Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
2C_922/2021 KI-generiert

Physician's Appeal on License Withdrawal Dismissed for Untimely Filing and Lack of Justification

Geschäftsnummer 2C_922/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A medical doctor practicing in general medicine faced a case regarding the provisional revocation of his license to practice independently, initiated by the Department of Health and Social Services in Aargau. The department had questioned the basis on which he issued medical certificates exempting all employees of an inn from the mask mandate. After a series of requests for explanations and meetings, the doctor appealed to the Administrative Court of the Canton of Aargau seeking interim measures against the potential withdrawal of his practice permit. However, the court dismissed his complaint, prompting him to appeal to the Swiss Federal Tribunal, arguing for the overturn of the administrative court's decision due to alleged violations of federal and international law.

Legislator-Regeste

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Art. 48 Abs. 1 BGG, Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 68 Abs. 3 BGG; Physician's Appeal on License Withdrawal Dismissed for Untimely Filing and Lack of Justification: The department had questioned the basis on which he issued medical certificates exempting all employees of an inn from the mask mandate. After a series of requests for explanations and meetings, the doctor appealed to the Administrative Court of the Canton of Aargau seeking interim measures against the potential withdrawal of his practice permit. However, the court dismissed his complaint, prompting him to appeal to the Swiss Federal Tribunal, arguing for the overturn of the administrative court's decision due to alleged violations of federal and international law.

Schlagwörter

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verspätete Einreichung sachliche Unzuständigkeit medizinische Gründe Führerausweisentzug Fristversäumnis provisorische Berufsausübungsbewilligung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

Used to order non-admission because the appeal was filed too late (out of time).

Art. 65 BGG

Cited in conjunction with Art. 66 BGG regarding the imposition of procedural costs on the losing party.

Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG

Used to order the appellant to pay the court costs because he lost the appeal.

Art. 68 Abs. 3 BGG

Used to deny legal costs compensation to the winning administrative party.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

2C_922/2021

Urteil vom 19. November 2021

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Seiler, Präsident,

Gerichtsschreiber Brunner.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Departement für Gesundheit und Soziales, Generalsekretariat, Bachstrasse 15, 5001 Aarau.

Gegenstand

Entzug der Berufsausübungsbewilligung

zur selbständigen ärztlichen Tätigkeit

(vorsorgliche Massnahmen),

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 3. Kammer, vom 13. Oktober 2021 (WBE.2021.299).

Sachverhalt:

A. Dr. med. A.________ praktiziert als Facharzt für Allgemeine Medizin in U.________ (AG). Mit Schreiben vom 22. Juni 2021 forderte das aargauische Departement Gesundheit und Soziales (nachfolgend: das kantonale Departement) ihn zur schriftlichen Stellungnahme auf, gestützt auf welche Grundlagen er für sämtliche Mitarbeitende eines Gasthofes in V.________ ein ärztliches Zeugnis für die Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt habe. Dr. med. A.________ nahm am 24. Juni 2021 schriftlich Stellung. Am 1. Juli 2021 forderte das kantonale Departement ihn auf, zusätzliche Fragen zu beantworten. Mit Eingabe vom 7. August 2021 hielt Dr. med. A.________ fest, dass er die gestellten Fragen bereits beantwortet habe. Am 11. August 2021 lud das kantonale Departement ihn für den 16. September 2021 zu einer Besprechung ein.

B. Mit Eingabe vom 19. August 2021 gelangte Dr. med. A.________ an das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau (nachfolgend: das Verwaltungsgericht) und ersuchte darum, "notwendige Vorsorgliche Massnahmen gegen drohenden rechtswidrigen Entzug der Berufsausübungsbewilligung [...] zu erlassen". Mit Urteil vom 13. Oktober 2021 (eröffnet am 18. Oktober 2021) trat das Verwaltungsgericht auf die "Beschwerde" nicht ein.

C. Mit Eingabe vom 17. November 2021 (Postaufgabe am 18. November 2021) gelangt Dr. med. A.________ an das Bundesgericht. Er stellt den Antrag, den Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 13. Oktober 2021 "wegen Verletzung von Bundesrecht, Völkerrecht, etc. [...] umzustossen".

Erwägungen:

1.

1.1. An das Bundesgericht gerichtete fristgebundene Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden ( Art. 48 Abs. 1 BGG ). Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unterliegt im vorliegenden Fall der üblichen 30-tägigen Frist, gerechnet ab der vollständigen Eröffnung des Entscheids ( Art. 100 Abs. 1 BGG ).

1.2. Gemäss der vom Bundesgericht beigezogenen elektronischen Sendungsverfolgung "Track&Trace" der Post CH AG wurde der angefochtene Entscheid dem Beschwerdeführer am Montag, 18. Oktober 2021 zugestellt; dies bestätigt der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht (a.a.O., S. 2). Die 30-tägige Frist begann mithin am Dienstag, 19. Oktober 2021 zu laufen und verstrich am Mittwoch, 17. November 2021. Wie die Sendungsverfolgung "Track&Trace" der Post CH AG zeigt, erfolgte die Aufgabe der Beschwerdeschrift erst am Donnerstag, 18. November 2021, um 17.51 Uhr auf der Post in U.________ (AG). Zu diesem Zeitpunkt war die gesetzliche Frist bereits abgelaufen, weshalb die Postaufgabe zu keiner Fristwahrung mehr führen konnte.

1.3. Die Beschwerde erweist sich damit als offensichtlich unzulässig, weshalb darauf mit einzelrichterlichem Entscheid des Abteilungspräsidenten als Instruktionsrichter nicht einzutreten ist ( Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG ). Der Vollständigkeit halber ist überdies darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer sich mit der vorinstanzlichen Begründung, wonach die Zuständigkeit zur Anordnung allfälliger vorsorglicher Massnahmen nicht beim kantonalen Verwaltungsgericht liegt, nicht auseinandersetzt; insoweit fehlt es der Beschwerde auch an einer tauglichen Begründung ( Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ).

2. Nach dem Unterliegerprinzip sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 65 und Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG ). Dem Kanton Aargau, der in seinem amtlichen Wirkungskreis obsiegt, ist keine Parteientschädigung zuzusprechen ( Art. 68 Abs. 3 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 3. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 19. November 2021

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Seiler

Der Gerichtsschreiber: Brunner