreten durch Rechtsanwältin Sine Selman,
gegen
Staatssekretariat für Migration,
Quellenweg 6, 3003 Bern.
Gegenstand
Kantonswechsel, unentgeltliche Rechtspflege,
Beschwerde gegen die Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung VI,
vom 9. Oktober 2020 (F-4539/2020).
Erwägungen:
1.
1.1. Die aus Afghanistan stammenden A.A.________ und B.________ sowie ihre drei mittlerweile volljährigen und zwei noch minderjährigen Kinder sind am 10. Oktober 2003 vorläufig aufgenommen und dem Kanton Zürich zugewiesen worden. Die drei volljährigen und inzwischen eingebürgerten Kinder ersuchten am 12. Februar 2020 für die restliche Familie um einen Kantonswechsel in den Kanton St. Gallen. Dieser widersetzte sich dem Gesuch, worauf das Staatssekretariat für Migration am 14. Juli 2020 den Kantonswechsel ablehnte.
1.2. Die Betroffenen gelangten hiergegen an das Bundesverwaltungsgericht. Mit Zwischenverfügung vom 9. Oktober 2020 wies der Instruktionsrichter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab. Er forderte die Beschwerdeführenden auf, bis zum 9. November einen Kostenvorschuss von Fr. 800.-- zu leisten, andernfalls - ohne Ansetzung einer Nachfrist - auf die Beschwerde nicht eingetreten werde.
1.3. Die Familie A.________-B.________ beantragt vor Bundesgericht, die Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts aufzuheben und ihnen im hängigen Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung zu gewähren; allenfalls sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Es wurden weder Akten noch Vernehmlassungen eingeholt.
2.
2.1. Nach Art. 83 lit. c Ziff. 6 BGG ist die Beschwerde in öffentlichen Angelegenheiten gegen den Kantonswechsel ausgeschlossen. Die entsprechende Regelung schliesst nicht nur die Beschwerde gegen materielle Entscheide aus, sondern gegen alle Entscheide im betroffenen Bereich wie verfahrensleitende Verfügungen, Kostenentscheide usw. (Grundsatz der Einheit des Verfahrens; vgl. BGE 138 II 501 E. 1.1 S. 503; 134 II 192 E. 1.3 S. 195; 134 V 138 E. 3 S. 144; 133 III 645 E. 2.2 S. 647 f.; Urteile 2C_308/2020 vom 1. Mai 2020 E. 2.1 und 2C_140/2010 vom 17. Juni 2010 E. 2.3; THOMAS HÄBERLI, in: Niggli/ Uebersax/Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], BK Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 9 zu Art. 83 BGG ; HANSJÖRG SEILER, in: Seiler/von Werdt/Güngerich/Oberholzer [Hrsg.], Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2. Aufl. 2015, N. 7 zu Art. 83 BGG ; FLORENCE AUBRY GIRADIN, in: Corboz et al. [Hrsg.], Commentaire de la LTF, 2. Auflage 2014, N. 62 und 65a zu Art. 83 BGG ).
2.2. Die vorliegende Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist dementsprechend offensichtlich unzulässig. Die Eingabe kann nicht als subsidiäre Verfassungsbeschwerde entgegen genommen werden, da diese nur gegen kantonalen Akte offen steht ( Art. 113 BGG ). Auf die Beschwerde ist durch den Präsidenten als Instruktionsrichter im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung ist wegen Aussichtslosigkeit der vorliegenden Eingabe abzuweisen (vgl. Art. 64 BGG ). Es kann jedoch darauf verzichtet werden, für das vorliegende Verfahren Kosten zu erheben ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ). Es sind keine Parteientschädigungen geschuldet ( Art. 68 Abs. 3 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen.
3. Es werden keine Kosten erhoben.
4. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung VI, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 16. November 2020
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Seiler
Der Gerichtsschreiber: Hugi Yar