Federal Court Dismisses Moot Appeal Over Post-Deportation Detention Extension and Denies Legal Aid
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a petitioner who is a Georgian national born in 1972 and was placed in detention for expulsion on August 19, 2008. The local detention court approved an extension of his detention until February 18, 2009. The petitioner filed an appeal against this decision on December 10, 2008; however, he was deported back to Georgia on December 23, 2008, which rendered the appeal moot. The authors of the appeal argued based on the implications of a new asylum application made while in detention, but the appeals court found the arguments to lack merit as the asylum request had already been rejected. Consequently, the court dismissed the appeal due to lack of legal interest following the expulsion.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 72 BZP, Art. 71 BGG, Art. 64 Abs. 2 Satz, Art. 32 Abs. 2 BGG, Art. 20 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG; Federal Court Dismisses Moot Appeal Over Post-Deportation Detention Extension and Denies Legal Aid: The local detention court approved an extension of his detention until February 18, 2009. The petitioner filed an appeal against this decision on December 10, 2008; however, he was deported back to Georgia on December 23, 2008, which rendered the appeal moot. The authors of the appeal argued based on the implications of a new asylum application made while in detention, but the appeals court found the arguments to lack merit as the asylum request had already been rejected. Consequently, the court dismissed the appeal due to lack of legal interest following the expulsion.
Schlagwörter
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited to establish that the case closure was decided by a panel of three judges and not by a single judge.
Cited because the conditions for a decision on legal aid by a single judge were not met, leading to the full panel deciding on the matter.
Cited for the decision to reject the request for free legal aid and assistance.
Cited to justify the waiver of court fees based on the circumstances.
Cited as the basis for denying the applicant any party compensation because the appeal was deemed hopeless.
Cited as the basis for declaring the case moot due to the completion of the deportation and subsequent release from custody.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
2C_884/2008
Verfügung vom 6. Januar 2009
II. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Merkli, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichter Zünd, Bundesrichter Aubry Girardin,
Gerichtsschreiber Feller.
Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Migrationsdienst des Kantons Bern,
Eigerstrasse 73, 3011 Bern.
Gegenstand
Ausschaffungshaft,
Beschwerde gegen den Entscheid des Haftgerichts III Bern-Mittelland, Haftrichterin 7, vom 13. November 2008.
Erwägungen:
Der aus Georgien stammende, 1972 geborene X.________ wurde am 19. August 2008 in Ausschaffungshaft genommen. Mit Entscheid vom 13. November 2008 stimmte das Haftgericht III Bern-Mittelland, Haftrichterin 7, der Verlängerung der Ausschaffungshaft bis zum 18. Februar 2009 zu. Am 10. Dezember 2008 liess X.________ durch einen Rechtsanwalt beim Bundesgericht eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Haftverlängerungsentscheid einreichen. Am 22. Dezember 2008 legte Letzterer das Mandat mit sofortiger Wirkung nieder.
Gemäss Mitteilung des Migrationsdienstes des Kantons Bern vom 29. Dezember 2008 ist der Beschwerdeführer am 23. Dezember 2008 nach Georgien zurückgeführt worden. Mit dem Vollzug der Ausschaffung und der damit verbundenen Haftentlassung des Beschwerdeführers fällt der Rechtsstreit mangels rechtlichen Interesses dahin; das Verfahren ist mithin durch Verfügung abzuschreiben, wobei mit summarischer Begründung über die Gerichtskosten und die Höhe einer allfälligen Parteientschädigung aufgrund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes zu entscheiden ist ( Art. 72 BZP in Verbindung mit Art. 71 BGG ). Da - verbunden mit der Beschwerde - auch ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und namentlich um Beigabe eines aus der Gerichtskasse zu entschädigenden Anwalts gestellt worden ist und die Voraussetzungen für eine diesbezügliche Einzelrichterentscheidung gemäss Art. 64 Abs. 2 Satz 2 oder 3 BGG nicht erfüllt sind, erfolgt die Verfahrensabschreibung nicht in der Besetzung gemäss Art. 32 Abs. 2 BGG , sondern in Dreierbesetzung (vgl. Art. 20 Abs. 1 BGG ).
Die Argumentation in der Beschwerdeschrift beruht einerseits auf einer nur schwer nachvollziehbaren Interpretation der gefestigten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Problematik eines während der Dauer der Ausschaffungshaft neu gestellten Asylgesuchs. Andererseits stützt sie sich auf die wenig plausibel belegte Behauptung, von einem raschen Abschluss des Asylverfahrens könne nicht ausgegangen werden; das Bundesamt für Migration trat denn auch bereits am 19. November 2008 auf das vom 11. September 2008 datierte Asylgesuch nicht ein, und das entsprechende Beschwerdeverfahren wurde mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 5. Dezember 2008 abgeschlossen, wobei beide Erkenntnisse schon zum Zeitpunkt der Einreichung der vorliegenden Beschwerde bekannt waren. Unter diesen Voraussetzungen erschien diese von vornherein als aussichtslos. Damit aber kann weder der Beschwerdeführer im Hinblick auf die Kostenregelung als obsiegende Partei betrachtet werden, weshalb ihm keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG ), noch ist ihm die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung zu gewähren ( Art. 64 BGG ). Hingegen rechtfertigen es die Umstände, auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ).
Demnach verfügt das Bundesgericht:
1. Das Verfahren wird abgeschrieben.
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen.
3. Es werden keine Kosten erhoben.
4. Diese Verfügung wird dem Migrationsdienst des Kantons Bern, dem Haftgericht III Bern-Mittelland, Haftrichterin 7, dem Bundesamt für Migration sowie dem früheren Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Z.________, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 6. Januar 2009
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:
Merkli Feller